#030: Mount Everest - Der Tag, der zur Katastrophe wurde

Shownotes

🎧 Worum geht’s in dieser Folge?

Im Mai 1996 treffen am Mount Everest zwei der bekanntesten kommerziellen Expeditionen ihrer Zeit auf dieselbe Route, dasselbe Wetterfenster und denselben Gipfel. Was als organisierter Aufstieg beginnt, kippt innerhalb weniger Stunden in eine der bekanntesten Bergkatastrophen des 20. Jahrhunderts.

Radio Obscura rekonstruiert die Abläufe dieser Nacht Schritt für Schritt: von den Teams um Rob Hall und Scott Fischer über Stau, Sauerstoffprobleme und Whiteout bis zu den letzten Funkgesprächen am Berg. Dabei geht es nicht nur um das Unglück selbst, sondern auch um die Frage, wie der Everest 1996 bereits zum Geschäft geworden ist und warum die Deutung dieser Katastrophe bis heute umkämpft bleibt.

Kapitel

(00:00:00) Opening: Funkstille (00:01:56) Intro & Begrüßung (00:04:12) Die Expeditionen (00:12:30) Der Weg nach oben (00:15:13) Der Gipfeltag beginnt (00:21:27) Der Punkt ohne Umkehr (00:30:33) Der Sturm (00:37:56) Allein am Berg (00:43:58) Die, die zurückkommen (00:48:18) Danach (01:09:00) snacks.fm (01:10:59) Das große Grab

📚 Quellen & Literatur

• Adventure Consultants (Hg.): History, Lake Hāwea o. J. • American Alpine Club (Hg.): Scott Fischer, 1956–1996, Golden 1997. • American Alpine Club (Hg.): Asia, Nepal, Mount Everest, Activity in the Pre-Monsoon Season, Golden 1999. • American Alpine Club (Hg.): Asia, Nepal, Mount Everest, North Ridge, Ascent and Tragedy, Golden 1999. • Boukreev, Anatoli / DeWalt, G. Weston (Hg.): The Climb. Tragic Ambitions on Everest, New York 1997. • Breashears, David / Salkeld, Audrey (Hg.): High Exposure. An Enduring Passion for Everest and Unforgiving Places, New York 1999. • Broughton Coburn (Hg.): Everest. Mountain Without Mercy, Washington 1997. • Encyclopaedia Britannica (Hg.): 1996 Mount Everest disaster, Chicago 2025. • Encyclopaedia Britannica (Hg.): Mount Everest. Developments since 1965, Chicago 2026. • Eurocopter (Hg.): AS350 B3 High Altitude Flight Tests, Marignane 2005. • Fédération Aéronautique Internationale (Hg.): Everest Helicopter Landing Record. Didier Delsalle, Lausanne 2005. • Fox, Charlotte (Hg.): A Time to Live. Surviving the Deadliest Everest Season, Guilford 2021. • Hunt, John (Hg.): The Ascent of Everest, London 1953. • Karničar, Davo (Hg.): Ski Descent of Mount Everest, Ljubljana 2000. • Krakauer, Jon (Hg.): Into Thin Air. A Personal Account of the Mt. Everest Disaster, New York 1997. • Krakauer, Jon (Hg.): The YouTuber on a Mission to Trash My Book, New York 2025. • Mountain Madness (Hg.): Our History, Seattle o. J. • Nepal Telecommunications Authority (Hg.): Satellite Internet Services in Everest Region, Kathmandu 2020. • Outside (Hg.): Everest a Year Later. False Summit, Santa Fe 1997. • Outside (Hg.): Take a Number, Santa Fe 2012. • PBS Frontline (Hg.): Storm Over Everest, Boston 2008. • Reuters (Hg.): Nepal sharply hikes permit fee for Everest climbers, London 2025. • Reuters (Hg.): Nepali Sherpa scales Mount Everest for a record 31st time, London 2025. • SheKnows (Hg.): Everest: Rob Hall’s daughter speaks out about the father she never knew, New York 2016. • Weathers, Beck (Hg.): Left for Dead. My Journey Home from Everest, New York 2000. • West, John B. (Hg.): High Life. A History of High-Altitude Physiology and Medicine, New York 1998.

📡 Links & Kontakt

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🎙️ Hosts: Svea & Tim

Transkript anzeigen

00:00:03: Bekomme kaum noch Luft durch die Maske.

00:00:06: Jeder Atemzug fühlt sich an, als würde ich ihn erst suchen müssen irgendwo hinter dem Druck, hinter dem Rauschen, hinter diesem dünnen Rest von Sauerstoff der nicht mehr reicht.

00:00:15: Ich ziehe Luft ein, warte, ziehe noch einmal aber es kommt nichts hinterher.

00:00:20: Nur dieses leere Nachsetzen als hätte der Körper vergessen wie atmen funktioniert.

00:00:25: Meine Hände spüre ich nicht mehr.

00:00:28: Ich weiß dass sie da sind irgendwo vor mir Aber Sie gehören nicht mehr zu mir.

00:00:32: Die Fingern bewegen sich nicht oder vielleicht bewegen sie sich doch und ich merke es nur nicht.

00:00:38: Der Wind geht durch alles hindurch, durch die Kleidung, durch den Haut bis in etwas das ich nicht mehr benennen kann.

00:00:46: Ich sitze hier weil ich kurz stehen bleiben wollte Nur einen Moment!

00:00:51: Die Gipfel war so nah dass ich ihn sehen konnte.

00:00:54: Jetzt ist er verschwunden Oder ich sehe ihn einfach nicht mehr.

00:01:00: Macht keinen Unterschied.

00:01:02: Im Funk höre ich Stimmen Erst noch Bruchstücke dann wird es klarer.

00:01:06: Sie sagen meinen Namen, irgendjemand fragt wo ich bin.

00:01:10: Ich antworte langsamer als ich denke oder ich denke langsame als ich spreche – ich weiß es nicht mehr genau!

00:01:18: Ich sage ihr dass ich sie liebe.

00:01:21: Das kommt ohne nachdenken.

00:01:22: Kein großes Wort, kein letzter Satz einfach das was noch übrig ist wenn alles andere wegfällt.

00:01:29: Ich weiss da sich nicht mehr runterkomme.

00:01:35: So wie der Druck in der Brust, so wie diese Müdigkeit die nicht mehr weggeht.

00:01:39: Könnte jetzt ...die Augen schließen!

00:01:42: Nur kurz...der Funk knackt.

00:01:45: Jemand sagt noch etwas.

00:01:47: Ich verstehe es nicht mehr.

00:01:49: Dann ist das ruhig.

00:01:53: Willkommen bei Radio Obscura.

00:02:17: Schönes ihr eingeschaltet habt beim Podcast über Creatures Crime und Mystery.

00:02:21: Wir erzählen von Geschichte, Gegenwart- und Grenzbereichen Mal real mal unerklärlich

00:02:26: Vom Meeresgrund bis zur Umlaufbahn, vom Labor bis zur Legende.

00:02:30: Wir fragen was passiert ist und was davon bleibt?

00:02:33: Ich bin Zvere.

00:02:34: Und ich bin Tim!

00:02:35: Auch in dieser Folge befinden wir uns auf dem Everest.

00:02:39: Ja und während wir hier sitzen am Gipfel auf über acht tausend Metern Höhe gucken wir auch unser Instagram Profil im Sehen.

00:02:46: Ah guck mal.

00:02:47: ja wir haben immer noch nicht achttausend achtenfünfzig Komma Acht sechs Follower... ...und Likes.

00:02:55: Also ähm Ja folgt gerne rein Radio, Obscura, Podcast alles klein und zusammengeschrieben.

00:03:01: Dort findet ihr wie immer die Bilder zur Folge.

00:03:05: und wenn ihr uns motivieren möchtet noch weiter hochzuklettern auf dem Everest dann lasst auch gerne eine Bewertung da bei dem Podcatcher.

00:03:14: eurer Eures Vertrauens.

00:03:16: das würde uns sehr freuen hilft uns weiterzuwachsen weil der Everest ja auch jedes Jahr weiter wächst.

00:03:22: aber er wächst ein bisschen kleiner als wir.

00:03:23: es wollen nicht immer nur so einen Millimeter Wir wollen schon, es ist schon Weltherrschaft was wir jetzt anstreben hier.

00:03:29: Ja wir müssen gar nicht so viel klären denn wir sind ja in der Doppelfolge zum Everest.

00:03:34: Wir hatten letzte Woche die Einführung von Svea Teil eins.

00:03:38: also wenn euch der Everest grundsätzlich interessiert und ihr gerade zufällig drüber gestolpert seid hört da gerne rein.

00:03:44: alle die uns sowieso hören.

00:03:45: ihr wisst ja jetzt schon alles aus der ersten Folge und wir können eigentlich direkt in die folge einsteigen ohne ja ohne weiteres Giprabbel.

00:03:56: Und das tun wir jetzt auch einfach.

00:03:58: Eis kalt, so sind wir halt manchmal.

00:04:00: Verwegender Söldner der Liebe.

00:04:05: Ja des Bergsteigens!

00:04:13: Im Frühjahr nineteen- sechsohn neunzig stehen am Everest zwei Expeditionen die sich auf den ersten Blick ähneln und sich im Detail doch deutlich unterscheiden.

00:04:23: Auf der einen Seite steht Rob Hall mit Adventure Consultants Auf der anderen Scott Fischer mit Mountain Madness.

00:04:30: Beide führen zahlende Kunden auf denselben Berg entlang derselben Route im selben Zeitfenster.

00:04:36: Aber sie tun das auf unterschiedliche Weise.

00:04:39: Rob Hall bringt für dieses Geschäft genau die Eigenschaften mit, die man sich von einem Expeditionsleiter wünscht – wenn man selbst nicht zu den besten Alpinisten der Welt gehört!

00:04:47: Er kommt aus Christchurch ist Teil der neuseeländischen Bergsteiger-Szene und hat sich zunächst gemeinsam mit Gary Ball einen Namen gemacht.

00:04:55: In九zehntneinzig schaffen Hall & Ball die Seven Summits in sieben Monaten.

00:05:00: Adventure Consultants erinnert daran, wie sehr diese Unternehmung in Neuseeland bereits zum Medienereignis wurde.

00:05:06: Paul erscheint in Erinnerungen seiner Weggefährten nicht als lauter Draufgänger sondern als ruhiger, planender, beinahe sachlicher Organisator.

00:05:15: Auf der Adventure Consultens-Seite wird genau das betont – seine Fähigkeit Dinge zu ordnen vorzubereiten und in schwierigen Lagen kontrolliert zu bleiben!

00:05:25: In dem Jahr für Hall mit Barry und Guy Cotter die erste kommerziell erfolgreich organisierte Everest-Explition der Firma.

00:05:33: Sechs Kunden erreichen den Gipfel – dieses Ergebnis ist für die Branche ein Signal!

00:05:38: Es zeigt, dass sich Hochgebirgsführungen am Everest nicht nur denken sondern verkaufen lassen.

00:05:44: Bis neunzehnt sechsohnneunzig ist Hall deshalb nicht einfach ein weiterer Guide am Berg, sondern einer der Namen, denen Kundinnen und Kunden bewusst vertrauen.

00:05:52: Adventure-Konsulten zählt fest, dass Hall für die Saison nineteenundneinzig den Australier Mike Groom und den Neuseeländer Andy Harris als zusätzliche Guides engagiert.

00:06:02: Die Struktur seiner Expedition ist klar – er selbst führt, Groom & Harris unterstützen, Sharepass tragen und sichern die Infrastruktur, die Kunden sollen mit dieser Hilfe den Gipfel erreichen!

00:06:14: In den verfügbaren Zusammenfassungen zu Hall wird immer wieder hervorgehoben, das ein Ruf auf Verlässlichkeit beruhte.

00:06:20: Genau das macht seine Expeditionen für Außenstehende attraktiv und erklärt, warum sich Menschen mit sehr unterschiedlichem Hintergrund seiner Gruppe anschließen.

00:06:29: Das Gottfischer wirkt daneben fast wie eine Gegenfigur, obwohl er im Kern dasselbe Geschäft betreibt.

00:06:34: Mountain Madness beschreibt seine eigenen Ursprünge als Projekt aus Abenteuerlust, Gemeinschaft und dem Wunsch andere in diese Welt mitzunehmen.

00:06:42: Fischer gründet die Firma mit Wes Kraus.

00:06:45: Die offizielle Firmengeschichte erinnert an die Kilimanjaro-Jahre und den Drangen aus schwierigen Bergen nicht bloß private Erfolge, sondern gemeinsam erlebbare Unternehmungen zu machen.

