#028:Walpurgisnacht - Die Nacht, in der sie kommen
Shownotes
🎧 Worum geht’s in dieser Folge?
Die Walpurgisnacht ist kein ursprüngliches Hexenfest, sondern ein historischer Schnittpunkt verschiedener Vorstellungen. Vorchristliche Übergangsrituale, die Verehrung der Heiligen Walburga und frühneuzeitliche Hexenbilder überlagern sich zu einer Nacht, die mehr Bedeutung trägt, als sie ursprünglich hatte.
Der Brocken wird dabei zum zentralen Ort. Nicht, weil hier alles beginnt, sondern weil sich hier alles sammelt. Literatur, insbesondere Goethe, verankert die Walpurgisnacht endgültig im kulturellen Gedächtnis, während der Harz selbst als Raum voller Sagen und Orte die passende Bühne liefert.
Heute wird die Nacht gefeiert, inszeniert und erlebt, als Event, als Tradition, als Echo einer Geschichte, die sich verändert hat, aber nie ganz verschwunden ist.
Kapitel
(00:00) Opening: Die Nacht, in der sie kommen (01:39) Intro & Begrüßung (04:40) Eine Nacht, die älter ist als Hexen (07:55) Der Berg bekommt einen Namen (11:45) Der Harz – ein Gebirge voller Geschichten (14:52) Die Nacht, wie man sie sich vorstellt (18:31) Goethe und die Walpurgisnacht (23:03) Die erste Walpurgisnacht (25:54) Der Berg wird besucht (32:14) Die Nacht auf dem Berg (39:13) snacks.fm (41:12) Der Berg bleibt
📚 Quellen & Literatur
• Bärenreiter (Hg.): The First Walpurgis Night op. 60. Product information and work history, Kassel o. J. • Behringer, Wolfgang (Hg.): Hexen. Glaube, Verfolgung, Vermarktung, München 2012. • Britannica, Encyclopaedia (Hg.): Brocken, Chicago 2026. • Britannica, Encyclopaedia (Hg.): Walpurgis Night, Chicago 2026. • Faustedition (Hg.): Faust. Der Tragödie erster Teil. Digitale historisch-kritische Edition, Frankfurt am Main o. J.Grimm, • Jacob / Grimm, Wilhelm (Hg.): Deutsche Sagen, Berlin 1816. • Goethezeitportal (Hg.): Brocken (Harz). Folge II: Goethes Brockenbesteigungen, o. O. o. J. • Harzer Schmalspurbahnen GmbH (Hg.): Die Brockenbahn. Geschichte und Betrieb, Wernigerode o. J. • Harzer Tourismusverband (Hg.): Der Harzer Hexenstieg. Informationen und Streckenverlauf, Goslar o. J. • Harzer Tourismusverband (Hg.): Walpurgis im Harz. Veranstaltungen und Besucherzahlen, Goslar o. J. • Harzklub e. V. (Hg.): Sagen und Mythen aus dem Harz, Wernigerode 2000. • Hutton, Ronald (Hg.): The Stations of the Sun. A History of the Ritual Year in Britain, Oxford 1996. • Levack, Brian P. (Hg.): The Witch-Hunt in Early Modern Europe, London/New York 2016. • Oxford University Press (Hg.): The Oxford Dictionary of Saints, Oxford 2011. • Praetorius, Johannes (Hg.): Blockes-Berges Verrichtung, Leipzig 1668. • Project Gutenberg (Hg.): Faust. Der Tragödie erster Teil. Text nach der Ausgabe von 1808, o. O. o. J. • Sachsen Tourismus (Hg.): Leipzig: 500 Jahre Auerbachs Keller, Dresden 2024. • Stadt Thale (Hg.): Walpurgisnacht am Hexentanzplatz. Programm und Organisation, Thale o. J. • Universitätsarchiv Leipzig (Hg.): Johann Wolfgang Goethe, berühmter Alumnus und späterer Dichter, Leipzig 2021.
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🎙️ Hosts: Svea & Tim
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00:00:03: Der Weg zieht sich zwischen den Bäumen den Hang hinauf, schmal und dunkel als wäre er nur selten benutzt.
00:00:10: Unter den Schuhen knackt feuchtes Holz, irgendwo tropft Wasser aus den Ästen und in der Luft liegt ein Geruch nach Rauch, der sich nicht festsetzen will und doch immer wieder zurückkommt.
00:00:21: Weiter oben flackert Licht.
00:00:24: Keiner als in das Feuer, eher mehrere voneinander getrennt unruhig als würden sie sich verschieben während man hinsieht.
00:00:31: Für einen Moment scheint es, als stünden sie still.
00:00:34: Dann sind sie wieder anders verteilt ohne dass klar wird wo genau Sie eigentlich brennen.
00:00:41: Der Wind trägt Geräusche mit sich herüber die sich nicht greifen lassen.
00:00:45: Etwas das an Stimmen erinnert aber keine Worte formt ein Rest von Klang der auftaucht und wieder verschwindet als würde er sich weigern gehört zu werden.
00:00:55: Zwischen den Bäumen zieht Nebel auf und legt sich über den Hang.
00:00:59: Die Konturen werden Weiche Die Abstände unklare und in diesem Grau entstehen Bewegungen, die nicht lange bleiben.
00:01:06: Ein Schatten der sich kurz abzeichnet – dann nichts mehr!
00:01:11: Und dann wieder einer….
00:01:14: Der Weg führt weiter nach oben, dorthin wo Lichtnebel und diese Geräusche zusammenlaufen.
00:01:19: Es wirkt nicht wie ein Ziel eher wie ein Punkt an dem sich etwas sammelt ohne dass man sagen kann was genau?
00:01:26: Diese Nacht hat einen Namen... ...und sie kehrt jedes Jahr zurück.
00:01:32: in der Sie kommen.
00:01:34: Willkommen bei Radio Obscura!
00:01:59: Schön, dass ihr eingeschaltet habt beim Podcast über Creatures Crime und Mystery.
00:02:03: Wir erzählen von Geschichte, Gegenwart- und Grenzbereichen.
00:02:06: Marial mal unerklärlich.
00:02:09: Vom Meeresgrund bis zur Umlaufbahn vom Labor bis zur Legende.
00:02:12: Wir fragen was passiert ist und was davon bleibt?
00:02:15: Ich bin Zwerg Und
00:02:16: ich bin Tim.
00:02:17: In dieser Folge feiern wir die Walpurgis Nacht.
00:02:21: Wer mitfeiern will kann das auf Instagram tun.
00:02:25: Radio Obscura, Podcast.
00:02:26: Alles klein und zusammengeschrieben.
00:02:28: Folgt da gerne!
00:02:29: Wir haben ein paar Bilder eingefügt zur heutigen Folge, die euch anschauen könnt.
00:02:34: Warum machen wir das Thema heute?
00:02:35: Wir hatten letzte Woche, hört da generell rein einen Grundkurs zum Thema Hexen-und-Hexenverfolgung denn... ...wir haben heute ist der Achtundzwanzigste.
00:02:44: Ja es ist der Achtenzwanzige.
00:02:46: Das heißt in der Nacht quasi in den Mai.
00:02:49: am dreißigsten April ist die Walpurgis Nacht nicht nur im Harz Aber wir bewegen uns heute vor allem im Procken und Harz, was im deutschsprachigen Raum der zentrale Ort ist.
