#038: Challenger Disaster - 73 Sekunden
Shownotes
🎧 Worum geht’s in dieser Folge?
Am 28. Januar 1986 hebt die Challenger vom Kennedy Space Center ab. An Bord befinden sich sieben Menschen, darunter die Lehrerin Christa McAuliffe. Millionen Schülerinnen und Schüler verfolgen den Start. 73 Sekunden später zerbricht die Raumfähre über dem Atlantik.
Doch die Geschichte von STS-51-L beginnt lange vor diesem Morgen. Ingenieure hatten vor den Auswirkungen der ungewöhnlich niedrigen Temperaturen auf die O-Ringe der Feststoffraketen gewarnt. Trotzdem erhält die Mission ihre Startfreigabe.
Radio Obscura erzählt vom Aufstieg des Space-Shuttle-Programms, der Challenger und ihrer Crew, vom Teacher-in-Space-Projekt und den Entscheidungen in der Nacht vor dem Start. Es geht um Richard Feynman und die Rogers Commission, um die Normalisierung bekannter Risiken, die spätere Columbia-Katastrophe und um das Vermächtnis einer Mission, deren Bilder sich tief in die amerikanische Erinnerung eingeschrieben haben.
Kapitel
(00:00:00) Opening: Der Start, den Kinder sehen sollten (00:01:04) Intro & Begrüßung (00:08:02) Vom Wettlauf zum Alltag (00:12:51) Das Arbeitspferd Challenger (00:16:48) Die Lehrerin im All (00:21:56) Der Druck steigt (00:28:58) 73 Sekunden (00:34:51) Die Untersuchung (00:40:58) Die Katastrophe nach der Katastrophe (00:47:39) Was bleibt (00:53:34) Talk (00:58:23) snacks.fm (01:00:05) Die Kinder vor den Fernsehern
📚 Quellen & Literatur
• Challenger Center (Hg.): Materialien zur Geschichte der Organisation und der Challenger Learning Centers, Washington, D.C., o. J. • Columbia Accident Investigation Board (Hg.): Columbia Accident Investigation Board Report. Volume I, Washington, D.C. 2003. • Feynman, Richard P.: Personal Observations on the Reliability of the Shuttle, Appendix F zum Bericht der Rogers Commission, Washington, D.C. 1986. • Higginbotham, Adam: Challenger. A True Story of Heroism and Disaster on the Edge of Space, New York 2024. • National Aeronautics and Space Administration (Hg.): Materialien und Missionsdokumentation zu STS-51-L und zur Space-Shuttle-Geschichte, Washington, D.C., o. J. • Presidential Commission on the Space Shuttle Challenger Accident (Hg.): Report to the President. Actions to Implement the Recommendations of the Presidential Commission on the Space Shuttle Challenger Accident, Washington, D.C. 1986. • Reagan, Ronald: Address to the Nation on the Explosion of the Space Shuttle Challenger, Washington, D.C., 28. Januar 1986. • Vaughan, Diane: The Challenger Launch Decision. Risky Technology, Culture, and Deviance at NASA, Chicago 1996.
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🎙️ Hosts: Svea & Tim
Samples: NASA, CNN, US Government
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00:00:02: Am eighthundzwanzigsten Januar nineteenhundertsechzechzig sitzen Millionen amerikanischer Kinder vor Fernsehgeräten in ihren Klassenzimmern.
00:00:11: An diesem Morgen soll etwas passieren, das noch wenige Jahre zuvor undenkbar gewesen wäre – eine Lehrerin fliegt ins
00:00:18: All!
00:00:19: Christa MacAuliffe ist keine Astronautin.
00:00:22: sie unterrichtet Geschichte an einer High School in New Hampshire.
00:00:26: Die NASA hat sie ausgewählt, um zu zeigen dass Raumfahrt inzwischen mehr sein kann als ein Wettlauf der Supermächte.
00:00:34: Um elf Uhr achtunddreißig hebt die Raumfähre Challenger vom Kennedy Space Center Launch Complex Thirty-Nine B ab!
00:00:44: Den ganzen Tag, der als Triumph der Raumfahrt geplant war wird zu einem der erschütterndsten Momente der amerikanischen Fernsehgeschichte.
00:01:01: Willkommen bei Radio Obscura!
00:01:45: Wo wir auch überall sind, ist Instagram.
00:01:51: Und unsere Homepage, Radiobskura-Podcast bei Insta klein und sammgeschrieben oder radiobskuras.de Da seht ihr wie immer die Bilder zu unserer
00:02:00: Folge.
00:02:01: Ich weiß gar nicht ob wir das ständig erwähnen müssen.
00:02:04: ich werde mal anschauen wie viele Leute auf unsere Home Page klicken oder bei bei Instagram.
00:02:11: Fähig wisst ihr es ja auch alle schon und wir erwähne das völlig umsonst.
00:02:14: was man nie oft genug erwähnen kann ist,
00:02:17: dass es
00:02:18: Ham the Astrochimp gibt.
00:02:21: Bevor die Menschen ins All flogen, die wir
00:02:23: heute besprechen
00:02:24: waren schon Tiere im Weltall Leica, die Hündin Ham der Astro-Chimp.
00:02:28: Ich glaub auch Katzen waren schon im All und der erste deutsche Sigmund
00:02:31: Jén.
00:02:32: Da hab ich natürlich vergessen, es wär zum Angeben meiner Sigmun Jén Autogramme zu zeigen und die unterschriebenen Bücher von ihm.
00:02:40: Hast du?
00:02:40: Weil mein Opa hat ihn in den Zentrifug herumgeschleudert in der Ausbildung zum Kosmonauten.
00:02:47: In Königsbrück war das Luftfahrtmedizinzentrum quasi, deswegen warum interessiert mich die heutige Folge so sehr?
00:02:55: Nicht nur weil es ist der vierzigste Jahrestag, also okay, es war im Januar, war der viertigste Jahrstag, neunzigzehn achtzig bis zwanzig sechsundzwanzig, sondern auch weil ich schon seit Seit Kindestagen, sozusagen immer fasziniert war vom Weltall und Sigmund Jén.
00:03:08: Und sind sehr schöne Erinnerungsstücke an meinen Großvater der nicht selbst im All war, er war in den Lüften und war dann Luftfahrtmediziner.
00:03:16: aber ist natürlich auch eep teuer?
00:03:18: ich wollte A-Steuer sagen wenn ihr das darf.
00:03:19: Ist natürlich auch A-steuer da hoch zu fliegen?
00:03:23: Aber wenn ein Flug ins All so teuer wäre wie ein ICE Ticket
00:03:27: würdest du eine Runde
00:03:29: im All drehen?
00:03:30: Ja Das ist natürlich wieder so eine Frage.
00:03:32: Einerseits auf jeden Fall, aber ich glaube schon dass das erst mal wie lange dauert es und wie gefährlich es ist.
00:03:40: Und mit wem bin ich auch da?
00:03:41: Also weißt du wenn ich jetzt dann so... Oh mein Gott!
00:03:47: Sie wird tatsächlich von der NASA oder laut NASA Definition zählt sie offiziell als Astronautin, weil sie hoch genug war um als Astronaute zu gelten.
00:03:56: Dann gibt es glaube ich eine Höhengrenze dafür und die Leute, die wir heute besprechen
00:04:01: sind
00:04:02: unter der Grenze gescheitert nenn ich's mal.
00:04:06: Also offizielle eigentlich keine.
00:04:07: Astronauten haben auch natürlich die Ausbildung gemacht im Gegensatz zu Katy Perry wahrscheinlich deutlich umfassender.
00:04:12: Aber per Weltall-Definition ist Katy Perry mehr Astronauten als viele dieser Crew, die heute besprechen werden.
00:04:20: Ich hab das nämlich dann mal... weil ich mich das gefragt habe so sie sind ja gar nicht hochgekommen oder die ist ja beim Start.
00:04:27: also ich denke mal es ist ein bisschen alter dass die Rakete explodiert.
00:04:31: So am welcher Höhe war das?
00:04:32: War das schon im Weltall?
00:04:33: haben Sie's geschafft?
00:04:34: hat quasi Dieser eine Person, die da mit sollte.
00:04:38: als Normalperson hat sie den Status Astronautin jeweils erreicht.
00:04:42: Sie wird natürlich jetzt in Errungen und Erinnerungen als solche bezeichnet.
00:04:47: aber wir sind uns mal nicht so strengen dass wir nach der Streckendefinition gehen.
00:04:51: Aber ja Katy Perry ist Astronauten aber Christy oder Krista über die heute sprechen es ist nicht.
00:04:58: Das ist krank!
00:04:59: Jetzt mal unabhängig davon.
00:05:01: Wenn du jetzt Leute mithättest, die du magst dann würdest du einen günstigen Allflug machen der auch sicher ist.
00:05:06: Also gehen wir uns einfach mal davon aus.
00:05:07: alles geht gut.
00:05:08: es ist wie Fliegen wie Busfahren wie Zug fahren.
00:05:12: Ja gut also ob die EC-Etec jetzt gerade günstig sind?
00:05:14: das eine andere Frage Aber für ne Runde ins Allwässe jeden Fall günstigt.
00:05:17: das stimmt Ja mein Gott ich verstände es ja glaube ich dann eher nicht nein sagen und Du?
00:05:23: Also wie gesagt mit Katy Perry würde ich vielleicht nein sagen.
00:05:25: Ich habe es mir nicht ein bisschen anstrengen.
00:05:27: Man macht ja in den ganzen Zeit so Geräusche gemacht.
00:05:30: Du bist dann immer so bei einem Parabelflug, wenn dann immer dieser kurze Moment Schwerelosigkeit kommt.