00:06:55: Anders als Hall trägt Fischer aber schon vor an uns das Image des außergewöhnlich starken Hochalpinisten.

00:07:02: Die Mountain Madness Seite nennt Katz II und Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff und Lotze als erste amerikanische Besteigung.

00:07:10: Der Nachruf des American Alpine Club ergänzt Broad Peak, K.A.K.

00:07:16: und seinen Ruf als Mr Rescue.

00:07:20: Das ist eine andere Währung als Halls organisatorische Zuverlässigkeit – bei Hall kauft man Ordnung!

00:07:26: Bei Fischer eher die Aura des kompromisslosen Könners der mit Graschtkarisma und Erfahrung fast jedes Gelände beherrscht.

00:07:35: Diese Unterschiede prägen auch die Firmenkultur.

00:07:38: Adventure-Konsultens erscheint in den Rückblicken stärker durchstrukturiert, fast protokollarisch.

00:07:43: Mountain Madness verkaufte erkennbar mehr den Geist des Abenteuers – ohne deshalb weniger professionell zu sein!

00:07:49: Die eine Firma wirkt wie ein präzise aufgebautes Hochgebirgsunternehmen die andere wie ein Unternehmen das aus der Persönlichkeit seines Gründers herausgewachsen ist.

00:07:58: Für Kundinnen und Kunden heißt es neunzehn sechsundneinzig.

00:08:01: nicht dass eine Expedition vernünftig und die andere leichtsinnig wäre.

00:08:05: Es bedeutet eher, dass man zwischen zwei Stilen wählt.

00:08:08: Dem kalkulierten, disziplinierten Zugang eines Mannes der seine Reputation über wiederholbare Erfolge aufgebaut hat und dem Zugang des Guides dessen eigene Grenzüberschreitungen Teil seines Marktwärts geworden sind.

00:08:21: Zu Halls Kundengruppe gehört John Krakauer.

00:08:25: er ist kein beliebiger Tourist sondern Journalist der Zeitschrift Outside.

00:08:30: In der Einladung von Into Fine Air, so deutsch in eisigen Höhen schreibt er selbst das ihn outside im März九zehneinzig nach Nepal schickte um an einem geführten Errorist-Aufstieg teilzunehmen und darüber zu schreiben.

00:08:43: Gleichzeitig war er einer von acht Kunden in Halls Expeditionen.

00:08:47: Diese Doppelrolle ist für die spätere Erzählung entscheidend.

00:08:50: Krakauer ist nicht bloß Beobachter sondern Teil der Gruppe abhängig von derselben Logistik den selben Entscheidungen denselben Verzögerungen.

00:08:59: Er wird deshalb später zum wichtigsten Erzähler dieser Katastrophe, aber eben nicht als Außenstehende sondern als Beteiligter mit Sauerstoffmaske, Müdigkeit und Schuldgefühlen.

00:09:09: Dark Hansen bringt eine andere Art von Geschichte in dieselbe Expedition.

00:09:14: PBS beschreibt ihn als Post-Angestellten aus dem Bundesstaat Washington der seit zwölf Jahren kletterte und nineteenhundert fünfundneinzig knapp unterhalb des Gipfels umgedreht hatte.

00:09:24: In Krakauer's Text erscheint er als Postarbeiter aus Seattle, mit dem ihm am Berg eine enge Freundschaft verband.

00:09:32: Hansen reist also nicht als Rainer Neuling an, sondern als Mann der schon einmal fast oben war und zurückkehren musste.

00:09:38: Gerade darin liegt seine Tragik – schon vor dem Gipfeltag!

00:09:42: Er kommt nicht nur um einen Berg zu besteigen, sondern um ein offenes Kapitel zu schließen.

00:09:47: Wer nach einer gescheiterten oder abgebrochenen Expedition widerkehrt bringt selten nur Ehrgeiz mit.

00:09:53: Er bringt oft auch die Last des Fast-Erreichten mit.

00:09:57: Yasuko Namba passt auf den ersten Blicken nicht in das Klischee vom klassischen Extrembergsteiger, gerade deshalb ist sie für diese Geschichte wichtig.

00:10:05: PBS nennt sie eine Geschäftsfrau aus Japan – und wird damit zur zweiten Japanerin die den jeweils höchsten Berg aller Sieben Kontinente bestiegen hat!

00:10:19: Die kommt also nicht als jemand an den Berg, der nur einmal etwas Spektakuläres ausprobieren will sondern als erfahrene systematisch arbeitende Höhlenbergsteigerin mit einem fast vollendeten Projekt.

00:10:30: Ihr Name erinnert daran das gefühlte Expeditionen nicht nur aus unerfahrenen wohlhabenden Bestanden.

00:10:35: in denselben Zelten saßen Menschen mit sehr unterschiedlichem bergsteigerischen Profil einige mit großen Lücken andere mit ehrgeizigen fast abgeschlossenen Lebenszielen.

00:10:46: Beck Werders wiederum ist ein Pathologe aus Texas.

00:10:49: Er reist nicht als sportliche Legende an, sondern als ehrgeiziger Amateur mit Beruf, Familie und einem Leben weit weg vom Hymarleiher.

00:10:58: Solche Figuren machen das System der kommerziellen Expeditionen erst wirklich sichtbar!

00:11:02: Denn Hall und Fischer führen nicht nur Profis oder nationale Elite-Kader, sondern Menschen die ihre alltägliche Identität für einige Wochen hinter sich lassen.

00:11:10: Und in einem extremen Umfeld auf eine Infrastruktur vertrauen – die Erfahrung teilweise ersetzt!

00:11:17: Zur Fischerseite gehören im Kern nicht nur Scott selbst und die zahlenden Kunden, sondern auch Personen, die später für die Deutung der Katastrophe zentral werden.

00:11:24: Der American Alpine Club nennt für seine kommerzielle Expedition zwei weitere Guides sowie Lopsang Sherpa und acht Kunden.

00:11:32: Adventure Consultants benennt für die andere Seite Mike Croum und Andy Harris.

00:11:37: Außerdem wird Anatoly Bugreev ausdrücklich als Guide von Mountain Madness genannt.

00:11:42: In der Teamstatistik von Storm Over Everest, wird außerdem vor Hall namlich Serra Andorje Sherpa sichtbar.

00:11:48: Das ist wichtig weil die Katastrophe von uns in sixundneunzig später oft wie ein Drama einiger weniger westlicher Namen erzählt wird.

00:11:56: Tatsächlich stehen hinter beiden Expeditionen schon vor dem Gipfel-Tag komplexe Arbeits- und Verantwortungsstrukturen mit Guides, Sirdas, Sherpas und Kunden die sehr unterschiedliche Rollen im selben System haben.

00:12:08: Buchriff ist ein erfahrener Höhenbergsteiger dessen Rolle später eine zentrale Bedeutung bekommt gerade weil sich an ihm die Frage entzündet wie man Verantwortung am Everest überhaupt bewertet.

00:12:19: was beide Teams verbindet ist weniger ihr Stil als der Moment in dem sie sich befinden.

00:12:24: Sie stehen am selben Berg, im selben Frühjahr mit demselben Ziel – dem Gipfel.

00:12:31: Der Weg nach oben beginnt nicht am Gipfeltag, er beginnt Wochen vorher und vor allem mit Warten!

00:12:38: Die Expeditionen erreichen das Basislager auf etwa fünftausend dreihundert Metern.

00:12:42: Dort verbringen sie Tage manchmal Wochen ohne den Gipfel wirklich näher zu kommen Nicht weil die nicht wollen sondern weil der Körper es nicht zulässt.

00:12:51: Höhe lässt sich nicht erzwingen, sie muss ausgehalten werden.

00:12:55: Die Teams bewegen sich deshalb immer wieder nach oben und zurück.

00:12:59: Ein erster Aufstieg, ein paar Tage höher dann wieder runter – später ein zweiter Versuch etwas weiter!

00:13:07: Dieser Rhythmus wirkt von außen wie Stillstand ist aber entscheidend.

00:13:11: wer ihn überspringt riskiert das der Körper schon weit unterhalb des Gipfels versagt.

00:13:16: Währenddessen entsteht über ihnen eine Route die es so jeden Tag neu gibt.

00:13:22: Direkt oberhalb des Basislagers liegt der Kumbu-Eisbruch Ein Gebiet, das sich ständig verändert.

00:13:28: Spalten öffnen sich, Eisblöcke verschieben sich Wege verschwinden.

00:13:31: Sherpas gehen voraus, legen Leitern über Abgründende fixieren Seile passen immer wieder alles an.

00:13:38: Wer später dort durchsteigt folgt keinem festen Weg sondern einer Spur die nur für diesen Moment existiert.

00:13:45: Darüber öffnet sich das Western Cam Dann folgt die Lotse Flanke schließlich der Südsattel Stationen, die auf Karten klar wirken in der Realität aber vor allem eines bedeuten.

00:13:56: Zeit, Höhe Belastung und während sich alles nach oben verlagert passiert unten etwas anderes.

00:14:03: Im Basislager wird gewartet auf Wetterfenster auf Stabilität Auf den richtigen Moment.

00:14:09: Es ist kein passives Warten.

00:14:10: es ist ein Zustand indem Entscheidungen vorbereitet werden ohne dass man sie schon treffen kann.

00:14:16: Dann kommt dieser Moment.

00:14:18: Das Wetter öffnet sich für wenige Tage Nicht lange genug um Fehler auszugleichen, nur lang genug um es zu versuchen.

00:14:26: Die Teams steigen auf zum letzten Lager am Südsattel knapp unter acht Tausend Metern.

00:14:32: Von dort startet der Gipfelversuch in der Nacht.

00:14:34: Stirnlampen, langsame Schritte kaum Geräusche.

00:14:37: Jeder bewegt sich in seinem eigenen Rhythmus aber alle verfolgen dasselbe Ziel.

00:14:42: und trotzdem ist dieser Weg kein offener Versuch.

00:14:44: Es gibt eine Grenze Eine Uhrzeit die festlegt wann umgedreht werden muss egal wie nahe der Gipsel ist.

00:14:51: Diese Entscheidung wird nicht oben getroffen, sondern Tage vorher.

00:14:54: Wer dort steht, sieht den Gipfel und muss akzeptieren dass Nähe nichts bedeutet wenn die Zeit dagegen läuft.

00:15:01: Alles was bis hier passiert ist Wochen im Basislager Aufstiege Rückzüge Vorbereitung läuft auf diesen einen Versuch hinaus Und auch die Frage ob man rechtzeitig wieder umkehrt.

00:15:14: Der Gipfeltag beginnt kurz vor Mitternacht.

00:15:18: In der Nacht des neunten Mai, sixundneinzig bereiten sich die Teams in Camp Vier auf etwa siebentausend neunhundert Metern Höhe auf den Aufbruch vor.

00:15:27: Die Temperatur liegt deutlich unter dem Gefrierpunkt.

00:15:30: Der Wind ist wechselhaft und jeder Handgriff dauert länger als gewohnt.

00:15:33: Sauerstoffsysteme werden überprüft, Masken angepasst, Flaschen angeschlossen.

00:15:38: Kleidung wird mehrfach kontrolliert weil jede freiliegende Stelle in dieser Höhe innerhalb kurzer Zeit Erfrierungen riskieren kann.

00:15:45: Schlaf gibt es kaum.

00:15:47: Die meisten liegen ihren Zelten, ruhen, warten, trinken.

00:15:50: Versuchen den eigenen Zustand stabil zu

00:15:53: halten.".

00:15:54: Der Aufbruch erfolgt in der Nacht zum zehnten Mai.

00:15:56: John Krakauer beschreibt das seine Gruppe kurz vor Mitternacht aufbricht.

00:16:00: Stirnlampen markieren die Linie der Bergsteiger, die sich langsam vom Südstattel nach oben bewegen.

00:16:05: Jeder Schritt ist bewusst gesetzt – das Tempo niedrig!

00:16:09: Die Atmung kontrolliert über die Sauerstoffmaske.

00:16:12: In dieser Phase funktioniert alles noch so wie es gedacht ist….

00:16:15: Guides gehen voraus oder bewegen sich innerhalb der Gruppe, Sherpas unterstützen die Kunden folgen entlang der Fixseile.

00:16:22: Der Weg ist bekannt – Die Route vorbereitet?

00:16:24: Die Erwartung?

00:16:25: Klar!

00:16:27: Bereits in den ersten Stunden zeigt sich jedoch dass dieser Tag nicht vollständig nach Plan verlaufen wird.

00:16:32: Krakauer berichtet das sich die Gruppe langsamer bewegt als erwartet.