00:02:59: Weil er ist literarisch verbreitet, mythologisch aufgeladen und hat auffällige Naturphänomene.
00:03:04: dazu kommen wir dann noch mal.
00:03:06: aber die Hexen-Tanzplätze, Hexemberge, Plocksberge gibt es auch woanders aber der Procken ist heute dementsprechend symbolisch gemeint.
00:03:15: Der Hexentanzplatz im Harz liegt auch ein bisschen entfernt davon ein paar Kilometer in Tale.
00:03:21: also Falls jemand mit geografischen Skills uns gleich eine Beschwerde schicken möchte.
00:03:27: Nein, wir wissen das aber, wir überspielen es mit unserer Hexerei.
00:03:32: Warst du schon mal im Harz?
00:03:35: Nee, also, da haben wir ja gerade ganz kurz vor der Aufnahme drüber gesprochen und ich habe ehrlich gesagt... Also war dann noch nie!
00:03:42: Und
00:03:42: du?!
00:03:43: Ich war ... Es müsste zwei Ton vier Weihnachten gewesen sein Und da gibt's, also es war nicht direkt in Tale oder direkt auf dem Brocken.
00:03:51: Wir sind natürlich da ein bisschen rumgefahren aber das war ... Ein Ort zwischen Elend und Sorge.
00:03:55: Ich finde es sind so zwei wunderbare Ortsnamen im Harz.
00:04:00: Elend-Sorge.
00:04:00: Also einen Weihnachten zwischen Elent und Sorgel.
00:04:03: Das beschreibt den Zustand in den frühen Zweitausenden.
00:04:05: dann in meiner Familie?
00:04:06: Nicht!
00:04:07: Aber ist ja eine schöne Story.
00:04:09: Es ist noch eine schöne Gegend dort.
00:04:10: und wie das hätte auch schon erzählt, dass ich ... Ich glaube in der Hexenfolge habe ich das erzählt.
00:04:14: Dass sich ein paar Mal auch dann... damit so Ende der Neunziger auf dem Hexentanzplatz war und Walpurgis Nacht feiern mit meinen Eltern, meine Geschwistern.
00:04:24: Dementsprechend kehren wir heute noch mal dorthin zurück.
00:04:26: Ich glaube sehr viel mehr zum Thema Hexen müssen wir gar nicht klären weil hatten wir ja letzte Woche schon.
00:04:32: Wir steigen einfach einmal ein in die Storchie und hören uns die Walpoges-Nacht genauer an.
00:04:41: Bevor diese Nacht Walporgis nacht hieß, war sie längst ein markierter Punkt im Jahr.
00:04:46: Ende April, Anfang Mai entscheidet sich in vielen Regionen Europas mehr als nur ein Kalenderblatt.
00:04:52: Das Vieh kommt wieder aus den Winterstellen – die Weiden werden genutzt und mit diesem Übergang hängt unmittelbar zusammen ob die nächsten Monate Erdrag bringen oder Verlust.
00:05:02: Für Gesellschaften, die von Wetter, Boden- und Tieren leben ist das kein symbolischer Moment sondern eine praktische Schwelle!
00:05:10: In Irland und Schottland ist zu dieser Zeit Belton überliefert.
00:05:14: Mittelalterliche Quellen beschreiben Rituale, bei denen Feuer entzündet und Herden zwischen den Flammen oder durch den Rauch hindurchgeführt werden.
00:05:22: Das ist kein dekorativer Brauch sondern Schutzmaßnahme!
00:05:26: Der Rauch soll reinigen, Krankheiten fernhalten und dem Übergang in die warme Jahreszeit sichern.
00:05:31: Feuer ist ja nicht bloß Zeichen – es ist ein Mittel.
00:05:34: Ähnliche Praktiken finden sich auch auf dem Kontinent.
00:05:38: In Teilen Süddeutschlands, der Schweiz und Österreich werden in der Nacht zum ersten Mai Feuer entfacht um das abzuwehren was man in dieser Phase für gefährlich hält.
00:05:47: Krankheit, Misswuchs, Tiersterben, unerklärliche Verluste.
00:05:52: Dazu kommt Lärm, Glocken, Peitschen, Rufen, Schüsse – nicht als Festkulisse!
00:05:59: Als Abwehr.
00:06:00: Die Nacht gilt als durchlässig Der Winter ist vorbei aber der Sommer noch nicht gesichert.
00:06:05: Genau in dieser Unsicherheit wird gehandelt.
00:06:10: Wichtig ist dabei, diese Praktiken richten sich anfangs nicht gegen Hexen im späteren Sinne.
00:06:16: Es geht nicht um ein festes Feindbild es geht um Schutz in einer Übergangszeit.
00:06:20: Die Vorstellungen bleiben regional verschieden aber das Muster ist ähnlich.
00:06:24: Wenn sich im Jahresverlauf etwas entscheidet versucht man einzugreifen.
00:06:28: Mit der Christianisierung verschwindet diese Schicht nicht Sie werden neu gerahmt.
00:06:33: Ein zentraler Bezugspunkt wird Walburga Eine angelsächsische Missionarin des achten Jahrhunderts, die in Heidenheim wirkt und nach ihrem Tod verehrt wird.
00:06:42: Als ihre Reliquien am ersten Mai nach Eichstätt überführt werden verbindet sich ihr Name dauerhaft mit diesem Datum.
00:06:49: Aus einer bereits besonderen Nacht wird ein christlich benannter Gedenkpunkt.
00:06:53: der Zeitpunkt bleibt aber er bekommt eine neue Lesart.
00:06:57: damit verschiebt sich auch die Bedeutung der Rituale Schutz bleibt wichtig aber er wird jetzt stärker als Abwehr des bösen verstanden.
00:07:04: Befeuer und Lärm verschwinden nicht, sie werden nur anders begründet.
00:07:08: Aus einer offenen Schwellenzeit wird ein christlicher Perspektive leichter ein Raum in dem Dämonische Gefahr abgewährt werden
00:07:14: muss.".
00:07:16: Die Walpurgis Nacht ist an diesem Punkt noch keine Hexennacht.
00:07:19: Wieder der organisierte Hexensabatt noch das Bild einer nächtlichen Versammlung auf einem Berg gehören ursprünglich zu diesem Datum.
00:07:26: Diese Vorstellungen entstehen später – vor allem in den theologischen und juristischen Diskursen der frühen Neuzeit!
00:07:33: Die Walpurgis Nacht ist also nicht der Ursprung des Hexenbildes.
00:07:36: Sie ist älter als dieses Bild und gerade deshalb so aufnahmefähig für alles, was sich später an sie anlagert.
00:07:43: Als die Hexennvorstellungen einen Zeitpunkt brauchen, ist diese Nacht längst da Aufgeladen mit Übergang Schutz-und Unsicherheit.
00:07:51: Genau deshalb passt sich das neue Bild so gut an sie ein.
00:07:56: Damit aus einer Nacht ein konkreter Urt wird, braucht es einen Punkt der sich abhebt.
00:08:00: Sichtbar genug umgefunden zu werden und gleichzeitig weit genug entfernt, um nicht mehr ganz zur gewohnten Welt zu gehören.