00:05:37: Dann
00:05:37: denkst du also,
00:05:38: geil gleich schwerelos und alle machen so... You're
00:05:41: gonna hear me wrong!
00:05:43: Das war
00:05:43: die Zeit der Fresse.
00:05:46: Junge ich hab's erst gar nicht gerappt, worauf die Nase ist.
00:05:52: Also ich würd vielleicht sogar mit Katy Perry
00:05:54: fliegen.
00:05:55: Du würdest mit Katy Paris fliegen?
00:05:57: Aber lieber natürlich mit Nina Tuba.
00:05:59: Die werden sich auch fliegen, genau.
00:06:02: Schreiben wir uns mal eine Nachricht!
00:06:05: Ist ja ganz nervös, da kommt gar nicht mehr.
00:06:08: Aber ich glaube sie würden auch ins All fliegen?
00:06:10: Wir fragen Sie mal... Ich sehe sie ja im August wenn sie meinen Brüllen hört aus der Masse während sie auf der Bühne steht.
00:06:17: Willst du ins All?
00:06:20: Schauen wir mal, ich werde euch berichten ob ich mit Nina Chubans All fliege werde.
00:06:24: Gehen wir jetzt mal nicht ins All, sondern einfach nur in die Schwerelosigkeit.
00:06:27: Das finde ich auch super interessant!
00:06:28: Das würde ich gerne mal ausprobieren.
00:06:29: Also nicht nur so unter Wasser wo man ja auch quasi so schwebt, sondern wirklich so Schwerelosigkeit.
00:06:34: Würde dich das interessieren?
00:06:36: Ja... Ich bin nicht so der riesen Fan von Schwimmen und so.
00:06:40: Ich finde irgendwie dass dann nicht viel mit... also das ist eine andere Art.
00:06:43: Diese Schwere-Losigkeit finde ich eher erdrückend wenn man ja in sowas drin ist.
00:06:47: aber so save was es gibt da diese Kammern wo man sich schweben kann.
00:06:50: Das würde mich auf jeden Fall gern mal ausrobieren.
00:06:52: Also ich weiß nicht, wie viel kostet sowas wohl.
00:06:54: Das können wir immer vom Podcast absetzen.
00:06:58: Betriebsausflug?
00:06:59: Bei R Zero G ist
00:07:01: in Frankreich, da kostet so ein Parabelflug oder so einen Zero-Cravity-Flug aktuell um die sieben Tausend neunundfünfzig Euro.
00:07:10: Im sonstigen Zeitman für Parabelflüge ungefähr sechstausend Euro könnten mir halt so aus der Portugkasse machen.
00:07:16: mal aber... Muss man halt auch nach Frankreich.
00:07:21: Muss man
00:07:21: wollen?
00:07:21: Nein,
00:07:22: in Frankreich ist sehr schön!
00:07:24: Liebe Grüße an unsere Hörer,
00:07:27: wenn ihr zufällig
00:07:29: die Besitzer von Air
00:07:30: Zero G seid, dann ladet uns
00:07:32: doch mal ein
00:07:33: für einen Parabelflug.
00:07:35: Eigentlich ein perfekter Übergang, denn die Space Shuttles der NASA waren ja so etwas als Projekts wo es darum ging das Fliegen ins All zu normalisieren und deswegen gab's dann auch dieses Programm In Anführungsstrichen normal Bürgerinnen und Bürgerinnen sich bewerben konnten, um mit ins All zu fliegen.
00:07:54: Beginnen wir mal mit dem Wettlauf ins All?
00:07:57: Mit dem Alltag im All!
00:08:00: Viel Spaß!
00:08:01: Am februarzwanzigsten Mai, nineteenhundsechzig dritt US-Präsident John F Kennedy vor den Kongress.
00:08:13: Die Vereinigten Staaten liegen am Wettlauffinsall hinter der Sowjetunion zurück.
00:08:17: Sputnik umkreist bereits seit vier Jahren die Erde.
00:08:20: Jury Gagarin ist neunundsechzig gut sechs Wochen vor Kennedys Rede als erster Mensch ins All geflogen und die amerikanische Raumfahrt such nach einem Ziel, das groß genug ist um den Rückstand aufzuholen.
00:08:33: Kennedy formuliert dieses Ziel in einem Satz der Raumfahrtsgeschichte schreiben wird.
00:08:52: Ich bin der Überzeugung, dass ich diese Nation dazu verpflichten sollte noch vor Ablauf dieses Jahrzehnts das Ziel zu erreichen einen Menschen auf dem Mond landen zu lassen und ihnen sicher zur Erde zurückzubringen.
00:09:04: Es ist weniger eine wissenschaftliche Vision als eine politische Kampfansage.
00:09:09: Der Weltraum wird zum Schauplatz des Kalten Krieges.
00:09:13: Acht Jahre später erreicht Apollo Elf den Mond.
00:09:16: Am zwanzigsten Juli, neunundsechzig setzt Neil Armstrong seinen linken Fuß auf die Mondoberfläche und spricht die Worte, die bis heute untrennbar mit diesem Moment verbunden sind.
00:09:38: Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen aber ein gewaltiger Sprung für die Menschheit.
00:09:44: Für den USA ist dies der größte Triumph ihrer Geschichte Und gleichzeitig beginnt damit ein Problem Denn nachdem ein Mensch den Mond betreten hat stellt sich eine einfache Frage Was kommt eigentlich als nächstes?
00:09:57: Das Apollo-Programm verschlingt gewaltige Summen.
00:10:00: Die Saturn V Raketen gehören zu den größten Maschinen, die je gebaut wurden.
00:10:04: Jede Maschine erfordert neue Hardware, neue Vorbereitungen und Milliardeninvestitionen.
00:10:10: Als Apollo-Sebzehn im Dezember neunzehnt zweieinhalbzig den Mond verlässt endet nicht nur die letzte Mondmission Es endet auch die Zeit in der sich nahezu unbegrenzte Budgets mit dem Wettlauf gegen Moskau rechtfertigen lassen.
00:10:22: Die NASA braucht eine neue Zukunftsvision.
00:10:25: Statt immer neue Raketen zu bauen entsteht die Idee eines wiederverwendbaren Raumfahrzeugs.
00:10:31: Offiziell spricht die Behörde vom Space Transportation System, kurz STS.
00:10:36: Der Begriff ist aufschlussreich, geplant ist nicht einfach ein weiteres Raumschiff, geplannt als ein Transportsystem.
00:10:43: Raumfahrt soll berechenbarer und günstiger werden!
00:10:46: In Werbematerialien und Präsentationen der neunzehnten siebziger Jahre beschreibt die NASA das Schuttel als den Beginn einer neuen Ära des Weltraumtransports.
00:10:54: Satelliten sollen gestartet und repariert werden.
00:10:57: Wissenschaftler sollen ins All fliegen, militärische Nutzlasten sollen transportiert werden.
00:11:02: Was während Apollo noch Ausnahmezustand war soll künftig zum Alltag gehören.
00:11:08: Die Erwartungen sind entsprechend enorm.
00:11:11: Interne Planungen und Prognosen gehen zeitweise von mehr als zwanzig Shuttle-Missionen pro Jahr aus.
00:11:17: Einige Modelle rechnen sogar mit deutlich höheren Flugraten.
00:11:20: Der ehemalige Chef-Historiker der NASA, Roger D. Lorneus oder später der britische Journalist Adam Higgenboffen weisen darauf hin wie optimistisch diese Annahmen waren.
00:11:31: Das Shuttle wird nicht als seltenes Prästichobjekt vermarktet.
00:11:34: Es wird als Arbeitspferd einer neuen Raumfahrterra präsentiert.
00:11:39: Am zwölften April, dekondizierte die Raumfähre Columbia zum Mission STS-ONE.
00:11:46: Der Flug ist historisch.
00:11:48: Nie zuvor hat ein komplett neues bemanntes Raumverzeug seinen jungen Fernflug direkt mit einer Besatzung an Bord absolviert.
00:11:55: Das Risiko ist enorm, viele Ingenieure wissen dass sie sich auf unbekanntem Terrain bewegen.
00:12:00: doch der Test gelingt und mit jedem weiteren erfolgreichen Flug wächst das Vertrauen.
00:12:05: Anfang der neunzartachtiger Jahre beginnt sich die öffentliche Wahrnehmung der Raumfahrt zu verändern.
00:12:10: Das Shuttle startet nicht mehr um Fahnen auf fremden Himmelkörpern aufzustellen.
00:12:15: Es startet für Satelliten, Experimente und Routineaufgaben.
00:12:19: Die spektakuläre Pionierzeit scheint vorbei zu sein.
00:12:23: Die insgesamt fünf Raumfernen tragen Namen wie Columbia, Challenger, Discovery, Atlantis und Endive.
00:12:31: Sie werden zu vertrauten Symbolen einer Zukunft die bereits begonnen zu haben scheint.
00:12:36: Der Weltraum wirkt nicht länger wie ein unerreichbarer Ort für wenige Außerwählte.
00:12:41: Stattdessen entsteht der Eindruck, dass Raumfahrt etwas werden könnte – das regelmäßig geschieht.
00:12:46: Etwas Normales!
00:12:53: Als die NASA Anfang der neunzehntetachtiger Jahre ihre neue Schuttelflotte aufbaut, gehört die Challenger ursprünglich gar nicht dazu.
00:13:01: Das Konzept der Shuttles wird bereits am fünftzehnten März neunundseventeilig festgelegt und schließlich von North American Rockwell heute Teil von Boeing umgesetzt.
00:13:11: Bevor die Challenger zur Raumfähre wird, trägt sie die nüchterne Bezeichnung STA-O-Ninety-Nine.
00:13:17: Structural Testarticle.
00:13:19: Sie dient wie der Name vermuten lässt als struktureller Testartikel für Belastungsversuche am Boden.