00:16:36: Der Aufstieg in dieser Höhe ist nie schnell aber Verzögerungen beginnen früh Wirkung zu zeigen weil sie sich über den gesamten Tag fortsetzen.

00:16:44: Einzelne Bergsteiger müssen häufiger pausieren, Sauerstoffsysteme werden überprüft.

00:16:48: Kleine Probleme kosten Zeit – die später heilt!

00:16:52: Ein entscheidender Punkt ist der sogenannte Balcony eine flachere Passage auf etwa eight-tausend vierhundert Metern Höhe an der viele Teams kurz anhalten um Sauerstoffsflaschen zu wechseln und sich neu zu orientieren.

00:17:03: Krakauer erreicht diesen Punkt in den frühen Morgenstunden.

00:17:06: Dort zeigt sich dass sich mehrere Expeditionen gleichzeitig auf derselben Route bewegen.

00:17:11: Die Folge ist kein Chaos, sondern ein langsames Verdichten.

00:17:15: Mehr Menschen auf derselben Linie bedeutet mehr Stops, mehr Warten, mehr kleine Unterbrechungen.

00:17:21: Scott Fischers Team bewegt sich parallel auf der selben Route.

00:17:24: Anna-Toni Bukreev ist ohne zusätzlichen Sauerstoff unterwegs und kann sich dadurch schneller bewegen als viele andere.

00:17:30: Genau diese Unterschiede im Tempo führen dazu, dass sich die Gruppen nicht als geschlossene Einheiten bewegen, sondern auseinanderziehen.

00:17:37: Einige sind weiter vorne, andere bleiben zurück.

00:17:40: Entscheidungen lösen sich voneinander.

00:17:42: Oberhalb des Balkenis führt der Weg weiter zum Südgipfel und dann entlang eines schmalen Grates zum höchsten Punkt.

00:17:49: Hier liegt eine der technisch anspruchsvolleren Stellen in der Route, die Felsstufe, die später als Hillary Step bekannt wird.

00:17:55: Diese Passage befindet sich etwa auf achttausend siebenhundertundneunzig Metern Höhe und erfordert das Bergsteiger einzeln über eine steile fällsige Stelle Klettern gesichert an Fixseilen.

00:18:07: Als die ersten Werksteiger den Hillary-Stab erreichen, ist die Fixseilsicherung noch nicht vollständig eingerichtet.

00:18:13: Krakauer beschreibt dass es zu Verzögerung kommt weil Seile erst noch angebracht werden müssen.

00:18:19: Es bildet sich eine Warteschlange!

00:18:21: Krakau beschreibt das ich an dieser Stelle über eine Stunde Verzögern aufbaut.

00:18:25: Werksteigers stehen in großer Höhe gesichert aber bewegungslos oder nur langsam vorankommt.

00:18:31: In dieser Höhe bedeutet das nicht nur verlorene Zeit sondern direkt verlorene Reserven.

00:18:36: Jede Minute Stillstand verbraucht Sauerstoff und Kraft, ohne dass man den Abstieg näher kommt.

00:18:41: Muskeln kühlen aus – die Konzentration lässt nach und selbst einfache Bewegungen müssen wieder bewusst angestoßen werden!

00:18:48: Stillstand ist hier kein neutraler Zustand.

00:18:51: Diese Verzögerung wirkt sich direkt auf den Zeitplanen aus.

00:18:55: Als Umkehrzeit sind im Vorfeld unterschiedliche Werte im Umlauf meist zwischen dreizehn-und vierzehn Uhr, ohne das sie an diesem Tag als klare Grenze durchgesetzt werden.

00:19:05: Während sich viele noch unterhalb oder in der Nähe dieser Schlüsselstelle befinden, erreichen erste Bergsteiger bereits den Gipfel.

00:19:11: Krakauer gibt an, dass er den höchsten Punkt gegen dreizehn Uhr erreicht.

00:19:15: Zu diesem Zeitpunkt bewegen sich andere noch im Aufstieg, obwohl das Zeitfenster für einen sicheren Abstieg bereits kritisch wird.

00:19:24: Dark Hansen gehört zu denen die sich in dieser Phase noch am Aufstieb befinden.

00:19:28: Kragkauer beschreibt ihn als erschöpft aber entschlossen weiterzugehen.

00:19:32: Ernstens Scheitern in der Frühjahrs-Saison birgt sich auf seine Entscheidung aus weiterzugehnen Obwohl sich der Zeitplan bereits verschiebt, Rob Hall bleibt bei ihm und unterstützt ihn in Driftentscheidungen die nicht nur technisch sondern auch persönlich geprägt sind.

00:19:45: Yasuko Namba erreicht den Gipfel ebenfalls am zehnten Mai.

00:19:49: Sie ist damit die zweite Japanerin, die die Seven Summits vollständig bestiegen hat.

00:19:54: Ihr Aufstieg ist das Ergebnis eines langen systematischen Projekts dass an diesem Punkt formal abgeschlossen ist.

00:20:00: Backwarders befinden sich zu dem Zeitpunkt ebenfalls in großer Höhe Kämpft jedoch bereits mit körperlichen Problemen darunter Seeprobleme, die später entscheidend werden.

00:20:10: Parallel dazu bewegen sich auch Mitglieder von Fischers Expedition Richtung Gipfel.

00:20:15: Scott Fisher selbst erreicht den höchsten Punkt ebenso mehrere seiner Kunden.

00:20:19: Die Gruppen sind in diesem Moment nicht klar voneinander getrennt.

00:20:23: Bergsteiger verschiedener Expeditionen begegnen sich, überholen sich oder warten gemeinsam an denselben Engstellen.

00:20:30: Aus der geplanten Struktur wird ein Gefläch aus parallelen Bewegungen.

00:20:35: Mit jedem Schritt nach oben verschiebt sich die Ausgangslage.

00:20:38: Die Zeit, die für den Aufstieg benötigt wird reduziert die Reserven für den Abstieg.

00:20:43: Die Sauerstoffflaschen werden verbraucht, die Kräfte nehmen ab, Entscheidungen entstehen unter Bedingungen, die sich seit dem Start in der Nacht kontinuierlich verschlechtert haben.

00:20:52: Der Gipfel ist für viele erreichbar aber der Weg dorthin hat bereits mehr gekostet als geplant.

00:20:57: In dieser Phase ist noch nichts endgültig entschieden.

00:21:00: Die meisten erreichen den Gipfel oder stehen kurz davor und der Ablauch wirkt weiterhin kontrollierbar.

00:21:06: Die Struktur der Expedition ist noch vorhanden, die Gruppen sind größtenteils noch erkennbar und die Entscheidungen wirken noch einzeln nachvollziehbar.

00:21:14: Gleichzeitig liegt in genau diesen Stunden bereits die Grundlage für das was später nicht mehr aufgefangen werden kann – die Verzögerung entstehen schrittweise!

00:21:22: Und werden erst sichtbar als sie sich nicht mehr ausgleichen lassen.

00:21:32: Bis dahin sollen die Kunden und Kunden umgedreht sein, unabhängig davon ob sie den Gipfel erreicht haben oder nicht.

00:21:39: Diese Regel ist keine Ritual- und keine pädagogische Vorsichtsmaßnahme – Sie ergibt sich aus der Logik des Berges!

00:21:45: Wer erst am Nachmittag auf dem höchsten Punkt steht steigt in der kritischen Phase des Tages wieder ab mit weniger Sauerstoff, weniger Kraft mehr Kälte und einer Reststrecke, die im Kopf oft kleiner wirkt als sie tatsächlich isst.

00:21:57: Genau deshalb ist die Umkehrzeit im Höhenbergsteigen so wichtig.

00:22:02: Sie trennt nicht Erfolg von Scheitern, sondern kalkulierbares Risiko einer Lage, in der kaum noch Reserven vorhanden sind.

00:22:09: Am Morgen des zehnten Mai, und am Ende des Zehntes ist die Grenze schon früh an.

00:22:15: Die Teams haben Zeit am Balcony verloren – später kostet die nicht rechtzeitig vorbereitete Fixseilsicherung am Hillary Step weitere Minuten, die in dieser Höhe keine Nebensache mehr sind!

00:22:25: Krakauer beschreibt den Aufstieg deshalb nicht als ein einzelnes dramatisches Stocken, sondern als Summe aus Verzögerungen die sich aufstaun.

00:22:33: Ein Stopp hier einen Wechsel dort warten am Seil langsameres Gehen als geplant.

00:22:38: jeder einzelne dieser Momente ist beherrschbar.

00:22:40: zusammen verschieben sie den ganzen Tag.

00:22:44: Als Krakower den Gipfel erreicht es bereits spät genug um den Abstieg ernst zu nehmen.

00:22:49: er ist damit noch immer vor einigen anderen unterwegs aber längst nicht mehr in einem komfortablen Zeitfenster.

00:22:54: Hinter ihm bewegen sich weiterhin Kundinnen und Kunden von Hall und Fischer nach oben.

00:22:58: Zu diesem Zeitpunkt hat sich die Ordnung der Nacht bereits verändert.

00:23:02: Die Gruppen existieren formal weiter, aber sie sind auf dem Berg auseinandergezogen.

00:23:06: Einige stehen auf dem Gipfel, andere warten noch an Engstellen wieder andere steigen mühsam vom Südgipfel heran.

00:23:12: Ein Team ist in dieser Höhe kein kompakter Körper mehr sondern eine Linie aus Einzelnen, die noch zusammengehören ohne sich jederzeit gegenseitig helfen zu können.

00:23:21: Für Doug Henson macht seine Vorgeschichte jede Entscheidung am zehnten Mai schwer.

00:23:26: Rob Hall weiß das.

00:23:28: Er kennt Hansen vom Vorjahr, kennt seine Motivation, seine Zähigkeit und auch den psychologischen Druck der auf diesem zweiten Versuch liegt.

00:23:36: Paul ist normalerweise der geordnete kontrollierte Explizionsleiter, der Regeln setzt um seine Kundschaft innerhalb dieser Regeln zum Gipfel bringen will.

00:23:44: Am zehnte Mai beginnt sich diese Rolle zu verschieben.

00:23:47: Je näher Hansen dem Gipfel kommt, desto schwerer wird es für Hall die Regel der Umkehrzeit gegen die konkrete Person durchzusetzen, die er schon einmal knapp scheitern sah.

00:23:55: Das Problem liegt nicht darin, dass Hall die Regel vergessen hätte.

00:24:00: Das problem liegt darin das Regeln am Berg plötzlich Gesichter bekommen.

00:24:05: Guides sind in einem kommerziellen Setting nicht nur Bergführer sondern gleichzeitig Dienstleister und letzte Sicherheitsinstanz.

00:24:12: Sie sollen den Gipfelerfolg ermöglichen und im selben Moment Entscheidungen durchsetzen, die diesen Erfolg verhindern können.

00:24:19: Diese doppelte Erwartung wird am Errest nicht aufgelöst – sie wird im kritischen Moment ausgetragen.

00:24:25: Ähnlich wenn auch mit anderen Voraussetzungen zeigt sich diese Lage bei Yasuko Namba.

00:24:31: Für sie ist der Errest der letzte fehlende Gipfelieres Seven Summits Projekts.

00:24:35: Auch sie steht nicht einfach in einer anonymen Schlange zum Gipfl sondern einem Punkt, auf den ein langes System persönlicher Planung zuläuft.

00:24:42: Namba ist erfahren, diszipliniert und kein unvorbereiteter Abenteuer kauf.

00:24:47: Gerade das macht die Situation heikel!

00:24:50: Wer weiß wie viel Vorbereitung Geld, Reisen und frühere Besteigungen in diesem Moment stecken nimmt den Gipfel nicht als austauschbare Etappe wahr – er isst das Ende einer langen Linie.

00:25:01: Aufzugeben wenn der höhste Punkt fast greifbar wirkt verlangt dann eine andere Form von Härte als der Aufstieg selbst.

00:25:08: Scott Fischer steht zur gleichen Zeit vor einem ähnlichen aber anders gelagerten Problemen.

00:25:13: Er ist in erster Linie der Mann, die seine eigene Expedition verkörpert.

00:25:16: Wenn Hall für Struktur und planvolles Führen steht, dann steht Fischer für Stärke, Erfahrung und das Image des Bergsteigers, der auch unter schwierigsten Bedingungen nach oben kommt.

00:25:26: Buchreev schildert in seinem Bericht, dass Fischer an diesem Tag deutlich langsamer wirkt als erwartet und schon im Aufstieg Zeichen von Erschöpfung zeigt.

00:25:34: Das ist nicht nur ein körperlicher Zustand!

00:25:37: Für einen Expeditionsleiter wie Fischer hängt darin auch seine Autorität.