00:08:07: Im deutschsprachigen Raum setzt sich dieser Punkt in der frühen Neuzeit langsam fest – der Brocken!
00:08:13: Mit rund elevenhundert-einundvierzig Metern die höchste Erhebung des Herzes.
00:08:19: Der Berg liegt frei über den umliegenden Höhenzügen und ist über große Distanzen hinweg sichtbar.
00:08:25: Gleichzeitig ist er schwer zu erreichen.
00:08:27: Noch im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert gibt es keine ausgebauten Wege, große Teile des Harzens gelten als unübersichtlich und gefährlich.
00:08:35: Wer hinaufgeht verlässt nicht nur das Dorf sondern auch den Raum in dem man sich auskennt.
00:08:41: Dazu kommt das Wetter!
00:08:43: Der Brocken ist bekannt für schnelle Umschwünge besonders viel Nebel.
00:08:47: Wolken ziehen innerhalb kurzer Zeit auf, Sichtweiten brechen ein, Konturen verschwimmen.
00:08:52: Entfernungen lassen sich kaum einschätzen, Bewegungen wirken verzerrt.
00:08:56: Schatten verändern ihre Größe.
00:08:59: In solchen Situationen entstehen Eindrücke die sich nicht eindeutig einordnen lassen und genau das macht den Ort erzählbar!
00:09:07: Auf dem Brocken tritt ein optisches Phänomen auf dass als Brockengespenst bekannt ist.
00:09:12: Dabei wird der eigene Schatten durch Nebel-und Sonnlicht vergrößert und erscheint als riesige Gestalt in den Wolken.
00:09:18: Für Beobachter ohne physikalische Erklärung könnte dieser Effekt via der eigenständige Erscheinung wirken.
00:09:24: Ein Beispiel dafür, wie Wahrnehmungen und Landschaft zusammen Mülten begünstigen.
00:09:29: Im sechzehnten- und siebzehnten Jahrhundert taucht Herr Brocken zunehmend in Berichten auf.
00:09:34: Reisebeschreibungen, Kroniken und Sammlungen greifen das auf was bereits im Umlauf ist – und formen daraus ein widererkennbares Bild!
00:09:42: Ein wichtiger Name ist dabei Johannes Brittorius, der sixteenhundert achtundsechzig über den Blocksberg schreibt und die vorhandenen Erzählungen bündelt.
00:09:51: Der Berg wird ja nicht als Schauplatz eines einzelnen Ereignisses beschrieben sondern als Ort an dem sich etwas sammelt!
00:09:59: Der Name Blocksberg gehört zu diesem Prozess – er ist mehr als eine alternative Bezeichnung.
00:10:05: Im niederdeutschen Raum stand er für verschiedene sogenannte Hexenberge und setzte sich erst im siebzehnten Jahrhundert durch Texte wie die von Johannes Pretorius als Bezeichnung für den Brockenfest.
00:10:16: Mit ihm wird der Berg in eine Erzählstruktur eingebunden, die zu diesem Zeitpunkt längst existiert.
00:10:21: In theologischen und juristischen Texten ist das Bild der Hexerei da bereits ausgearbeitet – Der Teufelspakt, der nächtliche Flug, Die Versammlung der Sabbat!
00:10:31: Was fehlt?
00:10:32: Ist ein konkreter Ort….
00:10:34: Der Brocken erfüllt genau diese Rolle.
00:10:37: Er ist abgelegen, schwer zugänglich und zugleich sichtbar.
00:10:41: Er bietet eine Projektionsfläche für Vorstellungen die bisher keinen festen Punkt hatten.
00:10:46: Die Idee eines Treffens existiert bereits.
00:10:49: Sie wird jetzt an einen Ort gebunden.
00:10:51: Diese Verbindung setzt sich im Laufe des siebzehnten Jahrhunderts fest.
00:10:55: Berichte beschreiben den Berg zunehmend als Ziel eines nächtlichen Aufstiegs Eine bestimmte Nacht, ein Weg nach oben.
00:11:07: Ein Ort an dem sich etwas
00:11:08: zusammenfindet.".
00:11:09: Damit verändert sich auch das Bild von Hexerei.
00:11:12: Es bleibt nicht mehr im verborgenen Innerhalb der Gemeinschaft sondern bekommt einen eigenen Raum außerhalb davon.
00:11:19: Dabei steht erbrocken nicht isoliert.
00:11:21: Er liegt in einer Landschaft die bereits mit Erzählungen aufgeladen ist.
00:11:25: Der Harz ist kein Lehrer Hintergrund Sondern ein Raum in dem sich unterschiedliche Geschichten überlagern Nicht weil alles hier beginnt, sondern weil hier vieles zusammenläuft.
00:11:38: Und genau diesen Raum schauen wir uns jetzt genauer an!
00:11:41: Sphere geht in den Harz.
00:11:46: Wenn man sich im Harz bewegt hat man selten das Gefühl einfach nur durch Landschaft zu gehen.
00:11:52: Die Orte wirken als hätten sie sich etwas gemerkt Felsen Kanten Plateaus.
00:11:57: Sie stehen nicht einfach da.
00:11:58: Sie tragen Geschichten die immer wieder erzählt wurden bis sie zum Teil des Ortes geworden sind.
00:12:04: Eine dieser Geschichten liegt an der Rostrappe, oberhalb des Bodetals bei Tale.
00:12:09: Der Fels ragt steil über die Schlucht hinaus und oben im Gestein ist eine Vertiefung zu sehen, die bis heute als Hufabdruck gilt.
00:12:17: Die Erzählung dazu ist schnell erzählt und bleibt genau deshalb hängen!
00:12:22: Die Riesenbrunhilde wird vom Riesenbodo verfolgt – sie erreicht den Rand der Schlucht.
00:12:28: Ihr Pferdspringt ein Satz über das ganze Tal Ein falscher Schritt und es geht hunderte Meter in die Tiefe.
00:12:34: Der Abdruck bleibt im Felsen zurück, Bodo schafft den Sprung nicht, stürzt ab und wird je nach Version zu Stein oder einem Hund.
00:12:43: Der Ort sieht so aus als hätte er genau das erlebt.
00:12:47: Direkt gegenüber liegt der Hexentanzplatz eine offene Fläche gut erreichbar mit Blick auf die Rostrappe.
00:12:55: Der Name ist nicht so alt wie die Landschaft selbst aber er passt zu ihr.
00:13:00: Er ist ein Ort, an dem man sich etwas vorstellen kann.
00:13:03: Bewegung, Stimmen, Einzusammenkommen und steht dort schaut hinunter zur Rostrappe und es wirkt plötzlich nicht mehr weit.
00:13:13: Das Bodeteil darunter verstärkt diesen Eindruck.
00:13:16: Die Schlucht
00:13:17: zieht sich tief durch das Gestein steil eng mit abrupten Wechseln zwischen offenen und geschlossenen Abschnitten.
00:13:24: Wege verlaufen dicht an Abbrüchen.
00:13:27: Der Blick springt von Fels zu Fels verliert sich und findet sich wieder.
00:13:32: Orientierung ist nichts, was man einmal hat – sie verschiebt sich ständig.
00:13:38: Am Rand des Harzes zieht sich die Teufelsmauer durch die Landschaft.