00:13:26: Ingenieure setzen die Struktur unter Druck, simulieren Staats und Landungen und prüfen ob das neue Schattelkonzept den enormen Kräften eines Raumflugs standhalten kann.
00:13:35: Erst später, ab neunundsiebzig entscheidet die NASA aus dem Testobjekt einen vollwertigen Orbiter zu machen.
00:13:42: Im Oktober zweiundachtzig ist die Umrüstung abgeschlossen.
00:13:46: Aus STA O-Ninety-Nine wird OV O-ninety-Nein.
00:13:50: Orbiter Vehikel O- Ninety-nein.
00:13:54: Ein ungewöhnlicher Anfang für ein Raumfahrzeug das schon wenige Jahre später zu den bekanntesten Maschinen der Welt gehören wird!
00:14:01: Am vierten April, neunzehnt dreiundachtzig startet die Challenger schließlich erstmals ins All.
00:14:07: Die Mission trägt die Bezeichnung STS-Six.
00:14:11: Die ersten fünf Missionen flog allesamt die Kolumbia.
00:14:15: An Bord befinden sich vier Astronauten Paul Whitez Carol Bobko Donald Peterson und Story Musgrave der als einziger übrigens mit allen fünf Space Shuttles im All war.
00:14:26: Während des Fluges findet auch der erste Weltraumausstieg das Shuttle-Programms durch Musgrave und Petersen statt.
00:14:33: Die Mission gilt als Erfolg, und markiert den Beginn einer bemerkenswerten Einsatzgeschichte.
00:14:38: Schon bei ihrem zweiten Flug schreibt die Raumfähre Geschichte.
00:14:42: Im Juni in three hundred eighty startet die Mission STS seven Mit an Bord ist Sally Ride.
00:14:49: Mit zweiunddreißig Jahren und dreinzehntig Tagen wird sie zur jüngsten US-amerikanischen Person im Weltraum.
00:14:55: Und zugleich zur ersten US-Amerikanischen und dritten Frau überhaupt, die ins All flog!
00:15:01: Die Mission wird weltweit verfolgt... ...und macht Wright zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten der amerikanischen Raumfahrt.
00:15:07: Nur wenige Wochen später folgt der nächste Malenstein.
00:15:10: Auf STS-Eight fliegt Guyon Blufford mit der Challenges all und wird damit zum Ersten Afroamerikaner im Weltraum.
00:15:17: Die Mission bringt zudem einen weiteren Rekord hervor.
00:15:21: Den ersten Nachtstaat und die erste Nachtlandung des Shuttle-Programms.
00:15:26: Während die Öffentlichkeit vor allem die historischen Premieren wahrnimmt, entwickelt sich die Challenger innerhalb der NASA zunehmend zum verlässlichen Arbeitstil der Flotte.
00:15:35: Mission folgt auf Missionen.
00:15:36: Satelliten werden ausgesetzt, wissenschaftliche Experimente durchgeführt neue Verfahren werden getestet Die Raumferre verbringt immer mehr Zeit im Urbalt und sammelt Flugerfahrung, während das Schattelprogramm insgesamt an Selbstvertrauen gewinnt.
00:15:50: Mitte der neunzehltachziger Jahre scheint es Konzept aufzugehen.
00:15:54: Die Raumfernen starten regelmäßig die Bilder ihre Landungen wirken beinahe vertraut.
00:15:59: was wenige Jahre zuvor noch wie ein riskantes Experiment ausgesehen hat erscheint nun als funktionierendes System.
00:16:06: Den Challenger steht dabei beispielhaft für diese Entwicklung.
00:16:10: Sie ist nicht die erste Raumfahrer der NASA und nicht die größte technische Sensation in der Flotte.
00:16:15: Doch sie gehört zu den aktivsten Orbitern ihrer Zeit, kaum ein anderes Schattel sammelt in so kurzer Zeit so viele Missionen und so viele sichtbare Erfolge.
00:16:23: Mit jedem Flug wächst der Eindruck dass das Schattellprogramm sein Platz gefunden hat.
00:16:29: Die großen Schlagzeilen der Apollo-Ara mögen vorbei sein doch die Zukunft der Raumfahrt scheint inzwischen etwas anderes zu sein Nicht einzelne spektakuläre Missionen, sondern regelmäßige Flüge.
00:16:41: Und kaum eine Raumfähre verkörpert diese neue Normalität so sehr wie die Challenger.
00:16:50: Am siebenundzwanzigsten August nineteenhundertvierundachtzig kündigt Präsident Ronald Reagan ein neues Programm der NASA an.
00:16:58: Zum ersten Mal soll keine Astronautin, keine Wissenschaftlerin und keine Militärpiloten ins All fliegen – Sondern eine Lehrerin!
00:17:07: Die Idee dahinter ist einfach... Millionen Kinder lernen jeden Tag in Klassenzimmern etwas über Geschichte, Mathematik oder Naturwissenschaften.
00:17:16: Nun soll eine Lehrkraft die Möglichkeit bekommen den Unterricht direkt aus dem Weltraum vorzusetzen.
00:17:22: Die Resonanz ist überwältigend.
00:17:25: Mehr als elf Tausend Lehrerinnen und Lehrer aus allen Fünfzig Bundesstaaten bewerben sich.
00:17:30: Aus den elf-tausend-einhundertsechsundvierzig Bewerbungen wird am neunzehnten Juli, neunzentfünfundachzig schließlich eine Frau ausgewählt, die auf den ersten Blick nicht wie einer zukünftige Astronautin wirkt.
00:17:42: Krista McAuliffe ist Geschichts- und Sozialkundelehrerin an der Concord High School in New Hampshire.
00:17:48: Sie wird am zweiten September, neunsund achtenvierzzig als Sharon Krista Corrigan in Boston, Massachusetts geboren.
00:17:55: Nach ihrem Masterstudium zog sie mit ihrem Mann Steven McAuliffe nach Concord near Hampshire.
00:18:00: Bis neunzehntneunundsiebzig krieg das Paar einen Sohn und eine Tochter.
00:18:05: Zu ihren liebsten Themen gehörten Pionierinnen und die Geschichte der US-amerikanischen Frauen.
00:18:10: Das wird auch in ihrer Bewerbung deutlich, in der Sie schreibt... Diese Gelegenheit, meine Fähigkeiten als Pädagogin mit meinem Interessen für Geschichte und Raumfahrt zu verbinden ist eine einzigartige Chance, meine früheren Träume wahrzumachen.
00:18:32: Ich war bei der Geburt des Raumfahrts all das dabei – ich möchte gerne mitmachen!
00:18:37: Wer Kollegen, Freunde oder ehemalige Schüler nachher fragt, hört immer wieder ähnliche Beschreibungen.
00:18:43: Neugierig, begeisterungsfähig jemand der Geschichten erzählen kann.
00:18:48: McOliffe selbst beschreibt ihren Beruf mit einem Satz, der später zu ihrem bekanntesten Zitat werden wird I touch the future.
00:18:56: I teach.
00:18:57: Ich berühre die Zukunft, ich
00:18:59: leere.".
00:19:01: Die NASA sucht in diesen Jahren nach Möglichkeiten das Shuttle-Programm stärker in den Alltag der Amerikaner zu bringen.
00:19:07: Crystal McOliffe scheint dafür die ideale Kandidatin zu sein – sie kann komplexe Themen verständlich erklären, wirkt vor der Kamera natürlich und verkörpert genau die Botschaft, die die Behörde vermitteln möchte.
00:19:19: Raumfahrts soll nicht länger ausschließlich einer kleinen Elite gehören!
00:19:22: Mit der Auswahl beginnt eine monatelange Medienaufmerksamkeit.
00:19:28: Zeitungen berichten über die Lehrerin aus New Hampshire.
00:19:31: Fernsehsender begleiten ihre Ausbildung, Schulen im ganzen Land verfolgen ihren Weg zur NASA – doch Crystal McAuliffe fliegt nicht allein!
00:19:40: An der Spitze der Mission steht Kommandant Dick Scooby.
00:19:43: Der ehemalige Pilot der US Air Force gehört zu den erfahrensten Mitgliedern der Besatzung und hat bereits einen Raumflug absolviert.
00:19:49: Neben ihm sitzt Pilot Michael Smith Ein Testpilot der US Navy, für den die Missionen der Airster Flug ins All sein wird.
00:19:57: Zur Mannschaft gehören außerdem mehrere Wissenschaftler und Spezialisten, die die Vielfalt des Shuttlebocrams widerspiegeln.
00:20:03: Judith Resnick zum Beispiel ist Elektroingenieurin und gehört zu den bekanntesten Astronautinnen ihrer Generation.
00:20:10: Ronald McNair, Physiker- und leidenschaftlicher Saxophonspieler hat bereits einen Shuttleflug hinter sich!
00:20:16: Allison Onizuka ist Testpilot der Air Force und der erste asiatisch-amerikanische Astronaut, der den Weltraum erreicht hat.
00:20:24: Komplettiert wird die Besatzung durch Gregory Jarvis.
00:20:27: Der Ingenieur arbeitet für USE Aircraft und soll während der Mission Experimente zur Satellitentechnik betreuen.
00:20:33: Für ihn es ist der erste Raumflug.
00:20:35: Eingeplant sind zwei Ersatzpersonen Louise Butterworth für Jarvis und Barbara Morgan für Christa MacOlef.
00:20:43: Jeder von ihnen bringt eine eigene Geschichte mit Doch zusammen bilden sie genau die Art von Mannschaft, die das Shuttle-Programm Mitte der neunzehntachziger Jahre repräsentieren soll.
00:20:53: Literpiloten, Ingenieure, Wissenschaftler und Spezialisten – und mittendrin eine Lehrerin!