00:25:41: Wer seine Expedition über Jahre mit der eigenen bergstigerischen Potenz verkauft, erlebt einen solchen Tag anders als ein Kunde.

00:25:47: Umkern ist dann nicht bloß eine technische Entscheidung sondern auch ein Bruch mit dem Bild das man selbst verkörpert.

00:25:53: Anatoly Bugrev bewegt sich in diesem Geflüge anders als viele andere.

00:25:58: Gerade deshalb erlebt er den selben Tag nicht im selben Rhythmus.

00:26:01: Er ist häufig voraus, trifft andere Entscheidungen über Tempo und Positionen.

00:26:05: Und urteilt später entsprechend anders – über Verantwortung, Hilfspflicht und Fehlverhalten.

00:26:11: Schon an diesem Punkt lässt sich erkennen, warum es nach der Katastrophe zu seinem heftigen Deutungskampf kommen wird.

00:26:16: Wer denselben Berg zur selben Zeit erlebt, erlebt noch lange nicht dieselbe Situation.

00:26:21: Backwarders gerät ebenfalls in jene Zone, in der Individuelles versagen und systemische Logik ineinandergreifen.

00:26:27: Seine Seeprobleme verschärfen sich in Gipfelnähe massiv.

00:26:31: Er kann nicht einfach weitergehen, aber auch nicht unabhängig und sicher absteigen.

00:26:35: In einer niedrigeren Höhe wäre so etwas eine ernsthafte Störung.

00:26:39: Oberhalb von acht tausend Metern wird daraus eine Lage die den Ablauf belastet weil jede Hilfe Zeit Kraft und zusätzliche Entscheidungen erfordert.

00:26:48: Aus dem geplanten Ablauf mit Geit Kunde Route und Rückkehr werden plötzlich kleine Inseln von Verantwortung.

00:26:55: Wer bleibt bei wem?

00:26:56: wer geht weiter?

00:26:57: wer steigt ab?

00:26:57: wer wartet?

00:27:00: Damit ist der Kipppunkt des Tages erreicht.

00:27:03: Nicht in Form eines einzelnen Befehlens oder eines großen Fehlers, sondern als schleichende Auflösung eines Plans!

00:27:09: Die Umkehrzeit ist bekannt – die Gründe für sie sind bekannt, die Überschreitung ist für alle sichtbar und trotzdem kehrt kaum jemand konsequent um.

00:27:18: Das hat mehrere Ursachen, die sich gegenseitig verstärken Da es zunächst die einfache Tatsache der Nähe Der Gipfel liegt jetzt nicht mehr in weiter Ferne, sondern oft nur noch ein zwei Stunden entfernt.

00:27:29: Wer wochen akklimatisiert, durch den Eisbruch gegangen an Fixseilen aufgestiegen und bis hierher gekommen ist, erlebt diese Distanz nicht mehr abstrakt.

00:27:37: Sie wird klein – gleichzeitig fühlt sich der bereits geleistete Aufwand wie ein Argument an weiterzugehen, nicht umzukehren!

00:27:44: Im Nachhinein lässt sich das leicht als Fehlentscheidung benennen.

00:27:47: In der Situation selbst erscheint es vielen als letzter nötiger Schritt.

00:27:52: Hinzu kommt die Gruppendynamik.

00:27:54: Solange alle nach oben gehen verstärkt sich die Bewegungen gegenseitig.

00:27:58: Niemand möchte derjenige sein, der vor dem Gipfel stoppt während andere weitergehen.

00:28:04: Auf dem Aerobis Ninetextonundneunzig entsteht daraus kein heroischer Rausch sondern eher eine zähe stille Form des Nachgebens.

00:28:10: Man sieht andere weitersteigen hört keine eindeutige kollektive Umkehrentscheidung kennt die Verzögerungen unterschätzt aber ihre Folgen.

00:28:18: Wer in dieser Lage steht denkt nicht automatisch in ganzen Nachtverläufen Wettermodellen und Rettungsketten.

00:28:25: man denkt häufig in der nächsten halben Stunde Noch bis zum Gipfel, noch bis zur nächsten Felsstufe.

00:28:31: Noch bis zur Stelle an der man neu

00:28:32: entscheidet.".

00:28:34: Der Sauerstoffmangel tut sein Übriges.

00:28:37: John Rest beschreibt in seiner Geschichte der Höheinfysiologie sehr klar wie Sauerstoffsmangel, Wahrlebung, Reaktionsfähigkeit und Urteilsvermögen beeinträchtigt.

00:28:45: Genau diese Einschränkung macht den Errorists so perfide!

00:28:49: Der Berg verlangt in extremer Höhe gute Entscheidungen von Menschen deren Fähigkeit zu guten Entscheidungen bereits angegriffen ist.

00:28:56: Die Umkehrzeit verliert dadurch nicht ihren Sinn, sondern ihre Durchsetzungskraft.

00:29:00: Sie ist rational richtig, trifft aber auf Körper und Köpfe die nicht mehr im selben Maß rational arbeiten wie im Basislager.

00:29:07: Rob Hall plebt deshalb länger bei Hansen als es der Plan vorsieht.

00:29:11: Fischer steigt später und langsamer als gedacht.

00:29:14: Andere Kundinnen und Kunden erreichen den Gipfel zu Uhrzeiten, die in einem streng geführten System längst Alarm auslösen müssten.

00:29:20: Der Tag gerät dadurch nicht sofort außer Kontrolle – das ist das Tückige!

00:29:24: Noch immer wirkt vieles lösbar.

00:29:27: Der Himmel ist zu diesem Zeitpunkt nicht bereits zum totalen Feind geworden, die Route ist noch da, Funkkontakt besteht, Einzelne steigen bereits wieder ab.

00:29:35: Gerade weil die Lage noch nicht wie Katastrophe aussieht bleibt die Bereitschaft groß das Problem als verspäteten aber noch beherrschbaren Gipfeltag zu lesen.

00:29:43: Krakauer registriert diesen Widerspruch sehr genau.

00:29:46: Als er den Gipfel verlässt weiß er dass die Stunde spät ist.

00:29:49: Gleichzeitig beschreibt er die eigentliche Tragweite dieses späten Gipfelerfolgs nicht als ein Moment plötzlicher Erkenntnis, sondern als etwas das sich erst auf dem Rückweg voll entfaltet.

00:29:59: Darin liegt die Härte des zehnten Mai.

00:30:02: Der Berg sitzt den Preis nicht am Gipfelfest, sondern in der Zeit danach.

00:30:06: Wer oberhalb der Umkehrzeit noch steigt nimmt einen Kredit auf, den er nur im Abstieg zurückzahlen kann.

00:30:12: und dieser Abstieg beginnt nun für fast alle Unterbedingungen, die schon beschädigt sind.

00:30:18: Noch ist der Wind nicht das Hauptproblem, noch liegt die Gefahr nicht in einem vollständig entgrenzten Weiß.

00:30:23: Noch lassen sich Namen, Positionen und Entscheidungen einigermaßen zuordnen – aber von hier an ist nichts mehr im Vorteil nur weil es einmal geplant war.

00:30:35: Am frühen Nachmittag des zehnten Mai ist der Gipfel erreicht.

00:30:40: John Krakauer steht um dreizehn Uhr zwölf auf dem höchsten Punkt des Everests.

00:30:44: Begräf ist bereits früher oben gewesen, Halls und Fischers Kundinnen und Kunden verteilen sich zu diesem Zeitpunkt noch zwischen Gipfelgrad, Südgipfel und den letzten Seillengen darunter.

00:30:53: Der Tag, der nach Plan schon in den Rückweg hätte kippen müssen, ist noch immer ein Aufstiegstag.

00:30:59: Diese Verschiebung wirkt zunächst nur wie eine Verspätung – in Wirklichkeit verändert sie den gesamten Berg!

00:31:04: Wer jetzt erst oben ankommt, trägt die ganze Route zurück ins Dunkel.

00:31:09: Krakauer beginnt den Abstieg kurz nach seinem Gipfeltaufenthalt.

00:31:12: Als er gegen fünfzehn Uhr den Südgipfel erreicht, sieht der Berg bereits anders aus als noch wenige Stunden zuvor.

00:31:18: Über dem Lotse ziehen Nebelfetzen auf – das Licht wird flacher Schnee sitzt ein!

00:31:23: In seinen Bericht beschreibt er diesen Wechsel ohne Pathos fast trocken und gerade deshalb trifft er so hart.

00:31:29: Bis dahin hatte das Wetter freundlich genug ausgesehen um die eigenen Verspätungen noch als Handhabbar zu lesen.

00:31:35: Jetzt verliert der Tag diese Nachsicht.

00:31:38: Wer am Everest auf gutes Wetter vertraut braucht Sicht, Kontrast und eine Route die sich klar im Gelände abzeichnet.

00:31:45: Mit dem einsetzenden Schneefall beginnt genau das zu verschwinden.

00:31:49: Gleichzeitig nimmt die körperliche Kontrolle weiter ab!

00:31:52: Viele berichten aus dieser Phase von zunehmender Gleichgültigkeit gegenüber Kälte- und Erschöpfung – ein typisches Zeichen schwerer Unterkühlung.

00:32:00: Entscheidungen werden langsamer, Bewegungen unsicherer und selbstes einfache Gen erfordert zunehmbt bewusster Anstrengung.

00:32:08: Die Gruppe zerfällt dabei nicht in einem großen dramatischen Moment, sondern in mehreren Kleinen die sich nacheinander nicht mehr zusammen führen lassen.

00:32:15: Hall bleibt mit Doug Hansen weit oben.

00:32:17: Andy Harris befindet sich im Bereich des Südgipfels und der dort deponierten Sauerstoffflaschen.

00:32:22: Mike Groom steigt mit Yasuko Namba ab.

00:32:25: Neil Bidleman versucht die Kundschaft von Mountain Madness zusammenzuhalten.

00:32:29: Scott Frischer ist selbst noch hoch am Berg und längst nicht mehr in dem Zustand den seiner Rolle als Expeditionsleiter eigentlich verlangen würde.

00:32:36: Lopsang ist mit Fischer beschäftigt.

00:32:39: Bukreev erreicht Camp IV nach eigenem Bericht gegen siebzehn Uhr.

00:32:42: Was als zwei geführte Expeditionen begonnen hat, ist zu diesem Zeitpunkt längst kein geordneter Verbund mehr sondern eine Reihe voneinander getrennter Bewegungen auf derselben Mutgute.

00:32:51: Zu diesen Zeitpunkt lässt sich die Lage nur noch in einzelnen Punkten greifen.

00:32:55: Paul sitzt mit Henson hoch am Südgipfel fest.

00:32:58: Die Gruppe um Beidelman befindet sich knapp oberhalb von Camp IV auf dem Südsattel.

00:33:02: Bukrev ist bereits im Lager.

00:33:04: Frischer kämpft weiter oben am Grad mit dem Abstieg.

00:33:07: Die selbe Route verbindet diese Position, aber sie verbindet sie nicht mehr praktisch.

00:33:12: Eines der folgenreichsten Missverständnisse diesen Nachmittags betrifft den Sauerstoff am Südgipfel.

00:33:17: Harris funkt Hall.

00:33:19: die dort gelagerten Flaschen sein leer.

00:33:21: Krakauer stillert später wie er selbst zusammen mit Mike Groom feststellt dass dort durchaus volle Flasche vorhanden sind.

00:33:28: Harris bleibt bei seiner Einschätzung.

00:33:30: Groom versucht noch während des Abstiegs Hall per Funk zu erreichen und die Informationen zu korrigieren, kommt aber zunächst nicht durch.

00:33:36: Das ist kein Randdetail – hier wird aus einem technischen Problem ein konkretes Schicksal!

00:33:43: Hall geht davon aus dass oberhalb des Südgipfels kein brauchbarer Sauerstoff mehr auf ihn wartet.

00:33:48: Unter dieser Annahme entscheidet er bei Hansen zu bleiben und ihn ohne gesicherte Reserve nach unten zu bringen.

00:33:54: Erst kurz vor siebzehn Uhr gelingt es Groom die Nachricht durchzugeben das am Süddipfel doch volle Flaschen liegen.

00:34:00: Da ist Hall mit Hansen bereits in einer Lage, aus der sich nichts mehr so schnell korrigieren lässt.

00:34:07: Während Hall und Hanson oberhalb des Hillary-Stepfestings verschärft sich auf dem Rückweg für andere.

00:34:11: ein zweites Problem – Orientierung!

00:34:14: Auf einem klaren Tag ist der Weg zum Südsattel schwierig genug aber er bleibt lesbar.