00:13:42: Felszüge, die in unregelmäßigen Abständen aus dem Boden ragen, kannte ich auffällig als wären Sie bewusst gesetzt worden.
00:13:51: Man kann erklären wie sie entstanden sind aber man sieht auch sofort warum jemand eine andere Geschichte dazu erzählt.
00:13:59: Und genau so entsteht dieser Raum Nicht durch eine einzelne Großerzählung, sondern durch viele kleine die an den Orten hängen bleiben.
00:14:07: Ostrappe, Exentanzplatz, Bodetal, Teufelsmauer – jede für sich funktioniert.
00:14:14: zusammen verstärken sie sich!
00:14:16: Wenn man dann wieder an den Brocken denkt ergibt sich der nächste Schritt fast von selbst ein Berg, der über allem steht schwer erreichbar oft im Nebel weit hinsichtbar und umgeben von genau solchen Orten.
00:14:30: Der Brocken braucht diese Geschichten nicht, um besonders zu sein.
00:14:33: Aber sie sorgen dafür dass man ihn nicht mehr nur als Berg sieht und genau deshalb funktioniert er als Ort für diese Nacht Nicht weil dort etwas begonnen hätte sondern weil hier schon genug da ist um sich vorzustellen das etwas zusammenkommt.
00:14:54: Die Bewegung beginnt nicht oben auf dem berg Sondern unten Dort wo noch Wege existierenden Türen geschlossen werden können.
00:15:01: Es ist spät.
00:15:02: In vielen Berichten wird die Zeit nach Mitternacht genannt, der Moment in dem der Alltag zur Ruhe gekommen ist und Bewegungen unbemerkt bleiben.
00:15:11: Der Aufbruch geschieht nicht gemeinsam.
00:15:13: Einzelne verlassen ihre Häuser leise ohne Zeugen und gehen dorthin wo das Dorf endet.
00:15:31: Die Strecke verändert sich, verkürzt sich, löst sich auf.
00:15:36: Der Boden verliert an Bedeutung.
00:15:38: Stattdessen tauchen andere Bilder auf – ein Besen!
00:15:41: Ein Tier!
00:15:42: Manchmal nur eine Bewegung die sich nicht mehr an den Weg hält.
00:15:46: Der Aufstieg wird nicht als Streckel beschrieben sondern als Übergang.
00:15:51: Oben entsteht?
00:15:52: kein fester Ort der schon vorher da war.
00:15:55: Der Raum bildet sich erst durch das was dort geschieht.
00:15:58: Feuer erscheinen verteilt ohne klare Ordnung.
00:16:01: Menschen kommen zusammen, nicht als Gruppe die sich verabredet hat sondern als Versammlungen die einfach da ist.
00:16:07: Niemand erklärt warum genau diese Menschen hier sind aber die Berichte behandeln es als wäre es selbstverständlich.
00:16:15: Im Zentrum steht Bewegung.
00:16:17: Der Tanz ist kein Beiwerk sondern das was die Versammlung zusammenhält.
00:16:21: Schritte wiederholen sich greifen ineinander lösen sich wieder Stimmen mischen sich darunter Manchmal sind es Worte manchmal nur Laute die sich im Rhythmus halten.
00:16:31: Es entsteht ein Ablauf, der nicht organisiert wirkt und trotzdem nicht auseinander fällt.
00:16:36: In diesem Ablauf taucht eine Figur auf die in vielen Berichten dieselbe Funktion hat.
00:16:42: Der Teufel steht nicht am Rand sondern mitten drin.
00:16:46: Er wird angesprochen er reagiert er gehört zu diesem Geschehen.
00:16:50: Wie er genau aussieht variiert.
00:16:52: In manchen Beschreibungen ist er kaum von einem Menschen zu unterscheiden.
00:16:55: In anderen trägt er Merkmale die ihn davon absetzen.
00:16:59: Entscheidend ist weniger das Aussehen als die Rolle.
00:17:02: Er ist der Bezugspunkt, auf den sich alles richtet.
00:17:06: Auch die Handlungen folgen keinem vertrauten Muster.
00:17:09: Dinge, die aus dem religiösen Alltag bekannt sind tauchen in veränderter Form wiederauf.
00:17:14: Gesten werden wiederholt aber anders ausgeführt.
00:17:17: Es wird gegessen es wird geteilt Aber die Ordnung die solche Handlungen sonst strukturiert fehlt.
00:17:23: Vertrautes bleibt erkennbar funktioniert aber nicht mehr auf die gleiche Weise Auffällig ist, wie ähnlich sich diese Beschreibungen sind.
00:17:32: Unabhängig davon wo sie entstehen greifen Sie auf die selben Elemente zurück – der Aufbruch in der Nacht?
00:17:37: Der Weg nach oben?
00:17:38: Die Versammlung?
00:17:39: Der Tanz?
00:17:40: Die Figur im Zentrum?
00:17:42: Das wirkt nicht zufällig!
00:17:45: Die Einordnung dazu haben wir in der Hexenverfolgungsfolge ausführlich gemacht.
00:17:49: Diese Bilder entstehen nicht frei sondern in einem Rahmen der sie vorgibt.
00:17:53: In Verhören wird nach genau solchen Abläufen gefragt und die Antworten greifen sie auf.
00:17:58: Dadurch verfestigt sich eine Struktur, die immer wieder erzählt werden kann.
00:18:04: Und genau das macht diese Nacht so wirkungsvoll!
00:18:06: Sie bekommt eine Form, die sie wiederholen lässt – einen Ablauf der verstanden wird auch wenn niemand ihn selbst erlebt hat.
00:18:13: Wenn dann ein Ort wieder Brocken genannt wird, fügt sich dieses Bild einfach ein.
00:18:18: Der Berg liefert den Raum?
00:18:20: Die Erzählung liefert die Szene… Und zusammen entsteht eine Nacht, die so klar beschrieben wird, dass sie irgendwann wirkt als hätte es sie wirklich gegeben.
00:18:33: Spätestens mit Goethe wird aus der Walpurgis-Nacht mehr als ein Motiv aus Predigtprozess und Volks glauben – sie wird Literatur!
00:18:42: Und sie wird dabei nicht kleiner sondern größer beweglicher vielstimmiger.
00:18:46: Goetha greift das Thema nicht nur einmal auf, sondern mehrfach und gerade daran lässt sich gut sehen wie anschlussfähig diese Nacht für ihn war… Als Schauplatz, als Bild, als satirische Bühne und als Stoff für eine eigenständige Ballade.
00:19:01: Faust – der Tragödieer erster Teil erscheint in den letzten Jahren.
00:19:05: Darin folgen auf die eigentliche Walpurgisnacht, unmittelbar der Walpugisnachts-Draum und damit ein ausdrücklich eingeschobenes Intermezzo, ein Stück im Stück das den Berg noch einmal in eine andere spielerische Theatrale Form
00:19:19: übersetzt.".
00:19:21: Wenn man Goethe hier biografisch einordnet, muss man zwei Orte sauber auseinanderhalten.
00:19:26: Leipzig gehört zu seinem frühen Leben – der Brocken zu seiner späteren Arbeit.
00:19:31: Goetha immatrikuliert sich am neunzehnten Oktober, siebzehnhundertfünfundsechzig in Leipzig für Jura und bleibt dort bis zum achtenzwanzigsten August, siebenhundertachtundsechszig.