00:20:59: Krista McAuliffe soll während der Mission Unterrichtseinheiten aus dem Ohr bethalten.
00:21:03: Millionen Schüler sollen erleben wie Raumfahrt aussieht wenn sie nicht für Astronauten gemacht wird sondern für Menschen am Boden.
00:21:11: Und die Idee scheint zu funktionieren.
00:21:13: Noch bevor die Mission überhaupt gestartet ist, kennen viele Amerikaner ihren Namen.
00:21:18: Fernsehsender berichten über die Vorbereitungen, Schulen planen gemeinsame Übertragungen, Lehrkräfte sprechen im Unterricht über die bevorstehende Mission.
00:21:25: Nach Schätzungen verfolgen später rund zwei Komma fünf Millionen Schülerinnen und Schüler den Staat in ihren Klassenräumen.
00:21:32: Die Mission STS-Fifty One L ist damit weit mehr als ein weiterer Schattelflug.
00:21:37: Sie ist eine öffentliche Demonstration dessen, was die NASA in den vergangenen Jahren versprochen hat.
00:21:43: Das Shuttle soll Wissenschaft ermöglichen und Menschen zusammenbringen – zeigen, dass der Weltraum nicht länger unerreichbar ist.
00:21:50: Anfang nineteenhundertsechsundachzig scheint dieses Versprechen zum Greifen nahe.
00:21:57: Zwanzig Jahre zuvor schien das nur schwer vorstellbar, dass Mitte der Achtziger Raumfernen regelmäßig im Einsatz sind.
00:22:04: Die Schattelflotte ist zum sichtbarsten Symbol der amerikanischen Raumfahrt geworden.
00:22:09: Nach außen wirkt es wie ein erfolgreiches, modernes und vor allem beherrschbares Programm.
00:22:15: Jedoch beginnt sich hinter den Kulissen einen Problem aufzubauen – das Shuttle-System ist auf einem Flugrhythmus ausgelegt worden, den es nur schwer einhalten kann!
00:22:24: In den neunzehntesiebziger Jahren hatten NASA-Planer von einer Zukunft gesprochen in der Raumferden regelmäßig starten würden.
00:22:33: Manche Prognosen gingen von mehreren Dutzend Flügen pro Jahr aus.
00:22:36: Die Realität sieht anders aus….
00:22:39: Jeder Staat erweist sich als deutlich aufwendiger, als erwartet.
00:22:43: Wartungen dauern länger, technische Probleme treten häufiger auf, Missionen verschieben sich – mit jeder Verzögerung wächst schließlich auch der Rückstau.
00:22:53: Nutzlasten warten auf ihren Transport ins All.
00:22:56: Wissenschaftliche Projekte müssen umgeplant werden Regierungsbehörden erwarten Ergebnisse Kommazielle Kunden drängen auf Termine, wie zum Beispiel Western Union und andere Unternehmen die eigene Satelliten ins All bringen wollen.
00:23:09: Die NASA steht zunehmend unter Druck, ihren eigenen Zeitplan einzuhalten.
00:23:14: Die Mission SCS-Fifty One L bildet dabei keine Ausnahme – auch dieser Flug der Challenger wird mehrfach verschoben.
00:23:22: Ursprünglich war der Staat deutlich früher vorgesehen.
00:23:25: Technische Arbeiten, Wetterbedingungen und Verzögerungen vor herriger Missionen sorgen dafür, dass sich der Termin immer weiter nach hinten verschiebt.
00:23:33: Und das hat natürlich Folgen für die NASA aber auch für Medien, Schulen und das Teacher-In-Space-Programm!
00:23:39: Denn Christa McAuliffe soll Unterrichtsstunden aus dem Orbit halten Fernsehsender haben Sendeplätze eingeplant – Schulen im ganzen Land bereiten sich auf die Übertragung vor.
00:23:49: Die Mission erhält eine Aufmerksamkeit, die weit über die übliche Raumfahrtberichtserstattung hinausgeht.
00:23:55: Während die Öffentlichkeit auf den Start wartet, beschäftigt einige Ingenieure jedoch ein ganz anderes Thema.
00:24:00: Ein technisches Problem das nicht neu ist!
00:24:04: Die beiden Feststoff-Raketen des Space Shuttles bestehen aus mehreren Segmenten.
00:24:10: Dort wo diese Sekmente miteinander verbunden werden sitzen Dichtungsringe aus Gummi.
00:24:14: Diese sogenannten O-Ringe sollen verhindern dass die extrem heißen Verbrennungsgase aus den Verbindungsstellen austreten.
00:24:22: Das Prinzip ist einfach Die Folgen eines Versagens wären es nicht.
00:24:28: Bereits Jahre vor der Challenger-Mission werden bei mehreren Schattelflügen Schäden an diesen Dichtungen festgestellt.
00:24:34: Ingenieure dokumentieren Erosionen, Abnutzungsspuren und ungewöhnliche Belastungen.
00:24:41: Die Flüge verlaufen trotzdem erfolgreich – das Schattel landet und die Missionen werden als Erfolg gewertet!
00:24:47: Dies führt zu einer gefährlichen Dynamik.
00:24:50: Wenn das Problem auftritt nichts Schlimmes passiert und das Flug für Flug Dann sinkt die Wahrnehmung des Risikos.
00:24:57: Das ursprüngliche Warnsignal wird allmählich Teil des normalen Betriebs.
00:25:01: Zu den Ingenieuren, die sich mit diesem Problem beschäftigen gehört Roger Boijoli von Morphin Fierkoll dem Hersteller der Feststoffraketen.
00:25:10: Boijuli gehört nicht zu den Menschen, die später nach Erklärungen suchen müssen – er gehört zu denen, die schon vorher warnen!
00:25:17: Bereits lange vor der Challenger-Mission weist er intern darauf hin, dass die Ohrringe bei niedrigen Temperaturen möglicherweise nicht schnell genug abdichten können.
00:25:26: Die Kälter die Umgebung desto steifer das Material.
00:25:29: Je steiffer das Material, desto größer das Risiko.
00:25:33: Als die Challenger Ende Januar neunzehnundachzig auf ihren Start wartet wird diese Frage plötzlich akut – eine Kältewelle erreicht Florida!
00:25:43: Die Temperaturen sinken ungewöhnlich stark, selbst erfahrene Mitarbeiter des Kennedy Space Centers erleben solche Bedingungen nur selten.
00:25:51: Am Abend des siebundzwanzigsten Januar treffen sich Vertreter der NASA und von Morton Vehicle zu einer Telefonkonferenz.
00:25:58: Es wird eine der bekanntesten Meetings der Raumfahrtsgeschichte werden.
00:26:02: Die Ingenieure von Vehicle präsentieren ihre Bedenken.
00:26:05: Sie argumentieren dass ihr erwarteten Temperaturent außerhalb der bisherigen Erfahrungswerte liegen.
00:26:11: Die Ohrringe werden bei kälte Steifer und verlieren einen Teil ihrer Elastizität.
00:26:16: Aus Sicht der Ingenieure ist das Risiko zu groß!
00:26:19: Die offizielle Empfehlung lautet Startverschiebung, die NASA widerspricht.
00:26:26: Die Mission wurde bereits mehrfach verschoben – Der Startplan ist eng getaktet.
00:26:30: Außerdem können die Ingeniüre nicht beweisen dass die Ohringe versagen werden.
00:26:37: Jahre später erinnert sich Brian Russell an dieses Dilemma It's impossible to prove that it is unsafe.
00:26:43: Es ist unmöglich zu beweisen, dass es unsicher ist.
00:26:47: Für die Ingenieure ist genau das das Problem.
00:26:50: Sie sehen ein wachsendes Risiko.
00:26:52: Die Gegenseite verlangt einen Beweis für das Scheitern!
00:26:55: Die Diskussion wird zunehmend angespannt.
00:26:57: Nach späteren Aussagen der Beteiligten reagiert NASA-Manager Lawrence Malloy auf die Forderung nach einer weiteren Verschiebung mit den Worten My God Vehicle.
00:27:06: When Do You Want Me To Launch?
00:27:07: Next April.
00:27:09: Mein Gott, Vehicle!
00:27:10: Wann wollt ihr dass ich starte?
00:27:11: Nächsten
00:27:11: April?!
00:27:13: Die Fronten verhärten sich.
00:27:15: Schließlich bittet Morphin Vehicle die NASA-Leute, die Leitung kurz freizugeben.
00:27:20: Die Ingenieure und Manager beraten intern weiter.
00:27:23: Roger Boijerli, Bob Ebeling, Brian Russell und andere halten an ihrer Position fest.
00:27:29: Aus Ihrer Sicht darf die Challenger bei diesen Temperaturen nicht starten – doch innerhalb des Managements wächst der Druck.
00:27:36: In dieser internen Besprechung fällt einer der folgenreichsten Sätze des gesamten Fals.
00:27:40: Jerry Mason wendet sich an den Ingenieurchef
00:27:43: Bob Lund.
00:27:44: Bob, it's time to take off your engineering hat and put on your management hat!
00:27:49: Bob
00:27:49: du musst deine Ingenieurskappe absetzen und deine Managementkappe aufsetzen.
00:27:54: Wenig später kippt die Entscheinung – Die ursprüngliche Empfehlung wird zurückgezogen.
00:27:59: Morton Faecal erklärt die Feststoffraketen für Startbereit.
00:28:03: Für die Ingenieure ist die Diskussion damit beendet.
00:28:06: Überzeugt?
00:28:07: Sind sie nicht!
00:28:09: Roger Boyjolie wird später sagen, I fought like hell to stop that launch.
00:28:13: Ich habe hart gekämpft um den Start zu stoppen Und rückblickend erinnert er sich, I am so torn up inside.
00:28:19: i can hardly talk about it even now.