00:34:19: Im Schneefall und bei abnehmendem Licht verändert sich das sofort.

00:34:23: Die Route verengt sich nicht nur technisch sie verliert auch ihr Gesicht.

00:34:27: Grate, Schneefelder, Flanken und Wegspuren gehen ineinander über.

00:34:31: Krakor beschreibt an einer Stelle das zwischen ihm und dem Zelt nur noch wenige hundert Fuß liegen – diese aber im Whiteout nur zeitweise sichtbar sind!

00:34:40: In dieser Höhe reichen wenige Meter Fehlentscheidung um von der eigentlichen Linie abzukommen.

00:34:45: Der Berg verlangt also weiterhin Genauigkeit während er zugleich die Bedingungen vernichtet unter denen diese Genauigkeit möglich wäre.

00:34:53: Beidelman versucht auf dem Rückweg seine Gruppe zusammenzuhalten, in der längst nicht mehr nur seiner eigenen Leute gehen.

00:34:58: Mike Groom ist dabei, Yasuko Namba, Beck Wedders einige Kunden von Fischer zwei Sharepas.

00:35:04: um etwa achtzehn Uhr fünfundvierzig ist diese Gruppe nur noch ungefähr zweihundert vertikale Fuß vom Camp IV entfernt.

00:35:11: Das klingt als sei das schlimmste vorbei aber gerade an dieser Stelle kippt die Lage voll ins Krakau beschreibt, dass der Sturm in diesem kurzen Moment in eine Form unschlägt die er selbst als vollentwickelte Hurricanestärke wahrnimmt.

00:35:23: Die Sicht fällt auf unter zwanzig Fuß also etwa sechs Meter.

00:35:27: Beidelmann will eine vorsichtige Linie um einen gefährlichen steileren Eisabschnitt zu vermeiden und führt die Gruppe weiter über den Südsattel.

00:35:34: Als sie die flachere Fläche erreichen ist die Richtung zu den Zelten im Whiteout nicht mehr eindeutig zu bestimmen.

00:35:40: Sie stehen also fast im Lager und finden es trotzdem nicht.

00:35:45: Ab diesem Punkt wird die Nacht nicht mehr als Abstieg erlebt, sondern als Suchen.

00:35:49: Die Gruppe taumelt stundenlang über den Südsattel, erschöpft unterkühlt teils mit leeren oder fast deren Sauerstoffsysteme.

00:35:55: Einige Störenlampen funktionieren kaum noch.

00:35:58: Waders und Namba können nur noch gestützt gehen – die Orientierung bricht nicht ab weil plötzlich jede Erkenntnis verschwindet, sondern weil Wissen unter diesen Bedingungen nicht ausreicht.

00:36:07: Man weiß ungefähr wo das Lager liegen müsste….

00:36:09: man findet es trotzdem nicht!

00:36:11: Das ist der Punkt, in dem ein geplanter Gipfeltag endgültig seine Form verliert.

00:36:15: Niemand handelt mehr innerhalb eines Rahmens.

00:36:18: Jeder Versuch, Ordnung herzustellen, verbraucht weitere Kraft.

00:36:22: Auch auf Fischerseite verdeutlicht sich diese Entgrenzung.

00:36:26: Fischer selbst ist tief erschöpft und kommt nur langsam herunter.

00:36:29: Lopsang bleibt bei ihm bis weitere Bergsteiger aus dem Sturm auftauchen.

00:36:34: Bugreev ist zu diesem Zeitpunkt bereits unten im Lager und in einer ganz anderen Position als die meisten anderen Guides.

00:36:40: Nicht mehr mitten in der Linie des Abstiegs sondern als einer der wenigen, die von unten überhaupt noch etwas unternehmen können.

00:36:46: Gerade daraus wird später ein zentraler Konfliktpunkt zwischen Krakauer und Bukreef.

00:36:49: Für den Verlauf des Abends zählt zunächst was anderes – die Gruppen erleben denselben Sturm aber nicht aus derselben Positionen.

00:36:57: Einige stehen blind im White-Out knapp oberhalb der Zelte, andere sitzen hoch am Bergfest, wieder andere sind bereits unten und versuchen, Ausfunksprüchen und fragmentarischen Meldungen überhaupt zu begreifen wo sich wer noch befindet!

00:37:11: Zu diesem Zeitpunkt ist die Katastrophe nicht mehr eine Frage einzelner Fehlentscheidungen, wie es ein Zustand.

00:37:16: Die Umkehrzeit ist weit überschritten der Sauerstoffknapp, die Gruppen auseinandergerissen, die sich fast verschwunden.

00:37:23: Die Logistik, den Everest als geführten Berg handhabbar machen sollte, ist noch vorhanden – Zelte, Funkgeräte, Sauerstoffsdepots, Seile!

00:37:32: Aber sie reicht nicht mehr aus um diese Nacht wieder in einen planbaren Ablauf zu verwandeln.

00:37:36: Der Kontrollverlust kommt nicht mit einem Knall.

00:37:39: Er setzt sich fest, Schritt für Schritt bis jede Bewegung nur noch dazu dient nicht sofort stehen zu bleiben.

00:37:45: Und genau in diesem Zustand bleibt der Berg nun zurück – nicht als Gipfel sondern eine Reihe voneinander getrennter Menschen in derselben Kälte.

00:37:57: Am späten Nachmittag des zehnten Mai hat der Berg aufgehört eine gemeinsame Route zu sein.

00:38:03: Von unten sieht das vielleicht immer aus wie ein einziger Grad mit ein paar verstreuten Lampen und Funkstimmen.

00:38:08: Oben ist daraus längst etwas anderes geworden?

00:38:12: Hall und Hansen sitzen immer noch oberhalb des Hillary Step fest.

00:38:16: Harris befindet sich im Bereich des Südgipfels unter dort deponierten Sauerstoffflaschen.

00:38:21: Groom steigt mit Namba ab, beide Männern versucht eine gemischte Gruppe über den Südsattel ins Lager zu bringen.

00:38:27: Scott Fischer kommt weit hinter seinem eigenen Zeitplan vom Gipfel runter.

00:38:31: Die selbe Nacht läuft für alle aber sie läuft für niemanden gleich.

00:38:35: Für Hall & Hansen verdichtet sich die Katastrophe in wenigen Funksprüchen Um die Flasche zu erschöpft, um allein abzusteigen.

00:39:00: Paul kann ihn ohne zusätzlichen Sauerstoff nicht einfach herunterbringen und die Informationen über die deponierten Flaschen am Südgipfel sind widersprüchlich.

00:39:09: Groom weiß, dass dort volle Zylinder liegen bekommt seine Korrektur per Funk aber zunächst nicht durch.

00:39:14: Hall bleibt deshalb bei Hansen statt sofort zum Südgipfel abzusteigen und Gas zu holen.

00:39:21: Um siebzenhundr dreißig steigt Harris allein mit Sauerstoff- und Wasser nach oben zu den beiden.

00:39:25: Um Siebzehnhundertsiebenfünfzig meldet Hall das sie immer noch am Hillary Step festhängen.

00:39:30: In wenigen Stunden ist aus einer verspäteten Rückkehr eine Lage geworden in der drei Männer auf dem selben Grad stehen und doch keiner den anderen wirklich herausbekommt.

00:39:39: Scott Fisher kämpft zur gleichen Zeit mit einem anderen Absturz, einem langsamen.

00:39:45: Er hat den Gipfel erst spät erreicht gegen fünfzehn Uhr fünfundvierzig und wirkt schon im oberen Bereich der Südostrute massiv erschöpft.

00:39:52: Buchreff beschreibt das Fischer sich nur noch zäh bewegt.

00:39:55: Lopsang bleibt bei ihm.

00:39:57: Der Unterschied zu Hall & Henson liegt zunächst nur im Bild nicht in der Gefahr.

00:40:01: Dort oben sitzt kein Kunde der nicht mehr kann sondern ein Expeditionsleiter der seine eigene Rolle nicht mehr ausfüllt.

00:40:06: Frischer war am Everest die Verkörperung von Kraft und Souveränität.

00:40:10: Jetzt kommt er selbst nicht mehr vom Berg!

00:40:12: Irgendwann zwingt der Lopsang weiter nach unten, auch das ist eine Form des Alleinseins – Nicht aufgegeben zu werden sondern den anderen vorzuschicken weil neben der eigenen Erschöpfung noch immer das Wissen steht dass wenigstens einer zurückkommen muss.

00:40:25: Unterhalb davon verliert die Beidelman-Gruppe den Berg auf eine andere Weise.

00:40:31: Gegen achtzehn uhrfünfundvierzig wird sie nur noch ungefähr zweihundert vertikale Fuß vom Camp IV entfernt.

00:40:37: Das klingt wie das Ende der Gefahr beinahe wie die letzte kurze Strecke vor einem Zelt, einem Kocher und einem Schlafsack.

00:40:44: Tatsächlich beginnt hier die Nacht in der die Orientierung endgültig abreißt.

00:40:49: Wind- und Schnee löschen jede Kontur aus.

00:40:52: Beide im Ent versucht eine sichere Linie zu halten um den gefährlichen Rand des Geländes zu meiden Fühlt die Gruppe aber damit über den flachen Teil des Südsattels wo im Whiteout plötzlich nicht mehr zu erkennen ist wo genau die Zelte stehen.

00:41:04: Watters und Namba können zu diesem Zeitpunkt kaum noch aus eigener Kraft gehen.

00:41:09: Einige werden gestützt, andere taumeln.

00:41:11: Alle wissen, dass das Lager in der Nähe sein muss – niemand findet es!

00:41:14: Dass man dem Ziel so nahe ist und es trotzdem verfehlt macht aus diesem Abschnitt eine fast absurde Form der Verlorenheit.

00:41:23: Was dann auf dem Südsattel geschieht hat mit Bergsteigen nur noch am Rand zu tun.

00:41:28: Die Gruppe öhrt im Sturm umher bis Bewegungen kaum mehr möglich sind.

00:41:32: Schließlich setzen oder legen sich mehrere Menschen in den Schnee nicht weil das ein Plan wäre sondern weil sie nicht weiterkommen.

00:41:38: Jesu-Konamba liegt dort Backwetters liegt dort.

00:41:42: Mike Groom ist dort, Bidleman, Sandy Pittman, Charlotte Foxx, Tim Madsen und andere.

00:41:48: Der Berg hat in diesem Moment jede Rangordnung verbraucht – Kunden, Guide, Journalist, berühmter Name, unbekannte Name!

00:41:55: Im Whiteout zählt nur noch wer noch stehen, sehen, gehen oder sprechen kann.

00:42:00: Bugreff inzwischen im Lager ist einer der wenigen die von unten überhaupt noch etwas unternehmen können.

00:42:05: Noch in derselben Nacht geht er mehrfach zurück in den Sturm, um Menschen zu suchen die noch irgendwo oberhalb der Zelte im Schnee liegen.

00:42:13: Wen erfindet und wer sich noch bewegt ist zu diesem Zeitpunkt nicht klar.

00:42:18: Klar ist nur dass die Nacht nicht mehr aus einer Linie besteht sondern aus Inseln, einer Gruppe auf dem Südsattel Hall hoch oben am Sudgipfel Fischer Tifa am Grat einzelne Sherpas & Guides dazwischen.

00:42:28: Dazu der Funk dann auch verbindet und gleichzeitig schon nicht mehr reicht.

00:42:33: Für Hall zieht sich die Nacht noch weiter zusammen.

00:42:36: Um vier Uhr, dreiundvierzig am Morgen des elften Mai meldet er sich vom Südgipfel.

00:42:41: Er hat die Nacht überlebt.

00:42:43: Hansen sagt er sei gone.

00:42:46: Harris sei nicht bei ihm.

00:42:48: Sein Sauerstoffregler ist mit Eis zugesetzt.

00:42:51: Er atmet zu diesem Zeitpunkt nicht aus der Flasche.

00:42:54: erst gegen neun Uhr bekommt er die Maske wieder in Gang.

00:42:56: Da sind Hände und Füße bereits schwer erfroren Und er sagt selbst dass seine beide nicht mehr richtig funktionieren.

00:43:03: Unten versucht man Aus Funksprüchen und Hoffnungen noch eine Rettung zu machen.

00:43:07: Gegen neununddreißig steigen Ang, Dorje und Lak Pashiri mit heißem Tee und zusätzlichen Sauerstoff von Kämpfe hier nach oben.

00:43:13: Gegen fünfzehn Uhr müssen sie umkehren noch immer rund siebenhundert Fuß unter Hall.

00:43:18: Der Wind ist zu stark Die Kälte?

00:43:21: Zu extrem.