00:19:41: Er besucht die Juristenfakultät nach Auskunft des Universitätsarchivs Eher selten, dafür wird der Zeichenunterricht bei Adam Friedrich Özer in der Bleisenburg wichtig.
00:19:51: Also genau an dem Ort, an dem heute das neue Rathaus steht.
00:19:55: Leipzig ist für Goethe deshalb mehr als nur Studienort – hier prägen ihn Kunst, Theater, Gesellschaft und die Stadterfahrung, die später auch in Faust einfließt.
00:20:05: Dass ausgerechnet Auerbachs Keller im Drama so prominent wird, ist also kein dekorativer Einfall sondern hängt mit einem realen biografischen Leipzig zusammen.
00:20:14: Der Brocken gehört dagegen in die Weimarer Zeit.
00:20:17: Goethe's erste belegte Brockenbesteigung fällt auf den zehnten Dezember, siebzehnhundert und siebenzig.
00:20:22: Von dort führt eine direkte Linie zur Harzreise im Winter aber eben auch zu jener Bildwelt, in der der Brocken zum literarischen Walpurgestnachtort werden kann.
00:20:32: Goethem musste sich diesen Ort also nicht nur aus Büchern zusammensetzen erkannte die Landschaft ihre Höhe, ihre Witterungen, ihren Ruf und die Art wie sie sich dem Blick entzieht.
00:20:43: In Faust I nutzt er den Stoff dann auf mehrere Arten zugleich.
00:20:47: Die eigentliche Walpurges Nacht ist eine dichte, überbordende Berg-Szene voller Bewegung, Stimmen und Verzerrungen.
00:20:55: Die Szene arbeitet dabei mit einer bewussten Überladung – Figuren tauchen auf und verschwinden wieder, Stimmen überlagern sich und ein stabiler Raum entsteht gar nicht erst!
00:21:05: Orientierung geht verloren.
00:21:07: Was bleibt es?
00:21:07: der Eindruck das ich nicht nur Figuren bewegen sondern Wahrnehmung selbst ins Rutschen gerät?
00:21:12: Der Walpurgisnachtstraum wirkt dabei fast wie ein Gegenstück.
00:21:17: Statt Überforderung entsteht hier eine bewusst künstliche, spielerische Bühne.
00:21:21: Das Geschehen wird nicht mehr erlebt sondern kommentiert und überzeichnet.
00:21:25: Neben dem Faust schreibt Goethe im Jahr seventeenhundert neunundneinzig einen eigenständigen Text der dieselbe Nacht aus einer anderen Perspektive erzählt Die erste Walp-Purgis nacht.
00:21:37: Diese Ballade schreibt Göthe im Sommer siebzehnhundertneunund Neunund neunzig.
00:21:40: Sie verbindet, weil purges Nacht nicht einfach mit Hexen sabbert, sondern erzählt von einem älteren heidnischen Brauch der unter christlichem Druck nur noch maskiert überleben kann.
00:21:52: Die Menschen auf dem Berg sind hier keine Hexens im frühneuzeitlichen Verfolgungs-Sinn, sondern Heiden die ihre Frühlingsfeier retten indem sie sich selbst wie Teufel und Dämonen inszenieren um die christlichen Wächter abzuschrecken.
00:22:05: Goethe verschiebt die Perspektive also bewusst.
00:22:07: Er nimmt denselben Berg dieselbe Nacht und dieselbe Bildwelt, aber erzählt nicht die Verfolgungsfantasie sondern ein listiges Gegenstück dazu.
00:22:16: Die Ballade ist erzählerisch klarer gebaut als die Faustszene – sie hat einen Zug nach vorn und beginnt sofort mit Jahreszeit Raum- und Bewegung.
00:22:25: Goetha dachte die erste Walpurgisnacht von Anfang an in Richtung Vertonung und wandte sich an Karl Friedrich Zelter.
00:22:32: Vollendet wurde daraus zunächst nichts.
00:22:35: Zelta soll nach dem Lesen ausgerufen haben, wer das vertonen will muss erst die alte abgetragene Kantatenuniform ablegen.
00:22:43: Erst Felix Mendelssohn Bartoldi Schüler von Zelta griff den Text auf.
00:22:49: Der Bärenreiterverlag hält fest dass die noch heute maßgebliche Fassung des Werks, Es lacht der Mai, Der Wald ist frei Von Eis und Reif gehänge, Der Schnee isst fort Am grünen Ort erschallend Lust gesinge.
00:23:14: Ein reiner Schnee liegt auch auf der Höhe.
00:23:15: Doch eilen wir nach oben.
00:23:17: Begehen den alten Heilgenbrauch Alfhater dort zu loben Die Flammelotre durch den Rauch Begeht den alten heilgen Brauch Hinauf hinauf Alfhata dort zu loben So wird das Herz erhoben.
00:23:31: Könnt ihr so verwegen handeln?
00:23:33: Wollt ihr denn zum Tode wandeln, kennet ihr nicht die Gesetze unserer strengen Überwinder?
00:23:38: Ringsgestellt sind ihre Netze auf die Heiden.
00:23:41: Auf die Sünden!
00:23:42: Ach sie schlachten auf dem Walle.
00:23:44: unsere Väter, unsere Kinder und wir alle nahen uns gewissem Falle.
00:23:49: Auf das Lagershof im Walle schlachten Sie unsere Kinder.
00:23:53: Ach die strengeren
00:23:54: Überwinter.".
00:23:56: Wer Opfer heute zu bringen scheut verdient erst seine Bande.
00:24:00: Der Wald ist frei, das Holz herbei und schichtet es zum Brande.
00:24:05: Doch bleiben wir im Buschrevier am Tag noch im Stellen- und Männer stellen wir zu Hut um eurer Sorge Willen!
00:24:12: Dann aber lasst mit frischem Mut uns unsere Pflicht erfüllen.
00:24:15: Kinauf, kinauf verteilt euch wacke Männer hier Verteilt euch, bakre Männer hier durch dieses ganze Waldrevier und wachet hier im Stillen wenn sie die Pflicht erfüllen.
00:24:27: Diese dumpfen Pfaffenkristen lasst uns Keks sie überlisten.
00:24:31: mit dem Teufel den Sie fabeln wollen wir sie selbst erschrecken.
00:24:35: Kommt!
00:24:35: Kommt mit Zacken und mit Gabeln und mit Glut- und Glapperstöcken lärmen wir bei Nächtegeweile durch die engen Felsenstrecken.
00:24:43: Cows und Eule heulen in unser Rundgeheule.
00:24:46: Kommt, kommt, kommt.
00:24:49: Kommt mit Zacken und mit Gabeln wehrt Häufel den sie fabeln, Und mit wilden Klapperstöcken durch die engen Schälze strecken.
00:24:55: Kauts-und Eule heul in unser Rundgeheule!
00:24:58: Kommt, kommt,
00:25:00: kommt!".
00:25:01: So weit gebracht dass wir bei Nacht Allvater heimlich singen.
00:25:04: Doch es ist Tag sobald man mag Ein reines Herz dir bringen.
00:25:08: Du kannst zwar heut' und manche Zeit dem Feinde viel erlauben.
00:25:12: Die Flamme reinigt sich von Rauch.