00:28:22: ich bin innerlich so zerrissen.
00:28:24: ich kann kaum darüber sprechen auch heute nicht.
00:28:27: Am Ende des Abends bleibt die Startfreigabe bestehen Die Teilnehmer legen auf und in Florida sinken die Temperaturen weiter.
00:28:35: Die Mannschaft der Challenger verbringt ihre letzte Nacht vor der Mission, Schulen bereiten ihre Fernsehübertragungen vor, Reporter planen ihre Berichte – und irgendwo zwischen Konferenzräumen, Hotels oder Kontrollzentren gehen Menschen schlafen, die überzeugt sind, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
00:28:52: Andere können in dieser Nacht deutlich schlechter schlaven!
00:29:00: Der XXIII.
00:29:01: Januar, in der Nacht sind die Temperaturen am Kennedy Space Center so weit gefallen dass sich Eis auf Teilen der Startrampe gebildet hat.
00:29:11: Mitarbeiter fotografieren vereiste Geländer Rohre und Leitungen.
00:29:16: Noch Stunden vor dem geplanten Start inspizieren Teams die Anlage.
00:29:20: Das Wetter beschäftigt viele Beteiligte.
00:29:26: Währenddessen beginnt für die Besatzung der Challenger ein Morgen, der sich zunächst kaum von anderen Schattelmissionen unterscheidet.
00:29:32: Dick Scooby Michael Smith Judith Resnick Ronald McNair Allison Onizuka Gregory Jarvis und Krista McOliffe ziehen ihre orangefarbenen Druckanzüge an absolvieren die letzten medizinischen Checks und fahren zur Startrampe Thirty-Nine B. Dort wartet die Raumfähre, die in den vergangen Jahren zu einem der bekanntesten Symbole der amerikanischen Raumfahrt geworden ist.
00:29:55: Im ganzen Land bereiten sich Millionen Menschen auf denselben Moment vor.
00:29:59: In Schulen werden Fernseher in Klassenzimmer gerollt, Lehrer ändern ihren Unterrichtsplan.
00:30:05: Viele Kinder sehen zum ersten Mal bewusst einen Raketenstart.
00:30:09: Die Aufmerksamkeit gilt natürlich der Raumfähre Vor allem aber geht sie einer Frau an Bord Christa McAuliffe die Lehrerin aus New Hampshire die Unterrichtsstunden aus dem Weltraum halten soll.
00:30:21: Was an diesem Morgen beginnt, ist für viele Amerikaner kein gewöhnlicher Schattelflug.
00:30:25: Es ist ein nationales Ereignis!
00:30:28: Um elf Uhr, achtunddreißig Uhrzeit zünden die Haupttriebwerke.
00:30:33: Wenige Sekunden später verlassen die Feststoffraketen die Startrampe.
00:30:37: Der NASA-Kommentat vom Meldet Start der fünfundsannisten Space Shuttle Mission, die Challenger hat den Star-Turm verlassen.
00:30:57: Die Challenger steigt in den klaren Himmel über Florida.
00:31:00: Im Kontrollzentrum laufen die Anzeigen wie erwartet – die Besatzung meldet keine Probleme!
00:31:05: Die Raumfähre gewinnt Höhe und Geschwindigkeit.
00:31:09: Für die Zuschauer wirkt der Flug ruhig und routiniert so wie die NASA es sich seit Jahren gewünscht hat.
00:31:16: Sekunde um Sekunde entfernt sich die Challanger von der Erde.
00:31:20: Zehn Sekunden Im Mission Control Center verfolgt man die Telemetriedaten.
00:31:32: Die Besatzung arbeitet die vorgesehenen Abläufe ab, die Raumfähre nähert sich einem Flugabschnitt den Ingenieure als Max Q bezeichnen – dem Punkt der größten aerodynamischen Belastungen.
00:31:44: Die Triebwerke werden kurzzeitig gedrosselt und anschließend wieder hochgefahren.
00:31:49: Dann erfolgt eine der letzten Routine-Kommunikationen des Fluges.
00:31:53: Aus Houston kommt die Meldung, Challenger schub erhöhen.
00:31:57: Kommandant Dick Scooby antwortet Roger go and throttle up!
00:32:03: Es sind die letzten bestätigten Worte des Kommandanten.
00:32:07: Zu diesem Zeitpunkt ahnt niemand das sich die Mission ihrem Ende nähert.
00:32:10: Für die Menschen in den Klassenzimmern sieht alles normal aus für die Familien der Astronauten ebenfalls.
00:32:16: Die weißen Kondentstreifen ziehen sich über den Himmel.
00:32:22: Dreiundsiebzig Sekunden nach dem Start verändert sich das Bild schlagartig.
00:32:27: Dort, wo sich eben noch die charakteristische Silhouette der Challenger befindet erscheint plötzlich eine riesige, sich verzweigende Wolke aus Rauch und Dampf.
00:32:36: Die beiden Feststoffraketen fliegen zunächst weiter und hinterlassen die bekannten weißen Spuren am Himmel.
00:32:41: Für viele Zuschauer wirkt der Vorgang im ersten Moment verwirrend.
00:32:45: Manche glauben an eine geplante Stufentrennung andere verstehen nicht was sie gerade sehen.
00:32:51: Im Kontrollzentrum herrscht dagegen augenblicklich Unsicherheit.
00:32:55: Die Telemetriedaten brechen ab, Anzeigen verschwinden – die Flugbahn existiert nicht mehr.
00:33:01: NASA-Kommentator Steve Nesbitt versucht die Situation einzuordnen.
00:33:05: Seine Stimme bleibt professionell doch man hört die Verunsicherung.
00:33:16: Die Flugkontrolle analysiert diese Situation sehr genau.
00:33:18: Offensichtlich ist eine schwerwiegende Fehlfunktion aufgetreten.
00:33:23: Es ist einer der bekanntesten Sätze der Raumfahrtgeschichte.
00:33:27: Während Millionen Menschen auf ihre Bildschirme standen, versuchen die Fluglotsen zu verstehen was geschehen ist.
00:33:32: Auf den Besuchertribünen herrscht zunächst Radlosigkeit.
00:33:36: Familienmitglieder der Besatzung schauen in den Himmel.
00:33:38: Lehrer stehen neben ihren Schülern.
00:33:40: Reporter suchen nach Informationen.
00:33:42: Niemand verfügt in diesem Augenblick über ein vollständiges Bild.
00:33:46: Nur eines wird schnell deutlich... Die Mission läuft nicht mehr!
00:33:52: In den Minuten danach übernehmen Nachrichtensender die Berichterstattung.
00:33:56: Kameras zeigen immer wieder die gewaltige y-förmige Wolke über dem Atlantik.
00:34:01: Kommentatoren sprechen vorsichtig von einem Zwischenfall.
00:34:05: Offizielle Stellen vermeiden zunächst jede endgültige Aussage!
00:34:09: Die Hoffnung hält sich noch eine Zeit lang, doch mit jeder Minute wird klarer dass die Vereinigten Staaten gerade Zeugen einer der schwersten Katastrophen ihrer Raumfahrtgeschichte geworden sind.
00:34:18: Für viele Menschen brennt sich nicht die Technik in die Erinnerung ein Nicht ihre Rakete oder irgendwelche Daten.
00:34:25: Es ist der Ort, an dem sie standen.
00:34:27: Das Klassenzimmer, Wohnzimmer Büro.
00:34:30: Der Moment in dem aus einem gewöhnlichen Dienstagmorgen plötzlich ein historischer Augenblick wurde Aus einer Mission die zeigen sollte wie normal Raumfahrt inzwischen geworden ist mit innerhalb von dreiundsiebzig Sekunden etwas völlig anderes Etwas das die NASA Die Vereinigten Staaten und die Raumfahrts für immer verändern wird.
00:34:52: In den Stunden nach dem Verlust der Challenger herrscht vor allem Unsicherheit.
00:34:57: Fernsehsender wiederholen die Aufnahme des Staats, während Reporterversuchen Informationen zu bestätigen.
00:35:04: Angehörige warten auf Nachrichten und die NASA selbst weiß zunächst nicht genau was geschehen ist.
00:35:10: Nur das Mission SCS-Fifty One L nicht mehr existiert.
00:35:15: Während die Vereinigten Staaten um die sieben Besetzungsmitglieder trauern beginnt im Hintergrund eine der umfangreichsten Untersuchungen der amerikanischen Raumfahrt.
00:35:24: Örtlich beginnt die Suche nach Antworten zunächst auf dem Atlantik.
00:35:29: Schiffe der US Navy, Hubschrauber der Küstenwache und Spezialteams der NASA durchkemmen wochenlang das Trümmerfeld vor der Küste Floridas.
00:35:38: Frackteile werden geborgen, katalogisiert und analysiert – Das Gebiet ist riesig!
00:35:43: Die Arbeit dauert Monate.
00:35:46: Im Mittelpunkt steht vor allem die Suche nach der Mannschaftskabine.
00:35:50: Erst im März, nineteenhundertsechsundachzig wird sie auf dem Meeresboden entdeckt.
00:35:54: Mit jedem geborgenen Teil wächst die Hoffnung, die letzten Sekunden der Mission rekonstruieren zu können.
00:36:01: Doch die technische Analyse allein reicht nicht aus – Präsident Ronald Reagan richtet deshalb bereits wenige Tage nach dem Unglück eine Untersuchungskommission ein.
00:36:10: Ihr offizieller Name lautet Presidential Commission on the Space Shuttle Challenger Accident.
00:36:15: Bekannt wird sie jedoch unter einem deutlich einfacheren Namen — The Rogers Commission Benannt nach ihrem Vorsitzenden William P. Rogers, Justizminister unter Eisenhower und Außenminister Unter Nixon.