00:43:22: In diesen Stunden spricht Hall über Satelliten-Telefonen noch mit seiner Frau Jen Arnold in Neuseeland die Verbindung hält aber sie bringt ihn nicht herunter.

00:43:32: Damit liegen die Schicksale dieser Nacht nebeneinander ohne sich noch einmal zu einer gemeinsamen Geschichte fügen zu lassen.

00:43:37: Paul bleibt oben, Hansen ist verschwunden, Harris kommt nicht zurück.

00:43:41: Fischer ist noch irgendwo am Berg allein mit seiner Erschöpfung.

00:43:44: auf dem Südsattel liegen Menschen im Schnee die eben noch fast im Lager waren.

00:43:48: unten versucht man Namen gegen Sturm und Höhe zusammenzuhalten.

00:43:51: es gibt noch Funk noch Bewegungen noch Entscheidungen aber der Berg folgt längst keinem Plan mehr.

00:43:59: als am Morgen des elften Mai das Licht zurückkommt ist nicht so fort klar weil überhaupt noch lebt.

00:44:05: Im Camp IV sitzen Menschen in Zelten, die selbst kaum mehr funktionieren und versuchen Namen zu zählen.

00:44:11: Die Nacht hat keine saubere Bilanz hinterlassen.

00:44:13: Sie hat Gruppen zerrissen, Funkkontakte abgebrochen, einzelne zurückgelassen und andere irgendwie bis ins Lager gespült.

00:44:20: Was jetzt beginnt ist keine hellen Geschichte des Wiederauftauchens sondern eine Bestandsaufnahme unter Schock.

00:44:26: Backwarders und Yasuko Namba liegen noch immer draußen im Schnee.

00:44:30: Rob Hall lebt zu diesem Zeitpunkt noch hoch oben am Südgipfel.

00:44:34: Scott Fischer ist ebenfalls noch am Berg.

00:44:36: Andy Harris fehlt, der Känzen ist verschwunden.

00:44:39: Für die Gruppe auf dem Südsattel ist das Überleben zunächst eine Frage von Minuten und Beweglichkeit.

00:44:44: In der Nacht haben Neil Bidelman, Mike Groomm, Charlotte Foxx, Tim Metzen, Sandy Pittman und andere versucht überhaupt wieder eine Richtung zu finden.

00:44:53: Begriff geht schließlich mehrfach aus dem Lager zurück in den Sturm.

00:44:56: Nach den Rekonstruktionen von Storm Over Errorist und Charlotte Foxes Bericht holt er Pittman, Foxx und Metzen in getrennten Anläufen ins Lager Zurück während Beidelman und Krumm bereits völlig erschöpft sind.

00:45:07: Yasuko Namba und Bagwaders bleiben zunächst draußen zurück, weil sie als kaum noch Rettpaar eingeschätzt werden.

00:45:13: Das ist einer der grausamsten Punkte dieser Nacht.

00:45:16: Nicht, weil jemand gleichgültig wäre, sondern weil die Kräfte so weit verbraucht sind, dass Rettung selbst zu einer Rechenaufgabe aus Restwärme, Restlicht- und Restatem wird.

00:45:25: Yasukunama kommt nicht zurück – nur wenige Meter von anderen entfernt, die später noch ins Lager gebracht werden.

00:45:32: Dies macht ihren Tod so schwer erträglich!

00:45:35: Sie war am Gipfel, sie hatte ihr Seven Summits-Projekt vollendet und am Ende reicht selbst die Nähe zu den Zelten nicht mehr aus.

00:45:42: Namba stirbt an Erschöpfung, Kälte und den Bedingungen dieser Nacht auf dem Südsattel.

00:45:47: In vielen späteren Erinnerungen bleibt sie die Stille gegen Figur zu allem was am Everest über Rekorde und Leistung erzählt wird – nicht weil sie schwach gewesen wäre sondern weil der Berg an diesem Punkt keinen Unterschied mehr zwischen Erfolg und Zusammenbruch macht.

00:46:01: Backwarders dagegen kehrt zurück Obwohl praktisch niemand mehr damit rechnet.

00:46:05: Nachdem man ihn zusammen mit einem Namba für verloren hält, kommt er später am elften Mai wieder zu Bewusstsein und geht aus eigener Kraftrichtung Lager.

00:46:13: Krakauer beschreibt dieses Wiederauftauchen als etwas das selbst für die Umstehenden kaum fassbar ist.

00:46:19: Riders ist schwer unterkühlt, schwer erfroren und körperlich bereits massiv geschädigt – dass er überhaupt noch stehen kann wirkt in dieser Höhe fast unwirklich!

00:46:28: Damit ist seine Geschichte aber nicht vorbei... In der folgenden Nacht bricht er neut ein Sturm über das Lager herein, sein Zelt kollabiert und auch danach bleibt seine Rettung unsicher.

00:46:38: Schließlich wird er mit der Unterstützung mehrere Bergsteiger weiter nach unten gebracht und später per Hubschrauber evakuiert.

00:46:45: Er überlebt – verliert aber seine rechte Hand, teile des rechten Unterarms die Finger der linken Hand und die Nase an Erfährungen.

00:46:52: Diese körperlichen Folgen machen sichtbar was Überleben am Everest oft bedeutet Nicht unversehrt davon zu kommen, sondern überhaupt noch in irgendeiner Form zurückzukehren.

00:47:02: Auch Scott Fischer überlebt die Nacht nicht!

00:47:05: Sherpas finden ihn am elften Mai auf der Südostrute – sie können dem taiwanischen Bergsteiger Makalu Gao noch helfen, Fischer aber nur noch notdürftig versorgen bevor er stirbt….

00:47:15: Da Kansan ist zu diesem Zeitpunkt bereits tot oder verschwunden.

00:47:19: Andy Harris kehrt ebenfalls nicht zurück.

00:47:21: Was ins Lager zurückkommt, ist kein geschlossenes Team mehr, sondern eine Gruppe von Überlebenden, die kaum noch zusammengehört.

00:47:29: Menschen mit Erfrierungen, Schneeblintheit und völliger Erschöpfung dienen den Zelten sitzen und erst nach und nach begreifen wer fehlt.

00:47:37: Einige leben nur bei anderen sie im Sturm noch einmal gefunden haben andere sterben obwohl Hilfe in Reichweite gewesen wäre.

00:47:45: Weiter oben weit außerhalb dessen was noch erreichbar ist hält Rapal über Funk unser Deleting Kontakt ins Tal.

00:47:52: Am morgen des elften Mai wird eine Verbindung zu seiner schwangeren Frau Jen Arnold hergestellt.

00:47:57: Sie sprechen miteinander Tausende Kilometer voneinander entfernt während Hall am Südgipfel fest sitzt.

00:48:03: Er spricht über das, was bleiben wird.

00:48:06: Am Ende verabschiedet er sich von ihr.

00:48:10: Schlaf gut mein Schatz!

00:48:11: Macht ja nicht zu viele

00:48:13: Sorgen.".

00:48:34: Und schon diese Zahl erklärt, warum die Geschichte weit über die Bergsteiger-Szene hinaus sichtbar wird.

00:48:41: Für den gesamten Vormonsunen in nineteenundsechs und neunzig benannt Britanniker zwölf Tute.

00:48:47: der Sturm vom zehnten und elften Mai mit damals zum tödlichsten Einzelereignis in der Geschichte des Everest.

00:48:55: Die Katastrophe wird sofort international berichtet und sie bekommt sehr schnell eine Form, in der sie weiter erzählt werden kann Als Bericht, als Zeugnis, als Gegendarstellung.

00:49:06: Als Streit darüber was oben passiert ist und was unten daraus gemacht wird.

00:49:11: John Krakauer prägt diese Form stärker als jeder andere.

00:49:16: Er ist nicht nur überlebender sondern Journalist und sein Bericht wird für viele zur maßgeblichen Erzählung des Unglücks.

00:49:23: Into Thin Air macht aus einem chaotischen über den Berg verteilten Geschehen eine lesbare Geschichte mit Figuren Entscheidungen und Verantwortungslinien.

00:49:34: Das ist seine Stärke, und zugleich der Anfang des Problems.

00:49:38: Denn sobald ein solches Ereignis in eine starke Erzählung übergeht, geraten andere Perspektiven zwangsläufig an ihren Rand – genau deshalb wird Krakowas Buch so wirkmächtig!

00:49:49: Und genau deshalb ruft es Widerspruch hervor.

00:49:52: Der deutlichste Widerspruch kommt von Anatoly Bukreev.

00:49:56: Er veröffentlicht seine eigene Darstellung der Ereignisse und wehrt sich gegen das Bild, dass Krakauer von ihm zeichnet.

00:50:03: Der zentrale Konflikt zwischen beiden ist nicht bloß persönlich sondern betrifft zwei verschiedene Vorstellungen davon was ein Guide am Everest überhaupt isst.

00:50:12: Krakauert kritisiert Buchref vor allem in zwei Punkten, dass er als Guide ohne zusätzlichen Sauerstoff unterwegs war und dass er nach dem Gipfel schneller abstieg als seine Kundschaft.

00:50:24: In einem späteren Interview formuliert Krakauer das sehr klar.

00:50:28: Erkundenin und Kunden in einem kommerziellen Setting so weit nach oben bringt, schuldet ihn dort auch weiterhin Direktunterstützung und könne nicht einfach nach unten durchstarten.

00:50:39: Buchreff sieht denselben Tag anders.

00:50:41: In The Climb und den späteren zitierten Passagen betont er dass ein Guide am Everest nicht jedes Schwäche der Kunden mittragen könnte Wenn diese Schwäche überhaupt erst aus einem behüteten System entstehe.

00:50:55: In Outside wird aus einem Buch ein Satz zitiert, der diese Logik auf den Punkt bringt Er habe sich nur ungern dazu bringen können Kunden umzudrehen weil sie viel Geld bezahlt hätten und Scott Fischer damit eine bestimmte Autorität übertragen hätte.

00:51:10: Der Satz ist hart und gerade weil er nicht zynisch klingt sondern nüchtern.

00:51:14: Er zeigt wie stark das Geschäftsmodell die Entscheidungsräume schon vor dem Sturm verengt.

00:51:20: Nicht nur die Kunden wollen den Gipfel, auch die Expeditionen tragen ein Erfolgsdruck mit hinauf, die nicht erst am Hillary-Step beginnt.

00:51:29: Damit ist auch die größere Frage gestellt, die nach neunzehnundsechs und neunzig nicht mehr verschwindet – was passiert mit einem Berg, wenn der Zugleich Kleinerfahrung und Dienstleistungen bleibt?

00:51:40: Britanniker nennt genau diese Punkte als Kern der Kritik nach der Katastrophe.

00:51:45: Kommerzieller Druck mangelnde Erfahrungen einzelner Teilnehmer und gebrochene Sicherheitsregeln.

00:51:51: Diese drei Faktoren wirken nicht getrennt voneinander, sie verstärken sich gegenseitig – und genau daraus entsteht die Dynamik dieses Tages.

00:51:59: In九zeixundneinzig stoppt diese Entwicklung nicht.

00:52:02: Im Gegenteil, die Kommerzialisierung nimmt weiter zu.

00:52:06: Gerade deshalb lohnt es sich, Krakauer & Buchkräfen nicht gegeneinander auszuspielen als müsse einer von beiden vollständig recht haben!

00:52:15: Krakauer bringt die Erfahrung der Kundenseite und die moralische Wucht des Erlebten in eine Form, die bis heute prägt.

00:52:22: Buchreef erinnert daran, dass sich der Everest nicht wie ein normales geführtes Abenteuer verhält – und das einen Guide dort oben andere Entscheidungen treffen kann oder treffen muss als in einem sauber kontrollierbaren Setting.

00:52:36: Selbst Krakower hat später eingeräumt, dass Buchreif in einer Punkt völlig recht hatte!

00:52:41: Wer Kunden unten zu sehr koddelt, also überbehütet und durchschleppt produziert weiter oben erst die großen Probleme.

00:52:49: Gerade in diesem Satz steckt mehr Wahrheit als in jeder nachträglichen schwarz-weiß Verteilung.

00:52:56: Was von neunzehnundsechsundneinzig bleibt ist deshalb mehr als eine Tragödie mit acht Toten.

00:53:02: Es bleibt ein Prüfstein dafür wie moderne Extremräume erzählt werden.

00:53:07: Als Heldenstoff taugte Everest nur so lange, wie man den Rückweg ausblendet.

00:53:13: Als Naturkatastrophe erklärt er zu wenig, weil viele Entscheidungen Menschen gemacht waren.

00:53:19: Als bloße Anklage gegen Kommerz ist der ebenfalls zu schlicht, weil auch erfahrene und hochqualifizierte Bergsteiger in dieselbe Nacht geraten sind.