00:25:13: Zu Reinig unseren Glauben Und raubt man uns Den alten Brauch Dein Licht wer willes rauben?
00:25:25: Die Flamme reinigt sich vom Rauch, so reinig unseren Glauben.
00:25:47: und raubt man uns den alten Brauch Dein Licht, wer kann es rauben?
00:25:55: Mit Gülte ist der Brocken endgültig im kulturellen Gedächtnis angekommen.
00:25:59: Aber dabei bleibt das nicht!
00:26:01: Der Berg wird nicht nur beschrieben sondern zunehmend aufgesucht.
00:26:05: Was zuvor abgelegen und schwer zugänglich war verändert sich im laufles achzehnten Jahrhunderts und vor allem des neunzehnden Jahrhunders Schritt für Schritt.
00:26:14: Die ersten dokumentierten Besteilungen häufen sich bereits gegen Ende des achzehnten Jahrhunderts.
00:26:19: Der Brocken wird Teil einer Reisellandschaft, die sich nicht mehr nur an gelehrte oder atlige richtet sondern auch ein bürgerliches Publikum.
00:26:26: Der Harz entwickelt sich zu einer der früh erschlossenen Tourismusregionen im deutschsprachigen Raum.
00:26:32: Der Weg nach oben bleibt anstrengend aber er ist kein Ausnahmefall mehr.
00:26:36: Der Berg wird beschrieben, kartiert empfohlen.
00:26:40: Im neunzehnten Jahrhundert verstärkt sich diese Entwicklung.
00:26:42: Reiseberichte, Kartenwerke und frühe Reiseführer machen den Brocken planbar.
00:26:47: Eigenschaften, die zuvor als Hindernis galten – Nebel, Höhe und Unberechenbarkeit – werden jetzt zu Argumenten für den Besuch.
00:26:55: Der Ort verliert einen Teil seines unzugänglichen ohne ganz gewöhnlich zu werden.
00:27:01: Ein entscheidender Einschnitt erfolgt mit dem Ausbau der Infrastruktur.
00:27:05: Mit der Eröffnung der Brockenbahn im Jahr eighteenhundert neunundneinzig verändert sich der Zugang grundlegend!
00:27:10: Heute befördert das Netz der Haarzer Schmalspurbahnen jährliche rund eine Million Fahrgäste und gehört damit zu den wichtigsten touristischen Infrastrukturen der Region.
00:27:19: Der Aufstieg ist nicht mehr ausschließlich an körperliche Leistungen gebunden, der Berg wird erreichbar ohne seinen Ruf ganz zu verlieren.
00:27:26: Er bleibt exponiert aber er ist jetzt eingebunden in ein System aus Wegen Verbindungen und Planung.
00:27:33: Parallel dazu entsteht ein zweites Bild des Harzes.
00:27:36: neben der Landschaft tritt zunehmend eine Vorstellung die gezielt erzählt und weitergegeben wird Hexen, Teufel, Sagenfiguren.
00:27:44: Diese Motive tauchen nicht zufällig auf.
00:27:46: sie greifen das auch was bereits in Literatur und Erzählung vorhanden ist Und machen es für Besucher sichtbar.
00:27:53: Der Brocken steht dabei im Zentrum Aber er ist Teil eines größeren Raumes.
00:27:58: Ein Beispiel dafür ist der Harzer Hexenkstieg Der den Harz von West nach Ost durchquert.
00:28:04: Der Weg ist mehr als eine Strecke zwischen Orten.
00:28:06: Er ist als Erzählungen angelegt.
00:28:08: Namen, Stationen und Beschreibungen greifen die vorhandenen Motive auf und führen sie entlang seiner Route zusammen.
00:28:15: Wer ihn geht bewegt sich nicht durch Landschaft sondern durch eine Abfolge von Bildern, die bereits bekannt sind.
00:28:20: Mit dieser Entwicklung verändern sich auch die Walpurgis Nacht.
00:28:24: Sie bleibt ein Datum aber sie wird zugleich zu einem Ereignis das organisiert wird.
00:28:28: Besonders deutlich zeigt sich das Intale rund um den Hexentanzplatz.
00:28:34: Dort findet eines der größten Walpugisfeste Deutschlands statt.
00:28:37: Das Gelände wird vorbereitet, Bühnen werden aufgebaut, Programme geplant.
00:28:42: Über den Abend hinweg drehten Benz und Künstler auf, Lichtinstallationen strukturieren den Raum und die Nacht folgt einem Ablauf der jedes Jahr wiederkehrt.
00:28:50: Fritale werden regelmäßig rund zwanzigtausend bis dreißig tausend Besucher gezielt, während sich die Zahlen über den gesamten Harz hinweg auf mehrere hunderttausende zumirren.
00:28:59: Viele kommen verkleidet – Hexenhüte, Masken, schwarze Umhänge.
00:29:03: Figuren, die früher als Bedrohung gedacht wurden werden hier bewusst dargestellt.
00:29:08: Die Verkleidung ist Teil der Teilnahme.
00:29:10: Man schaut nicht nur zu man wird Teil des gesamten Bildes.
00:29:15: Ein zentrales Element bleibt das Feuer.
00:29:17: Große Feuerstellen werden entzündet und begleiten den Abend.
00:29:21: Ihre Funktion hat sich verändert aber ihre Form ist geblieben.
00:29:24: Sie strukturieren den Raum ziehen Menschen an machen die Nacht sichtbar.
00:29:28: was früher Schutz bedeutete betäute Atmosphäre.
00:29:32: Auch auf dem Brocken selbst wird bei Purgis Nacht begangen.
00:29:35: Allerdings anders!
00:29:37: Der Zugang ist begrenster, die Veranstaltung kleiner stärker reguliert.
00:29:42: Besucher erreichen den Gipfel zu Fuß oder mit der Brockenbahn – oben gibt es Programme Führungen thematischer Angebote.
00:29:49: Der Berg bleibt präsent aber weniger als Bühne mehr als Bezugspunkt.
00:29:54: Neben Tale und dem Broken verteilt sich die Nacht über die gesamte Region.
00:29:57: Orte wie Wernigerrode, Schirke oder Goslar richten eigene Veranstaltungen aus mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
00:30:04: Manche setzen auf große Bühnen andere auf Märkte und Umzüge.
00:30:07: Die Walpurgis Nacht gehört nicht mehr einem einzelnen Ort sondern einem Netzwerk von Orten die sich darauf beziehen.
00:30:14: Auch außerhalb des Harzes existiert diese Nacht weiter allerdings in veränderter Form.
00:30:19: Der Tanz in den Mai gehörten vielen Regionen zum festen Kalender.
00:30:23: Maibäume werden aufgestellt fester organisiert Feuer entzündet.
00:30:27: Der Bezug zur Walpurgisnacht ist nicht immer ausdrücklich, aber die zeitliche Struktur bleibt erhalten.
00:30:34: Daneben gibt es moderne Formen von Spiritualität, die den ersten Mal bewusst aufgreifen.
00:30:40: In Bewegungen wie Wicca wird Belton als Übergangsfest gefeiert mit Ritualen, die sich auf Natur Fruchtbarkeit und Erneuerung beziehen.