00:36:30: Die Zusammensetzung der Kommission ist bemerkenswert.
00:36:33: Mitglieder sind u.a.
00:36:34: Neil Armstrong Der erste Mensch auf dem Mond Und Sally Wright die erster Amerikanerin im Weltraum.
00:36:40: Beide kennen die Risiken der Raumfahrt aus eigener Erfahrung.
00:36:44: Doch eine andere Person zieht besonders viel Aufmerksamkeit auf sich Richard Feynman, brillanter theoretischer Physiker der neunzehntfünfundsechzig den Nobelpreis gewonnen hat.
00:36:54: Er gilt als jemand, der wenig Geduld für politische Formulierungen oder bürokratische Ausreden besitzt.
00:37:01: Von Beginn an verfolgt die Kommission eine zentrale Frage.
00:37:04: War die Challenger Opfer eines unvorhersehbaren technischen Defekts?
00:37:08: Oder gab es Warnzeichen, die übersehen wurden?
00:37:11: und je tiefer die Ermittlungen graben, desto unangenehmer werden die Antworten?
00:37:15: Die Untersuchung zeigt, dass die entscheidende Schwachstelle nicht erst am Morgen des XXIII.
00:37:19: Januar entstanden ist.
00:37:21: Die O-Ringe der Fettsstoffraketen beschäftigen Ingenieure bereits seit Jahren.
00:37:26: Flug für Flug dokumentieren Berichte Beschädigungen, Erosionen oder ungewöhnliche Belastungen.
00:37:31: Die Daten und Warnungen existieren.
00:37:34: Besonders die Aussagen von Roger Boyerly und anderen Ingenioren von Morphin Facile rücken in den Mittelpunkt.
00:37:41: Die Kommission rekonstruiert die Telefonkonferenz vom Abend vor dem Start.
00:37:46: Untersucht Protokolle, Notizen und Zeugenaussagen.
00:37:48: Dabei entsteht ein Bild das immer weniger nach einem überraschenden Unglück und immer mehr nach einer Verkettung von Entscheidungen aussieht.
00:37:56: Während die Kommission ihre Arbeit fortsetzt entwickelt sich Richard Feynman zunehmend zu einer Schlüsselfigur der Untersuchung.
00:38:03: Er misstraut den offiziellen Erklärungen folgt dabei aber keiner Verschwörungserzählung.
00:38:10: NASA-Manager sprechen von extrem geringen Ausfallwahrscheinlichkeiten.
00:38:14: Ingenieure nennen deutlich höhere Risiken.
00:38:17: Feynman erkennt schnell, dass zwischen beiden Gruppen eine gefährliche Lücke besteht.
00:38:21: Später fasst ihr dieses Problem in einem Satz zusammen.
00:38:33: Es scheint enorme Unterschiede in den Einschätzungen der Wahrscheinlichkeit eines Versagens mit Verlust von Raumverzeug und Menschenleben zu geben.
00:38:46: Die Schätzungen reichen von ungefähr, von eins zu hundert bis eins zu einhundert tausend.
00:38:52: Die Einschätzung trifft den Kern der Untersuchung – die Ingenieure und die Entscheidungsträger betrachten dieselben Systeme kommen aber zu völlig unterschiedlichen Schlussfolgerungen.
00:39:01: Für die Öffentlichkeit wird dieser Konflikt während einer Anhörung sichtbar, denn Feynman greift zu einem einfachen Hilfsmittel!
00:39:08: Einem Glas Eiswasser.
00:39:11: Vor laufenden Kameras legte ein Stück des O-Ring Materials in die kalte Flüssigkeit.
00:39:15: Nach kurzer Zeit nimmt er es wieder heraus und demonstriert, wie stark die Elastizität nachgelassen hat.
00:39:22: Die Szene dauert nur wenige Augenblicke aber sie erreicht etwas woran viele technische Berichte scheitern.
00:39:28: Plötzlich versteht jeder Zuschauer das Problem durch ein Stück Gummi und ein Glas Eiswasser.
00:39:34: Die Untersuchung nähert sich ihrem Ende und somit kommt auch die Klärung der Frage näher, wer oder was verantwortlich war.
00:39:58: Die Kommission kritisiert nicht nur die Technik, sondern auch die Entscheidung.
00:40:06: Warnungen seien nicht ausreichend berücksichtigt worden.
00:40:09: Informationen hätten nicht alle Ebenen erreicht – Risiken seien unterschätzt worden!
00:40:13: Das Problem lag nicht allein am Material, sondern im Umgang damit.
00:40:18: Richard Feynman formuliert diesen Gedanken in seinem berühmten Anhang zum Bericht noch schärfer.
00:40:23: Dort schreibt er For nature cannot be fooled.
00:40:32: Damit eine Technologie erfolgreich sein kann, muss die Realitätvorrang vor der Öffentlichkeitsarbeit haben – denn die Natur lässt sich nicht täuschen!
00:40:40: Für viele wird dieser Satz zum eigentlichen Vermächtnis der Untersuchung.
00:40:45: Naturgesetze interessieren sich nicht für Terminpläne politische Erwartungen Fernsehkameras oder dem Wunsch einen Staat unbedingt durchzuführen.
00:40:52: Die Folgen sind weitreichend.
00:40:54: Svea erzählt uns warum.
00:40:59: Als die Rogers Commission ihren Abschlussbericht veröffentlicht, scheint die Geschichte der Challenger zunächst abgeschlossen.
00:41:06: Die Ursache ist gefunden – die Ohrringe der Feststoffrakete werden überarbeitet und die NASA reformiert zahlreiche Sicherheits- und Entscheidungsprozesse.
00:41:16: Nach mehreren Jahren am Boden kehren die Space Shuttles in den Flugbetrieb zurück.
00:41:22: Man könnte meinen als habe die Raumfahrt aus den schwersten Krisen gelernt Doch nicht alle ziehen dieselben Schlussfolgerungen aus der Katastrophe.
00:41:30: Einige Wissenschaftler und Beobachter interessieren sich weniger für den defekten Dichtungsringen als für die Frage, warum überhaupt gestartet wurde?
00:41:39: Somit verschiebt sich der Blickwinkel von der Technik auf die Organisation selbst – wie geht eine Organisation mit Risiken um, die sie bereits kennt?
00:41:47: Eine der einflussreichsten Antworten auf diese Frage liefert die Soziologin Diane Vaughn.
00:41:52: in ihrem Buch The Challenger Launched Decision untersucht sie nicht nur die technischen Abläufe, sondern vor allem die Kultur innerhalb der NASA.
00:42:01: Vaughan prägt dabei einen Begriff, der weit über die Raumfahrt hinaus bekannt werden wird.
00:42:06: Normalization of Divines Die Normalisierung von Abweichung Gemeint ist ein Prozess, bei dem Regelverstöße technische Auffälligkeiten oder Sicherheitsprobleme schrittweise akzeptiert werden weil sie zunächst keine sichtbaren Folgen haben.
00:42:23: Tritt ein Problem einmal auf und führt nicht zu Katastrophe wird es beobachtet.
00:42:27: Tridt das erneut auf und wiedergeschieht nichts verliert es einen Teil seines Schreckens.
00:42:32: Mit der Zeit wird aus einer Warnung eine Besonderheit, aus einer Besonderkeit eine Gewohnheit und – aus einer Gewohnhalt schließlich ein akzeptierter Teil des Systems.
00:42:42: Genau dieses Muster erkennt Vaughn bei Challenger und es taucht siebzehn Jahre später erneut auf.
00:42:48: Am sechzehnten Januar zwei-tausend drei startet die Raumfähre Kolumbia zu mischen SDS One Hundred Seven.
00:42:55: An Bord befinden sich sieben Astronauten Darunter der erste israelische Astronaut Ilan Ramon.
00:43:02: Die Mission ist wissenschaftlich geprägt und soll zahlreiche Experimente in der Schwerelosigkeit durchführen.
00:43:08: Während des Staats löst sich ein Stück Isolierschaum vom Außentank und trifft die linke Tragfläche des Orbiters.
00:43:15: Heute gilt dieser Moment als Beginn der Katastrophe, damals löst er jedoch keine unmittelbare Alarmstimmung aus – Der Grund dafür ist bemerkenswert!
00:43:25: Solche Schaumtreffer sind bereits zuvor beobachtet worden.
00:43:29: Sie gelten innerhalb des Programms nicht als völlig ungewöhnlich.
00:43:32: Damit beginnt eine Geschichte, die erschreckend vertraut wirkt.
00:43:36: Wieder existiert ein bekanntes technisches Problem.
00:43:39: wieder liegen frühere Beobachtungen und Erfahrungswerte vor.
00:43:42: Wieder gibt es Ingenieure, die Fragen stellen und weitere Untersuchungen anregen.
00:43:47: Während sich die Columbia im Orbit befindet, schlagen einige Mitarbeiter vor, hochauflösende Aufnahmen der beschädigten Tragflächen anzufordern um das Ausmaß des Schadens besser beurteilen zu können.
00:44:00: Die Idee wird diskutiert aber nicht weiter verfolgt.
00:44:03: Die Mission verläuft planmäßig.
00:44:05: Nichts deutet für die Öffentlichkeit darauf hin dass ich die Raumfähre möglicherweise in Gefahr befinde.
00:44:11: Am ersten Februar, drei kehrt die Columbia zur Erde zurück.
00:44:16: Während des Wiedereintritts dringt mehrere Tausend Grad heißes Plasma durch die beim Staat beschädigten Tragflächen in die Struktur des Orbiters ein.
00:44:25: Die linke Trag Fläche versagt, die Raumfähre zerbricht über Texas – alle sieben Besatzungsmitglieder kommen ums Leben!
00:44:34: Die Untersuchung übernimmt das Columbia Accident Investigation Board kurz CAIB Bei.