00:53:28: Der Berg bleibt – die Deutung entsteht unten!

00:53:31: Einige dieser Geschichten enten nicht am Berg, sondern ziehen sich in sehr unterschiedliche Richtungen weiter.

00:53:38: Anatoly Bukrev kehrt nach nineteenundsechsundneinzig noch einmal in extreme Höhen zurück.

00:53:44: Am siebzehnten Mai nineteenundsimehnundneinsig steht er ohne zusätzlichen Sauerstoff auf dem Lotse und erhält im selben Jahr den David A. Sow's Memorial Award für seine Rettungseinsätze.

00:53:56: Wenige Monate später stirbt der an der Annapurna in einer Lawine.

00:54:01: Lopsang Jangboos Sherpa, der Scott Fischer am Abstieg unterstützt hatte, kommt noch im Herbst, nineteen-neunzig, am Everest ums Leben als ihn eine Lawine erfasste.

00:54:12: Im Lager überleben mehrere der zentralen Figuren dieser Nacht und tragen das Ereignis auf ganz unterschiedliche Weise weiter.

00:54:20: Neil Biedelmann arbeitet später weiterhin als Bergführer und Lehrer.

00:54:24: Charlotte Fox?

00:54:25: kehrt immer wieder in die Berge zurück und bleibt bis zu ihrem Tod.

00:54:29: Das ist ein Teil der amerikanischen Kletter-Szene.

00:54:33: Sandy Hill Pitman wird nach der Expedition zu einer der sichtbarsten Figuren der öffentlichen Debatte.

00:54:39: Bei Krakauer erscheint sie als wohlhabende Teilnehmerin mit ungewöhnlicher Ausrüstung, bis hin zu einer Espresso-Maschine im Basislager und in der Nacht selbst als jemand, der von Lupsang durch den Sturm gezogen wird

00:54:52: während

00:54:52: um sie herum die Ordnung des Berges zusammenfällt.

00:54:56: Makalu Gao, der auf Fischers Route unterwegs war überlebt ebenfalls allerdings nur knapp mit schweren Erfrierungen nach Emeer am Berg zurückgelassen und später wiedergefunden wird.

00:55:08: Backweathers kehrt zurück verliert jedoch große Teile seiner Hände und sein Gesicht an Erfrierung und wird zu einem der bekanntesten Überlebenden dieser Katastrophe.

00:55:17: Auch jenseits der kommerziellen Expeditionen trägt der Everest diese Ereignisse weiter.

00:55:23: Mitglieder der indu-tibetischen Grenzpolizei bleiben in den folgenden Jahren dauerhaft am Berg zurück, darunter Zevang Paljor, der bereits in den neunzigern Jahren stirbt und später als Green Boots zu einer makaberen Wegmarke für nachfolgende Bergsteiger wird.

00:55:40: Seine Position in einer kleinen Felsnische, nahe der Gipfelroute macht ihn über Jahre hinweg zu einem stillen Bezugspunkt auf dem Weg nach oben.

00:55:49: Und dann gibt es die Geschichte, die nicht mehr am Berg spielt.

00:55:53: Jen Arnold bringt am XXI.

00:55:55: Juli, und ihr Tochter Sarah zur Welt.

00:55:59: Auf ihrer Homepage schreibt Sarah – my mom says that when I was born i looked just like my dad without a beard.

00:56:06: Meine Mutter sagte, als ich geboren wurde, sah ich genauso aus wie mein Vater nur ohne Bart.

00:56:12: Sie wächst ohne ihren Vater auf aber nicht ohne Verbindung zu ihm.

00:56:16: Diese Verbindung entsteht nicht nur durch Erinnerung sondern auch durch Orte und Begegnungen durch das was andere über ihn erzählen.

00:56:25: Als sie sechs Jahre alt ist sieht sie den Everest zum ersten Mal aus einem Flugzeug im Nahflug.

00:56:30: Mit zehn Jahren geht sie selbst zum Basecamp.

00:56:34: Dort trifft sie Sherpas und Bergsteiger, die ihren Vater kannten.

00:56:37: Später beschreibt sie diesen Moment als einen Punkt an dem Sie beginnen zu verstehen wer Rob Hall für andere gewesen ist.

00:56:45: Nicht nur als Name aus einer Geschichte sondern als jemand der respektiert und gemocht wurde am Berg- und in Neuseeland.

00:56:52: Das Jahr zehntelf besteigt sie gemeinsam mit ihrer Mutter den Kilimanjaro mit fünfzehn Jahren.

00:56:58: Der Bezug zum Berg bleibt aber er verschiebt sich.

00:57:02: Auf ihrer eigenen Website schreibt sie, dass sie sich ihrem Vater nicht über den Everest verbunden fühlt sondern etwas anderes.

00:57:09: Unternehmertum der Versuch Dinge zu erreichen die zunächst unmöglich wirken.

00:57:16: Heute lebt sie in Sydney und arbeitet im Bereich High Performance Coaching.

00:57:21: Ihr Vater bleibt eine Figur die sie nie kennengelernt hat Die aber trotzdem eine Rolle in ihr Leben spielt Nicht als Stimme aus einem letzten Gespräch, sondern als etwas das sie sich Stück für Stück selbst

00:57:33: erschließt.

00:57:39: Wir haben ja schon vergangene Woche darüber geredet ob wir selber hoch würden oder nicht.

00:57:45: ich glaube nach heute hat sich die Antwort beim Klaren Nein verschoben mit dieser Katastrophe und ja aber es ist interessant was oder wie unterschiedlich die Menschen sind.

00:57:57: sie da hoch gehen werden.

00:57:58: jetzt Du wirst ja auch gerade noch mal am Ende erwähnt mit Sandy Hill-Pitman, die eine Espresso-Maschine damit auf den Everest nimmt.

00:58:06: Oder eben dann einen Backwaters der... ich hab' auch keine große Klettererfahrung hatte.

00:58:12: und daneben dann Doug Hansen, der ja schon ein Jahr zuvor vor dem Gipfel stand und umdrehen musste und das hat mir in der letzten Folge schon besprochen.

00:58:20: Ich wäre ja auch so jemand, der vor dem gipfel steht und sich dann denken würde ach komm jetzt bin ich ja schon da Und beim zweiten Versuch wurde es ihm ja zum Verhängnis.

00:58:28: Aber was ich interessant fand, war wir jetzt ja nicht mehr über den Aristgroß sprechen müssen in der zweiten Woche und die letzte Woche schon viel gesprochen haben.

00:58:37: Aber einmal Sandy Hill-Pitman und Sarah.

00:58:40: Jetzt quasi zwei Fragen an dich.

00:58:42: Die erste Frage ist zu Sarah, die einfach mit fünfzehn auf dem Klimanscharo steht – mit ihrer Mutter zusammen?

00:58:49: Wie fit warst du?

00:58:50: mit fünfzen hättest du einen großen Berg besteigen können oder warst Okay, du kommst jetzt nicht aus einer Bergsteiger-Familie.

00:58:58: Ihre Mutter ist ja auch mit gestiegen, mit ihrem Vater zusammen.

00:59:02: Ging dann eben nicht, weil sie schwanger war, aber hättest Du mit fünfzehn so was für möglich gehalten?

00:59:07: Für Dich persönlich?

00:59:09: Also ich würde wirklich sagen, dass ich als Fünfzehnjährige sehr viel fitter war als Jetzt.

00:59:14: Beziehungsweise ... Nee!

00:59:15: Mit glatt fünfzehnt tatsächlich nicht.

00:59:18: Also können die Leute sich aus meinem Alter errechnen, aber mit fünfzen begann die Corona-Pandemie bei mir.

00:59:23: Aber vorher habe ich schon... Viel Sport gemacht, auf jeden Fall.

00:59:27: Ich war sehr viel fett als jetzt.

00:59:29: Ähm ... ich glaub aber trotzdem dass man für so eine Bergsteigerleistung ... ich glaube mit ein bisschen mehr Training vielleicht schon.

00:59:38: Also bisschen mehr Trainings was Klettern und Laufen betrifft also weil er im Ballsport tätig in verschiedenen Formen ist.

00:59:44: Aber das ... ich weiß nicht!

00:59:47: Wenn ich richtig Bock drauf gehabt hätte, hätte ich das vielleicht hingekriegt.

00:59:50: Was denkst du zu dir?

00:59:51: Hast du eher so einen Gamerboy?

00:59:53: Ich weiß nicht, ob ich mit fünfzehn... Ja doch.

00:59:55: Das war eigentlich so ein Wortunterricht dieser Zeit wo man wirklich regelmäßig Sport gemacht hat und auch teilweise Spaß dran hatte also nicht in allen.

01:00:04: Kletterschlange war ich ganz gut.

01:00:05: Also so Kletteraufgaben.

01:00:07: Ich konnte dann keinen Hochsprung oder Weitsprungen da war ich eher schlecht.

01:00:10: aber Kletter Sachen die haben ganz gut funktioniert und Fußball spielen, Volleyball spielen.

01:00:15: Irgendwie war man vielseitig und sportlich.

01:00:18: Ob es jetzt für Kliemannscharo, für knapp Sechs Tausend, ich glaube fünftausend achthundert hat er jetzt wahrscheinlich nicht gereicht.

01:00:26: Aber mit einem entsprechenden Vorbereitungs-Training was dann Sarah höchstwahrscheinlich gemacht hat, hätte wir schon vorstellen können dass man es vielleicht dann in dieser Altersrange so mit fünfzehn, vielleicht ist man mit achtzehender nochmal ein bisschen fitter aber da hätte man's vielleicht machen können.

01:00:41: Ich glaube das Klima am Klimanscharo ist ja auch noch mal ein bisschen besser als am Everrest.

01:00:46: deswegen wäre das vielleicht etwas was man machen könnte.

01:00:48: aber trotzdem die Fitness Täuscht nicht darüber hinweg, dass ich auch ein Tollpatsch war und bin.

01:00:54: Und dann einfach vielleicht trotzdem abgerutscht wäre... ...und mir so richtig unspektakulär Random das Genick gebrochen hätte.

01:01:01: Unspektakuler Random?

01:01:04: Ja irgendwie einfach so Klappklack!

01:01:07: Ach, das war Tim.

01:01:11: Weil dafür habe ich einen Talent.

01:01:12: Ich kann auch immer wenn ich meine Spielmaschine ausräume, mir Platzwunden an meinem Schrank holen der über die Maschine hängt weil ich den immer offen stehen lasse dabei.

01:01:19: Und diese schöne Spitze, Kante und Ecke Und der Tür genau dort ist, wo mein Kopf hin zielt.

01:01:26: Wenn ich dann wieder aufstehe vom Bücken... Deswegen glaube auch am Kliemannschau, ob er das genauso.

01:01:32: Nur eben dass sich nicht nach oben geht sondern noch unten.

01:01:34: Ich habe eine sehr makabere Frage!

01:01:36: Wenn du in den Berg bestreiten würdest und du musst ja mit einbrechnen, dass du vielleicht so einem Wegmarker werden würdest?

01:01:43: Ja

01:01:44: Was würdest du dir für...?

01:01:46: Also ich muss eigentlich wirklich mir da einen Detail überlegen.

01:01:48: also bitte zum Beispiel keine Ahnung Die Farbe deines Anzugs in einer Lieblingsfarbe oder so.

01:01:56: Ja, also man muss ja beachten... ...wirst du wirklich eingepackt ne?

01:01:59: Also das ist wahrscheinlich dann irgendwie auch so eine... Also jetzt am Everest... ...ich weiß nicht wie es bei wärmeren Bergen ist.

01:02:05: Das heißt du kannst dich da nicht irgendwie ein cooles Band-Shirt anziehen und denken okay wenn ich sterbe.. ..dann sollen alle sehen dass ich Nirvana Fan bin.

01:02:13: Es geht dann nicht.

01:02:14: Noch

01:02:14: Plakat mit

01:02:15: dem.

01:02:15: Oder so ein kleines Fehnchen.

01:02:17: Ja also könnt ihr höchstens dann dieses Nirvana Logo auf die Daunenjacke Nähen quasi.

01:02:22: Deswegen ja vielleicht irgendwie sowas, das waren sich dann irgendwie so ein Aufnäher aber so halb als Glücksbringer oder einen lustigen Hut mit Katzenölchen drauf oder so ein

01:02:31: Bild von Fiege?

01:02:33: Ja zum Beispiel.

01:02:34: The Catman?

01:02:35: Wissen ihr da draußen eigentlich, dass der Kater so heißt?