00:30:48: In der Praxis geschieht das oft über Feuer, Kreisrituale oder symbolische Darstellungen von Fruchtbarkeit – etwa durch Tänze um einen Maibaum und die Verbindung von Naturprinzipien.
00:30:58: Diese Praktiken sind jedoch keine direkte Fortsetzung historischer Rituale sondern moderne Deutungen, die verschiedene Quellen miteinander verbinden.
00:31:07: Parallel dazu bleibt die Walpurgis Nacht in der Popkultur präsent.
00:31:11: Filme, Serien und Bücher greifen das Bild immer wieder auf!
00:31:15: Eine Nacht, in der sich etwas versammelt und in den Regeln verschoben werden.
00:31:18: In der Figuren auftreten die sofort erkennbar sind.
00:31:21: Diese Darstellung greifen bekannte Motive auf und halten sie im Umlauf unabhängig davon ob je man selbst im Harz war.
00:31:28: Wenn man diese Ebenen zusammennimmt ergibt sich ein klares Bild.
00:31:33: Die Walpurgis nacht ist heute kein Verdacht mehr und kein Verfahren.
00:31:37: Sie ist einen Termin auf dem man sich vorbereitet Ein Ereignis das geplant wird.
00:31:42: Menschen gehen hin Neben ein Teil bewegen sich bewusst in einem Raum, der mit Bedeutung aufgeladen ist.
00:31:48: Der Berg ist dabei real – die Wege sind real und die Veranstaltungen sind auch real.
00:31:55: Was sich daran anschließt, ist es nicht!
00:31:58: Und genau an dieser Stelle entsteht die Frage, die diese Folge bis hierhin vorbereitet hat….
00:32:02: Wenn man all das kennt … Die Orte, die Geschichten, die Bilder ... Wie sieht diese Nacht dann eigentlich aus?
00:32:08: Wenn man sie zu Ende denkt….
00:32:10: Vielleicht sieht sie so aus... Das Feuer brennt bereits, als du merkst dass du mitten darin stehst.
00:32:20: Es ist kein einzelnes Feuer sondern mehrere flach in den Boden gegraben und sie werfen ein unruhiges Licht auf die Gesichter um dich herum das nichts ruhig lässt.
00:32:30: Schatten schneiden sich gegenseitig verschwinden nicht sauber sondern bleiben hängen als hätten Sie sich in den Körper festgesetzt die sie werven.
00:32:37: Niemand steht still.
00:32:39: Die Bewegungen sind eng zu eng Als man noch sagen könnte wo ein Körper aufhört und der nächste beginnt.
00:32:45: Hände greifen, halten fest lassen wieder los nur um sofort erneut irgendwo anzusetzen.
00:32:51: Der Boden ist festgetreten dunkel an manchen Stellen feucht und bei jedem Schritt gibt der ein wenig nach als wäre er nicht nur Erde sondern etwas das immer wieder geöffnet wurde.
00:33:02: Die Stimmen sind kein durcheinander mehr.
00:33:04: sie haben sich zusammengezogen sind tiefer geworden gleichmäßiger.
00:33:08: Es wird nicht mehr gesprochen sondern gerufen wiederholt in einem Rhythmus der nicht von außen kommt.
00:33:14: Namen fallen nicht, es sind Laute die sich festsetzen.
00:33:17: Die immer wieder kehren bis sie nicht mehr wie Sprache wirken sondern wie etwas das durch den Körper geht.
00:33:23: Der Geruch ist schwer und lässt sich nicht mehr ausblenden.
00:33:27: Rauch liegt darin aber auch etwas anderes betalisches warmes dass ich in den Mund legt und nicht verschwindet.
00:33:33: Es ist der geruch von etwas das nicht mehr lebt aber noch nicht ganz vergangen ist.
00:33:38: Im Zentrum wird Platz gemacht ohne dass es jemand ansagt.
00:33:42: Die Bewegung zieht sich zurück, nicht vollständig aber genug dass ein Raum entsteht der vorher nicht da war.
00:33:48: Niemand tritt hinein niemand muss es erklären.
00:33:51: Es ist klar das dieser Ort nicht für die gedacht ist die Außenstehen.
00:33:55: Das Tier wird gebracht Es währt sich nicht mehr richtig nur noch sprach als hätte es den Widerstand längst aufgegeben.
00:34:02: Zwei halten es fest nicht vorsichtig sondern sicher Als wüssten sie genau wo sie greifen müssen.
00:34:08: Die Stimmen werden lauter, ziehen sich enger zusammen und vor einem Moment gibt es nichts anderes mehr als diesen Klang und das Zucken des Körpers der festgehalten wird.
00:34:17: Das Blut kommt schneller als man erwartet!
00:34:21: Es ist warm, zu hell im Licht der Flammen und es bleibt nicht dort wo es sein sollte.
00:34:25: Hände greifen hinein nicht zögerlich sondern selbstverständlich als wäre das Teil dessen weshalb man hier ist!
00:34:31: Es tropft auf den Boden vermücht sich mit dem was schon dort ist und der Geruch wird dichter schwerer kaum noch zu unterscheiden... Der Rhythmus kippt nicht.
00:34:40: die Bewegungen passen sich an enger schneller als würden sie etwas nachholen dass Zulange hinausgezögert wurde.
00:34:46: Körperstoßen aneinander bleiben, hängen lösen sich wieder und es wird unmöglich Abstand zu halten.
00:34:52: Der eigene Schritt geriet hinein ohne dass du ihn bewusst setzt.
00:34:56: Du bist Teil davon bevor du merkst das du dich nicht mehr außerhalb bewegst.
00:35:01: Und dann ist er da Nicht angekündigt, nicht gerufen sondern einfach mitten im Raum als hätte er nie gefehlt.
00:35:09: Wer Teufel steht dort wo eben noch nichts war und nichts an ihm blöckt fremd genug um ihn nicht zu erkennen?
00:35:15: Er bewegt sich nicht wie die anderen, er muss es nicht.
00:35:18: Alles richtet sich ohnehin auf ihn aus.
00:35:20: Die Stimmen brechen nicht ab Sie ziehen sich zusammen während zu einem einzigen Klang der sich durch den ganzen Platz legt.
00:35:26: Es gibt keinen Zweifel mehr daran dass das was hier geschieht nicht nur gespielt wird.
00:35:30: Es ist kein Verstellen, kein Maskieren Nichts was für Außenstehende gedachtes Es passiert weil es passieren soll.
00:35:38: Der Blick hebt sich Und vor einen Moment trifft er dich fest.
00:35:43: Es ist kein langer Augenblick, aber lang genug um zu wissen dass du nicht einfach nur dabei bist.
00:35:48: Dass Du gesehen wirst, dass Du längst Teil von etwas bist das nicht erst mit Dir begonnen hat.
00:35:55: Dann löst sich der Raum Nicht plötzlich!
00:35:59: Nicht mit einem Ende sondern so als würde etwas loslassen das Dich festgehalten hat.
00:36:04: Die Stimmen fallen auseinander die Bewegungen verlieren ihrem Zusammenhang Das Feuer brennt wieder für Sich Der Platz ist derselbe, der Boden fest die Luft kälter als sie eben noch war.
00:36:43: Gibt es da auch eine Tradition, Hexen feiern oder Walpurgis Nacht zu feiern?
00:36:50: Oder heißen die Orte einfach nur so, weil sie so heißen.