00:44:41: den Abschlussbericht liest stößt auf eine Formulierung, die erstaunlich vertraut klingt.
00:44:46: Die Ermittler kommen zu dem Schluss.
00:44:48: In our view, the NASA organizational culture had as much to do with this accident as a foam.
00:44:55: Unsere Ansicht nach trug die Organisationskultur der Nasa genauso zu diesem Unfall bei wie Schaumstoff.
00:45:01: Mit anderen Worten, der Schaumbachtreffer allein erklärt die Katastrophe nicht.
00:45:06: Die Organisations-Kultur der NASA ist nach Ansicht der Untersuchungskommission ebenso Teil der Ursache.
00:45:12: wieder physische Schaden selbst Hier schließt der Kreis zu Challenger.
00:45:17: Die technischen Auslöser unterscheiden sich vollständig.
00:45:21: Ohringe und Isolierschaum haben auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun, die dahinter liegenden Muster wirken jedoch verblüffend ähnlich.
00:45:29: In beiden Fällen existieren bekannte Risiken – in beiden Fellen liegen Warnungen vor!
00:45:35: In beiden fällen führt die Erfahrung erfolgreicher Mission dazu dass die wahrgenommenen Gefahr sinkt….
00:45:41: An dieser Stelle lohnt sich ein Blick zurück zu Richard Feynman's Zitat.
00:45:46: Damit eine Technologie erfolgreich sein kann, muss die Realität Vorrang vor der Öffentlichkeitsarbeit haben Denn die Natur lässt sich nicht täuschen.
00:45:55: Kaum ein anderer Satz verbindet Challenger und Columbia so präzise.
00:46:00: Naturgesetze interessieren sich nicht für Terminpläne politische Erwartung oder institutionelle Selbstbilder.
00:46:06: Ein Risiko wird nicht kleiner nur weil eine Organisation sich daran gewöhnt hat.
00:46:12: Ein technisches Problem verschwindet nicht, weil frühere Missionen trotz dieses Problems erfolgreich waren.
00:46:18: Nach der Kolumbia-Katastrophe beginnt die Nase erneut mit Reformen.
00:46:22: Sicherheitsstrukturen werden angepasst, Entscheidungswege überprüft und technische Standards verändert – doch diesmal folgt eine grundlegendere Konsequenz.
00:46:38: Es ist der letzte Flug eines Space-Shuttles.
00:46:44: Nach unterdreißig Missionen, zwei verlorenen Raumferien und vierzehn getöteten Astronautinnen und Astronauten endet das Programm, dass eins mit dem Versprechen begonnen hatte, Raumfahrt zu etwas regelmäßigem und alltäglichem zu machen.
00:46:59: Beide Katastrophen wurden durch unterschiedliche technische Defekte ausgelöst.
00:47:04: Beine Untersuchungen kamen jedoch letztlich zu einer ähnlichen Erkenntnis Technische Fehler lassen sich reparieren.
00:47:12: Dichtungen können ersetzt werden, Tragflächen können neu konstruiert werden.
00:47:17: Deutlich schwieriger ist es eine Kultur zu verändern die Wahnsignale überhört weil sie zu lange ausgebliebene Konsequenzen vertraut hat.
00:47:25: und genau deshalb wird die Geschichte der Challenger nicht nur als Geschichte eines defekten O-Rings erzählt sondern als Mahnung.
00:47:33: vielleicht selbst hochkomplexe Organisation beginnen können ihre eigenen Risiken zu unterschätzen
00:47:41: Noch am Abend des XXIII.
00:47:42: Januar, aus dem weißen Haus an die Vereinigten Staaten.
00:47:48: Eigentlich hätte er an diesem Tag die Rede zur Lage der Nation stattfinden sollen.
00:47:52: Stattdessen spricht der Präsident über sieben Menschen, deren Namen wenige Stunden zuvor noch mit einem Bildungsprojekt einer Schattelmission und einem Raumfahrtsversprechen verbunden waren.
00:48:01: Reagan sagt ... Wir werden sie niemals vergessen.
00:48:13: Ebenso wenig wie den letzten Augenblick, in dem wir sie sahen – heute Morgen als sie sich auf ihre Reise vorbereitet und zum Abschied winkten.
00:48:22: Am Ende seiner Ansprache zietet Reagan das Gedicht High Flight Die Besatzung, so sagt er, habe die Fesseln der Erde abgestreift um das Antlitz Gottes zu berühren.
00:48:36: Diese Rede wird zu einem der prägendsten Momente der unmittelbaren Trauer.
00:48:43: Doch die Challenger-Katastrophe bleibt nicht nur als offizieller Staatsakt in Erinnerung.
00:48:48: Sie bleibt auch deshalb haften, weil so viele Menschen sie nicht nachträglich aus den Nachrichten erfahren sondern live oder fast live miterleben.
00:48:55: Besonders stark trifft das auf Schulen zu!
00:48:58: Rund zwei Komma fünf Millionen Schülerinnen und Schüler verfolgen den Staat im Klassenzimmern, weil Christa McOliffe nicht nur Passagierin einer Schattelmission ist, sondern Teil eines Bildungsversprechens.
00:49:09: Der Fernseher auf dem Rollwagen wird für viele zu einem Erinnerungsbild, das sich nicht von technischen Details oder Untersuchungsberichten her erklärt.
00:49:16: Sondern von dem Ort an den Sie gerade saßen als der Himmel über Florida plötzlich anders aussah.
00:49:21: Gerade deshalb beginnt die Nachgeschichte der Challenger nicht erst in Filmen, Büchern und Dokumentationen.
00:49:27: Sie beginnt bei den Familien der Crew.
00:49:29: Noch neunzehnundachzig gründen Angehörige der sieben Besatzungsmitglieder des Challengers Center.
00:49:34: Die Idee dahinter ist bemerkenswert, weil sie nicht einfach ein Denkmal errichtet sondern die ursprüngliche Mission weiterführt.
00:49:41: Christa McAuliffe sollte Unterricht aus dem Orbit geben und Kinder für Wissenschaft Technik- und Raumfahrt begeistern.
00:49:47: Die Challenger Learning Centers greifen genau diesen Gedanken auf.
00:49:50: Schülerinnen und Schüler übernehmen dort rollenden simulierten Weltraummissionen Arbeiten wie eine Crew im Orbit oder wie ein Team in der Missionskontrolle und lernen Naturwissenschaften nicht als abstraktes Schulfach kennen, sondern als etwas das Entscheidungen Zusammenarbeit und Verantwortung verlangt.
00:50:06: Laut Challenger Center haben solche Programme inzwischen Millionen Kinder erreicht.
00:50:11: Die Organisation selbst spricht von mehr als sechs Komma fünf Millionen Schülerinnen und Schülern.
00:50:16: Zur offiziellen Erinnerungskultur gehört auch der NASA Day of Remembrance.
00:50:21: An diesem Tag erinnert die NASA jährlich an Apollo-I, Challenger und Columbia – also an jene Raumfahrtskatastrophen bei denen amerikanische Crews ums Leben kam.
00:50:30: Dies Verbindung ist wichtig weil sie Challenger nicht isoliert behandelt sondern in eine größere Geschichte von Risiko, Fortschritt und Verlust einordnet.
00:50:39: Noch deutlicher wird das im Kennedy Space Center.
00:50:42: Dort wurde twentyfünfzehn Die Ausstellung Forever Remembered eröffnet.
00:50:46: Sie erinnert gemeinsam an Challenger und Columbia, zeigt persönliche Gegenstände der Crewmitglieder und ausgewählte geborgene Teile der beiden Raumfernen.
00:50:53: Das ist keine triumphale Raumfahrtsinszenierung sondern ein Raum in dem die Erfolgsgeschichte des Shuttle-Programms bewusst mit ihren Verlusten konfrontiert wird.
00:51:02: Parallel dazu wandelt die Challenger in die Medienkultur – schon früh entstehen Fernsehfilme und Dokumentationen, später folgen umfangreichere Aufarbeitungen.
00:51:10: Der Film The Challenger Disaster von Jahrzehnteinzehn stellt Richard Feynman und die Arbeit der Untersuchungskommission in den Mittelpunkt.
00:51:17: In Jahrzehnzehnzig erscheint auf Netflix die vierteilige Doku-Serie Challenger the Final Flight, die die Geschichte der Missionen, die Crews, die Familien, die Ingenieure und die Entscheidungsprozesse noch einmal für ein Publikum erzählt, das neunzehntsechsundachzig vielleicht nach gar nicht geboren war.
00:51:32: Gerade diese späteren Produktionen zeigen dass die Challenger nicht nur als historisches Ereignis funktioniert sondern auch als Fallstudio über Technik, Verantwortung, über Institutionen und darüber wie schwer es ist, wahnsinnig ernst zu nehmen wenn ein System lang genug trotzdem funktioniert hat.
00:51:48: Auch in der Musik taucht die Challenger auf – mal als unmittelbares Tribut, mal als umstrittene kulturelle Referenz.
00:51:55: John Denver veröffentlicht neunzehnundachtzig den Song Flying For Me als Erinnerung an The Crew.
00:52:00: Jahrzehnte später löst Beyoncé mit XO eine Debatte aus weil das Song ein kurzes Sempel aus der Challenger-Berichterstattung verwendet.
00:52:07: Angehörige und ehemalige NASA mit dabei takritisieren diese Verwendung.
00:52:11: Beyoncé erklärt später, sie habe den Ausschnitt als Tribut an die verlorene Besatzung verstanden.
00:52:16: Gerade dieser Streit zeigt wie empfindlich das Material bis heute ist.
00:52:20: Challenger ist kein beliebiges historisches Bild.
00:52:22: erschief.