01:02:38: Das weiß ich gar nicht, dass er jetzt kann sein im Bild von fiege.

01:02:42: Ja, das ist der Katter in der Hexenfolge.

01:02:44: warst glaube Also er ist oft dabei, aber irgendwann macht der ja mal kurz an.

01:02:49: Ansonsten war bei Anne Bonny und Mary Reed, wo er ins Mikrofon mehaut hat.

01:02:55: Tolle Passage!

01:02:55: Hört sich nochmal an.

01:02:59: Top Co-Host.

01:03:01: Aber ich glaube schon, dass ich irgendwie so ein lustiges Gudi mitnehmen würde... Man muss aber auch beachten, ob das bei Krakow am Buch war, was ich sehr empfehlen kann, gibt es auch als Hörbuch auf diversen Plattformen.

01:03:13: Ich glaub, er schreibt das dass quasi ein Kilo Gepäck wird in der Höhe dann gefüllt zu zehn.

01:03:19: Das heißt wenn du jetzt irgendwie denkst ich nehme meinen Plastik T-Rex mit als mein Glücksbringer und der wiegt halt irgendwie einen Kilo.

01:03:27: Wenn es echt unnötiges Ballast ist dann kannst du vielleicht den T-rex auf dem Gipfel stehen lassen oder so im Sterben ihn dann so auf deine Brust stellen.

01:03:34: Aber dann kann es sein, dass ein Wind den weg weht und dann legt's einfach nur da und... Ja schwierige Frage.

01:03:38: also ja man muss ja irgendwas an seinen Klamotten machen.

01:03:40: Gesicht von Jenna Ortega so auf der Brust Du hast das auch aufnähert.

01:03:47: Also ja, gute Frage!

01:03:48: Ich weiß nicht... Also ich habe jetzt auch keinen... dir doch, ich bin ja wie man vielleicht aus manchen Folgen entnehmen kann.

01:03:54: Ich höre ja metallende Musik und habe dementsprechend eine Kutte mit Aufnähern.

01:03:59: Vielleicht die über die Daunjacke drüber?

01:04:02: Wenn ich dann so sterbe, dann liegt da so ne Leiche.

01:04:06: The Metal Man.

01:04:08: Genau, nicht nur statt Green Boots bin ich Black Boots.

01:04:10: Wir hatten ja in der Terrorfolge über Antrich erzählt, wo die Band, die ja die Expeditionen der Terror vertont hat und quasi auch Menschen im Eis gestorben sind.

01:04:24: Und den habe ich vorne auf der Jacke drauf, den Aufnäher.

01:04:27: Also das wäre sogar ein recht passender Aufnähr für eine Band,die über verschiedene Expeditiones singt mit ihr zusammen auf einer Expedition zu sterben.

01:04:36: Dann würden die mir bestimmt ne Schaltbatte schicken aus Gold an meiner Nachfahren die ich nicht habe aktuell.

01:04:40: Können Sie mir hier schicken?

01:04:42: Genau, also schick bitte liebe Band!

01:04:45: Schickt eine goldene Schaltplatte an Zwerr wenn ich sterbe am Everest.

01:04:49: Ich werde dann den Leuten über den Instagram Bescheid geben aber das wird ihnen nur sehen wenn ihr reinfolgt

01:04:55: Das stimmt.

01:04:56: Aber bevor wir gleich essen gehen wollte ich noch immer noch faszinieren.

01:05:01: finde dass Frau Pitt meine ich glaube sie war Millionärin ja sogar Also ein reiche Kunden Ja, der Espresso-Maschine mitgebracht hat ins Basislager.

01:05:09: Also sie hat sich nicht auf den Gipfel genommen.

01:05:10: Das müssen wir jetzt dazu sagen... Ich

01:05:12: brauche es, sagt

01:05:14: er sich.

01:05:15: So kurz.

01:05:15: Oh, mir ist schlecht, ich muss mal einen Espreso machen.

01:05:17: Espresopatronum!

01:05:23: Espresopotronum.

01:05:26: Mehrere Menschen gleichzeitig beleidigt Harry Potter-Fans, Kaffee-FANS Italiener, Italienarinnen, Aliens die Pfannkuchen bringen aus Italien.

01:05:37: Die halbe Hörerschaft verkrollen.

01:05:40: Was würdest du, wenn du weißt, so Basecamp?

01:05:42: Du bist halt auch zehn Tage oder sowas und musst halt immer mal hoch- und wieder runter auf dem Berg.

01:05:46: Und brauchst halt abends zum Entspannen ein Expresso ... Oder halt was anderes.

01:05:51: Was wäre dein Luxus?

01:05:53: gut, so dschungelkämpfmäßig, das eine Ding, was du dann abends zu relaxen noch hättest?

01:05:59: Hast du einen Gegenstand oder eine ... der noch einen Gegenstand, auf den du nicht verzichten würdest im Everest-Basecamp auf ungefähr fünftausend, zweieinhalb Meter in Höhe.

01:06:09: Im kalten Zelt, im Eis... Was brauchst du da?

01:06:12: Sprechen wir jetzt über Gegenstände so Konsumgängstände oder zum Beispiel so?

01:06:17: Ja, für dich ist es auch ein Teddybär oder ein Bild von mir.

01:06:19: Das kann ja alles sein!

01:06:21: Du willst aber keinen Bild von Mir, sondern von General Otega mitnehmen.

01:06:24: Von daher kann ich dich nicht nennen.

01:06:25: Ihr müsst euch einfach nur mal treffen um uns zusammen Selfying machen.

01:06:28: das würde mir schon reichen.

01:06:32: Ich überlege, ich weiß nicht.

01:06:33: Ich glaube entweder meine Lieblingsgummibärchen für ... Ja das kann die Leute nicht wissen wie was für ein obsessives Verhalten ich diesen Gummibären habe.

01:06:46: Ich glaub die würden mich schon da mir einen Stück Glücksgefühl zurückgeben.

01:06:52: Ich hab auch noch mein Kindheitskuscheltier, Holgi.

01:06:56: Den Namen kann ich ja droppen.

01:06:58: Cooler Typ hat mich durch mein ganzes Leben begleitet.

01:07:03: Dann würde ich ihn auch mit auf den Montepris nehmen, sag ich ehrlich.

01:07:06: Ich hab selber's bei dir?

01:07:10: Gute Frage!

01:07:10: Aber wenn ich an so einen coolen Gegner bin, dann ist er entweder zu groß oder so.

01:07:15: eine Lieblingsgitarre kann man nicht mitnehmen.

01:07:17: Eine Kamera habe ich jetzt nicht zählen weil die hat noch gar nicht eh dabei.

01:07:20: Ein Podcast-Set natürlich und dann live aus dem Link.

01:07:24: Alles

01:07:24: für die Community.

01:07:28: Also ein Bild von den Kätzchen oder der Familie... Was man da auch mit auf den Gipfel nehmen kann, dann kannst du deine Foto oder eine Familie oder deinen Lieblings-Podcast-Kohos auf dem Gipfel abstellen.

01:07:40: Das ist ja auch ganz cool!

01:07:42: Ja...

01:07:43: Deswegen glaube ich auch eher so Bilder gippen.

01:07:48: Das hätte ich aber auch ganz kurz über sowas nachgedacht?

01:07:50: Gippen mal

01:07:50: ein Bier!

01:07:50: Aber das ist doch

01:07:51: nicht... Du bist super fertig raus am Abend ne Kippe und am nächsten Tag musst du dann... Keine Ahnung, um den sechstausend Meter Höhe.

01:07:59: Ich glaube das ist keine gute Kombination.

01:08:01: Wahrscheinlich

01:08:01: auch heftig rein.

01:08:02: Wenn ich schon Schauerstoff mangle und dann noch rauch dazu.

01:08:05: Ja da ist also dein Todesurteil unterschrieben glaub' ich.

01:08:09: Ne.

01:08:10: Genau aber ja, ich glaube am ehesten wahrscheinlich wirklich auch Bilder von jemanden oder etwas?

01:08:17: Ein Bild von meinem Laptop, ich vermisse nicht nur von der Playstation.

01:08:19: Ein Grill!

01:08:25: MP-Dreibler, ja.

01:08:26: Ja, man hat das Handy dabei irgendwie.

01:08:27: Aber das

01:08:28: Glitter bestimmt da oben gar nicht, wenn es so kalt ist oder?

01:08:30: Also mein Handy geht immer direkt aus bei minus...

01:08:32: Achso, aber der MP-dreible hält dir dann besser mit Batterien?

01:08:36: Ich weiß nicht, ich hab... Fäll

01:08:37: ich noch ein Gasbetrieb?

01:08:41: Eine

01:08:43: Band!

01:08:43: Wir haben eine Band mitgefragt.

01:08:46: Ja gut, aber Gute Hinweise mit den Gummi-Bärchen.

01:08:49: Die haben wir heute bei der Aufnahme übrigens nicht dabei, denn die sind schon ins Basislager gereist für uns.

01:08:55: Denn was man im Basislagar auf jeden Fall braucht ist gute Snacks!

01:09:02: Erstens eine falsche Info über Sauerstoff veränderte Entscheidungen am Berg.

01:09:07: Am Südgipfel werden Sauerstoffsflaschen als leer gemeldet obwohl später festgestellt wird dass noch nutzbare Zylinder vorhanden sind.

01:09:16: Diese Fehlanschätzung führt dazu, dass oben geblieben wird statt sofort abzusteigen.

01:09:21: Ein Zeitverlust der sich in der Todeszone nicht mehr ausgleichen lässt.

01:09:26: Zweitens – ein Mann wird für tot gehalten und kommt zurück.

01:09:31: Backwarders wird nach einer Nacht im Sturm aufgegeben weil er sich nicht mehr bewegt und als nicht transportfähig gilt.

01:09:37: Stunden später steht er wieder auf und erreicht aus eigener Kraft das Lager obwohl er bereits schwere Erfrierungen erlitten hat.

01:09:43: Drittens Eine Everest-Besteigung ist heute ein durchorganisiertes Hochpreisprojekt.

01:09:49: Moderne Expeditionen kosten häufig zwischen vierzigtausend und über hunderttausende Dollar, je nach Anbieter und Komfortniveau.

01:09:57: Die Dauer liegt weiterhin bei etwa sechs bis acht Wochen inklusive Akklimatisation.

01:10:03: Gekauft wird ein komplettes System aus Logistik, Schärbersupport und Infrastruktur aber kein sicherer Gipfelerfolg!

01:10:12: Viertens Rob Halls Tochter wächst mit dem Everest auf, ohne je auf dem Gipfel gewesen zu sein.

01:10:18: Sarah Arnold-Hall wird neunzig nach der Katastrophe geboren und sieht den Everest erst Jahre später bewusst.

01:10:24: Mit zehn Jahren geht sie selbst zum Basecamp und trifft Menschen die ihren Vater kannten.

01:10:28: Ihr Bezug entsteht nicht durch Erinnerungen sondern durch Erzählungen und Begegnungen.

01:10:39: Das Team um David Brushes dreht eigentlich einen Everest-Film und befindet sich während des Sturms selbst am Berg.

01:10:46: Sie brechen ihre Dreharbeiten ab, um beim Abstieg und bei Rettungsversuchen zu helfen.

01:10:51: Einige ihrer Aufnahmen werden später Teil des IMAX Films Everest von ... Ich drücke meine Stirn an das Fenster weil alle nach draußen schauen.

01:11:05: da ist er viel größer als ich dachte Nicht wie ein Berg aus einem Buch, sondern wie etwas das einfach da ist und nicht weggeht.

01:11:13: Mama sagt etwas aber ich höre nur halb zu.

01:11:16: Ich sehe nur das Weiß die Kanten den Wind der über alles hinwegzieht obwohl ich ihn nicht hören kann.

01:11:23: Irgendwo da oben isst er.

01:11:25: Nicht sichtbar aber auch nicht weg.

01:11:27: Ich versuche mir vorzustellen wo genau ob man es erkennen könnte wenn man näher dran wäre.

01:11:33: Ob er mich sehen könnte?

01:11:35: Der Berg wirkt ruhig, nicht traurig Einfach still.

01:11:39: Ich lege meine Hand an die Scheibe und für einen Moment fühlt es sich an, als wäre das nah genug.

01:11:48: Das war Radio Obscura.

01:11:50: Wenn euch diese Vögel gefallen hat dann bleibt erfrequenz.

01:11:53: folgt uns und lasst gerne eine Bewertung.

01:11:55: da

01:11:56: Behörden wir uns bis dahin?

01:11:57: Bleibt lieber beim Bouldern Bleib bei euch!

01:12:00: Bleibt im Dunkeln

01:12:01: Und radio aus.

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