00:36:56: Also ich musste immer an das eine Beispiel von einem Dorf in dem ich nicht in Namen denke, indem ich nicht aufgewachsen bin aber eine Freundin von mir und wir haben mal in der...
00:37:07: Ich
00:37:07: glaube, dass mich irgendwie siebte oder achte Klasse meinen Referat darüber gehalten.
00:37:12: Da ging es um eine Geschichte, wo ein junges Mädchen als Hexe verbrannt wurde und das war die letzte Hexe, die dort verbrannt wurde.
00:37:19: Und es gibt in diesem Dorf die Tradition von der Kirche aus tatsächlich, dass sie dort irgendwie so wie eine Art Feier auf diesen Platz machen, wo man dann auch einen Lagerfeuer gibt und Stockbrot usw.
00:37:33: Aber sonst mit so mega viel Tradition ist das bei uns eigentlich gar nicht verbunden.
00:37:37: also es gibt diese Orte... Und in vielen Dörfern gibt's halt auch solche Plätze, aber so sehr viel passieren tut dann nicht.
00:37:44: Also bei Purgis Nachtfeien kommt gerade aktuell für mich oder meine Empfinden in dieser Region ein bisschen wieder einen Trend vor allem Leute die sich so esoterisch beschäftigen da irgendwie wieder drauf kommen.
00:37:56: Aber so lange Tradition hat das jetzt ich gesagt bei uns nicht.
00:37:59: Den Eindruck hab' ich hier bei mir auch, dass ist ja ein Erfolger auch erwähnt Das war irgendwie so diese Ursprungsfeier, erster Mai, Walpurgis Nacht.
00:38:08: Oder das feste Heiligen Walburger.
00:38:10: Hier unterschiedliche Ausprägungen hat und für mich war es immer Walpurches Nacht.
00:38:15: Aber seit ich jetzt hier in NRW wohne habe ich zum ersten Mal richtig auch die Maibaum- und Mayabend-Traditionen mitbekommen.
00:38:23: Es läuft ja gerade hier am Freitag durch die Stadt gelaufen und war ganz erschlagen von so vielen Menschen Traditionellen Uniformen, das glaube ich hier.
00:38:31: Das sechsehundert was auch immerste.
00:38:34: Sechsehnunddreißig oder irgendwie was über sechshundert?
00:38:38: So viele gibt es da sich schon.
00:38:39: und dann habe ich dann auch mal gelesen und eben so diese Tradition in den Baum zu klauen.
00:38:44: Was weiß ich, sowas kannte ich gar nicht.
00:38:45: Das war mir völlig neu.
00:38:47: Also kann jeder für die selber entscheiden möchte man lieber um einen Baum tanzen, was ja auch so ein bisschen skandinavisch ist.
00:38:53: Ich weiß nicht ob jemand den Film mit Sommer gesehen hat von Ari Ester muss ein bisschen sehr eskaliert Oder eben lieber auf Hexen steht, aber letztendlich eine nette Feier in den Mai hinein ist ja nie so verkehrt.
00:39:06: Da sagt keiner Nein weil bei Feiern gibt es immer leckere Getränke und leckeres Stacks.
00:39:15: Erstens die Walpurgis Nacht hat ursprünglich nichts mit Hexzen zu tun.
00:39:20: Der erste Mai war bereits vor der Christianisierung ein wichtiger Übergang im Jahreslauf etwa im Kältischen Beltanefest.
00:39:27: Es später wurde die Nacht durch literarische und kulturelle Entwicklung mit Hexen in Verbindung gebracht.
00:39:34: Der Name selbst geht auf die heilige Walburga zurück, deren Gedenktag auf den ersten Mai fällt.
00:39:40: Zweitens der Brocken ist nicht der Ursprung der Hexendlegende nur ihr bekanntester Ort.
00:39:45: Die Vorstellung von Hexentreffen entsteht in theologischen und juristischen Texten der frühen Neuzeit – nicht an einem konkreten Berg.
00:39:52: Der Brocken wird erst später zum zentralen Schauplatz, weil er auffällig schwer zugänglich und literarisch stark verarbeitet ist.
00:39:59: Vor allem durch Goethe!
00:40:01: Drittens – Goethey hat den Brocken selbst bestiegen und daraus Literatur gemacht.
00:40:06: Seine erste belegte Besteigung fand am zehnten Dezember-Siebhunderts-Sebenundseipzig statt also lange nach seiner Leibziegerstudienzeit.
00:40:14: Die Erfahrungen aus dem Haars bließen in den Faust ein wo die Weihpurgis Nacht zur ikonischen Szene wird.
00:40:20: Parallel dazu schreibt er mit, die erste Walpurgisnacht eine Ballade, die die Nacht ganz anders deutet.
00:40:28: Viertens der berühmte Hexentanzplatz liegt gar nicht auf dem Brocken.
00:40:32: Er befindet sich bei Tale rund zwanzig Kilometer entfernt gegenüber der Rostrappe im Bodetal.
00:40:38: trotzdem gehört er zum selben Erzählraum des Harzes in dem sich viele Sagen überlagern.
00:40:43: Genau diese Dichte an Geschichten macht die Region so anschlussfähig für die Walpurches nachts.
00:40:49: Fünftens Die größte Waldburg ist nach Deutschland, findet heute in Thales statt mit zehntausenden Besuchern.
00:40:55: Dort wird die Nacht jedes Jahr als großes Event mit Bühnen Feuer und Verkleidung inszeniert.
00:41:02: Als früher gefürchtet wurde, wird heute bewusst gespielt und gefeiert.
00:41:06: Die Struktur ist geblieben nur die Bedeutung hat sich komplett verschoben.
00:41:13: Der Weg ist noch da, genau wie zuvor nur wirkt er jetzt kürzer als hätte er sich zurückgezogen.
00:41:19: Das Licht ist verschwunden der Rauch hängt nicht mehr in der Luft und die Geräusche die eben noch nicht einzuorten waren sind verstummt als hätte es sie nie gegeben.
00:41:27: Zwischen den Bäumen bleibt nichts zurück das ich festhalten lässt Da.
00:41:31: Boden ist fest Die Konturen klar Und alles wirkt wieder so Als hätte sich hier nie mehr abgespielt als ein gewöhnlicher Aufstieg.
00:41:38: Keine Prozesse mehr, keine Geständnisse.
00:41:41: Kein Ort an dem etwas bewiesen werden müsste!
00:41:43: Und doch ist die Nacht noch da?
00:41:45: Sie steht weiterhin im Kalender, kehrt jedes Jahr zurück und braucht keinen Beweis um verstanden zu werden.
00:41:51: Vielleicht ist es nicht wichtig ob dort je jemand war sondern dass wir bis heute wissen wann wir hinschauen müssen.
00:42:00: Das war Radio Obskura.
00:42:02: Wenn euch diese Folge gefallen hat dann bleibt auf Frequenz.
00:42:06: folgt uns und lasst gerne eine Bewertung da.
00:42:09: Wir hören uns bis dahin.
00:42:10: Bleibt
00:42:10: mit eurem Besen außerhalb von Halteverbot zu.
00:42:12: Bleibt
00:42:13: bei euch,
00:42:14: bleibt im Dunkeln
00:42:15: und Radio aus!
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