00:52:23: Bei dem Moment zitiert berührt für viele Menschen eine Erinnerung, die nicht abstrakt ist sondern persönlich.
00:52:29: Am Ende bleibt deshalb mehr als eine zerstörte Raumphäre.
00:52:32: Es bleibt eine Rede, die zur nationalen Trauerformel wurde.
00:52:35: Es bleiben Klassenzimmer, in denen Kinder zum ersten Mal begriffen das Raumfahrt nicht nur Staunen bedeutet sondern auch Verlust.
00:52:42: Es bleiben Lernzentren die versuchen aus einer gescheiterten Mission ein fortgesetztes Bildungsprojekt zu machen.
00:52:47: es bleiben Filme Bücher Dokumentationen und Songs die immer wieder neu fragen was damals geschah und warum es geschehen konnte.
00:52:55: Und es bleibt dieser Satz von Christa MacOrleff der nach der Katastrophe eine andere Schwere bekommt Sie konnte ihre Unterrichtsstunden aus dem Orbit nie halten.
00:53:07: Aber die Idee dahinter ist nicht verschwunden.
00:53:09: Barbara Morgan, die als Ersatzkandidatin von MacAuliffe im Rahmen des Teacher & Space Programmes mit Christa trainierte, arbeitete nach dem Disaster zunächst wieder als Lehrerin.
00:53:17: In der Mitte deiner Zeit stand die NASA Morgan als ersten Educator-Mission Specialist vor.
00:53:23: Im August sieben ist Morgan Teil von STS-OneOneEight an Bord der Endeaver.
00:53:29: Sie gibt Schulstunden aus den Weltraum.
00:53:36: Ja, ein bitter süßes Ende, dass Barbara dann noch den Traum von Krista leben konnte und ist tatsächlich Astronautin geworden.
00:53:48: hier um
00:53:48: mal aus der Schwere der Situation rauszukommen.
00:53:52: Welchen Lehrer
00:53:53: hättest du ins All geschossen?
00:53:57: Keine Namen, bitte!
00:53:58: Also okay, keine Namen.
00:54:00: Ich bleibe auch bei der Geschlechtsform Lehrer glaube ich.
00:54:05: Ganz klar Ganz klar, ich weiß nicht ob er mit dem als diesen Postklasse hören würde.
00:54:08: Mein Deutschlehrer und Deutschlehrer in der Mittel- und Oberstufe beziehungsweise doch ja, ihn auf jeden Fall.
00:54:16: Der hat mich total zu wütend gemacht weil ich zum Beispiel jetzt total Spaß an Geschichtsanalysen und auch generell eigentlich hatte auch richtig Bock auf Texte so ne?
00:54:26: Und darüber diskutieren und interpretieren und so ist ja eine Kunstform.
00:54:29: Er hat mir dauerhaft egal was ich gemacht habe wie viel Mühe ich mir gegeben habe wie oft ich mich gemeldet hab aber bei dem jahrelang Immer eine drei bekommen.
00:54:37: Das hat mich extrem sauer gemacht und du hast ein
00:54:40: Lehrer... Ab ins All!
00:54:41: Ja, ist auch.
00:54:42: ich finde das total respektlos.
00:54:43: Ich hätte in beiden Fällen also
00:54:46: positiv
00:54:47: wie negativ Lehrer und Lehrerinnen die ich ins All schicken würde Also einmal natürlich dann Lehrerinnen besonders aus dem Bereich Mathematik Die man so quasi spricht wirklich ins all schießen würde.
00:55:02: Aber ich hatte auch meine Chemie und Physik-Lehrerin zum Beispiel.
00:55:06: Und auch mein Bio-Lehre, die würde ich ins All schießen im Sinne von ... Ich glaube, die werden super fasziniert so wie Christa eben auch Dinge erklären in der Schwerelosigkeit.
00:55:17: Das sollte übertragen werden.
00:55:19: Die zwei hätten da sehr gut oder sehr viel Freude und Spaß dran gehabt das zu tun.
00:55:25: Also ja, ich hätte in jeglicher Hinsicht hätte ich einen Kandidaten für's Weltall gehabt.
00:55:32: Übrigens, ich werde ja schon in der Pfannkuchenfolge.
00:55:36: damals habe gesagt.
00:55:36: Ich bin laut Pfann-Kuchen-Definitionen, bin ich ja außerirdische?
00:55:41: Mein Name ist auf dem Mars
00:55:42: tatsächlich.
00:55:43: Es gab mal von der NASA so ein Projekt da kannst du deinen Ticket bekommen wo dein Name draufsteht und die Namen sind alle zum Mars geschickt worden.
00:55:51: dann kannst du dich quasi anmelden.
00:55:53: Ich glaube das war bei Curiosity glaube ich.
00:55:55: also gab es zwei Mal diese Aktionen, bei einer habe ich mitgemacht.
00:55:58: Das heißt irgendwo auf den Mars liegt Datenträger oder eine Platte, ich weiß nicht wie genau das da ist wo mein Name draufsteht.
00:56:04: Wenn es also Aliens gibt die an diese Liste sehen, die dann denken okay, dass sind also die Erdenanführer.
00:56:12: wenn ich nach ein paar Folgen, wenn ich einfach nicht mehr damit verschwunden bin Es waren die Aliens weil sie davon ausgehen, dass ich einen Erden-Anführer bin Weil mein Name steht ja auf dem Mars und warum sollte sonst ein Name auf den Mars stehen?
00:56:24: Wenn man nicht der Menschenanführerin
00:56:29: Die Frage an welcher Stelle du dastehst.
00:56:31: Ja,
00:56:32: wir sind ja auch sehr viele Menschen da kann man ja ruhig
00:56:34: sein.
00:56:35: Du bist der König von Deutschland dann haben wir ein Problem weniger in diesem Land.
00:56:41: Stell dir mal vor jetzt kommen halt Aliens.
00:56:43: so sollten die lieber mit mir sprechen.
00:56:44: oder Friedrich Merz?
00:56:46: Definitiv!
00:56:48: Das klingt jetzt arrogant weil du natürlich auch mein Geschäftspartner im weitesten Sinne bist.
00:56:55: Doch, aber die würde ich mir jetzt vertrauen zu sprechen.
00:56:57: Auf jeden Fall.
00:56:58: Mein Gott!
00:56:59: Na ja, wollen wir nicht zur Tirope eingehen?
00:57:00: Was ich mich auch frage... Es gibt hier dann kann man ja auch so kaufen
00:57:04: Astronauten Nahrung.
00:57:05: Würdest du das mal probieren?
00:57:07: Wenn es vegan ist?
00:57:09: Stimmt also.
00:57:11: Ich weiß nicht ob das überhaupt...
00:57:12: Also
00:57:13: ist das dann zum Beispiel jetzt quasi Hähnchenbrust zu einer Paste verarbeitet?
00:57:19: oder machen wir einfach wirklich so ein synthetisches Zeugs, wo dann alle Nährmittel drin sind, die man braucht.
00:57:24: Das wüsste ich gar nicht!
00:57:25: Wieso
00:57:26: jogger diese Gehle?
00:57:28: Ja genau
00:57:29: sowas.
00:57:31: Wir besorgen uns mal... Wir werden ja bestimmt irgendwann wieder eine Weltallfolge machen.
00:57:36: Wir sorgen uns da vor, für eine Liveverkostung Astronauten-Nahrung.
00:57:40: Ich müsste mir einen Videoprodcast machen, damit ihr euch zeigen könnt.
00:57:44: Ein Instagram-Reel.
00:57:45: Dann werdet ihr endlich unsere Gesichter sehen, dann hört es niemand mehr!
00:57:50: Oder noch mehr?
00:57:51: Ja vielleicht dauert das mit den Gesichtern auch nicht so lange.
00:57:55: Mir stimmt.
00:57:57: Ich bin mal gespannt wie die hier zuhörigen Zahlen sind.
00:58:00: Wir werden
00:58:01: nach oben schießen und ich denke wow solche Menschen sind's Leben also quasi auf dem Mars.
00:58:06: Also man kann schon sagen ich bin ein Marsmensch Ja, aber jedenfalls Astronautennahrungen werden bestimmt ein sehr, sehr...
00:58:18: weil wie heißt dieses Wort was ich suche?
00:58:19: Sie werden ein interessanter...
00:58:21: Snack!
00:58:24: Erstens.
00:58:25: Die Challenger war ursprünglich gar nicht für den Weltraum gedacht.
00:58:29: Bevor sie zur Raumführer wurde, wurde die Challenger lediglich ein Testobjekt mit der Bezeichnung STA-Zeroneinnein.
00:58:37: Erst später entschied die NASA, sie zu einem vollwertigen Orbiter zu machen.
00:58:41: Aus einem Belastungstest wurde eines der bekanntesten Raumfahrzeuge der Geschichte.
00:58:58: In
00:59:11: der Nacht vor dem Start bildete sich Eis auf Teilen der Stadtrampel.
00:59:16: Die Temperaturen lagen deutlich unter den Bedingungen, für die Ohrringe der Feststoffraketen ursprünglich getestet worden waren.
00:59:28: Während der Untersuchung legte Nobelpreisträger Feynman ein Stück O-Ringmaterial in Eiswasser und demonstrierte vor laufenden Kameras, wie das Material bei Kälte seine Elastizität verlor.
00:59:39: Die Szene wurde zu einem der bekanntesten Momente der gesamten Untersuchungen.
00:59:43: Fünftens Aus der Katastrophe entstand ein weltweites Bildungsprojekt.
00:59:48: Die Familien der Besetzung gründeten in neunzenundsechsund achtzig des Challenge Center.
00:59:54: Heute gibt es mehr als vierzig Challenger Learning Centers, die Millionen Kinder und Jugendliche mit simulierten Raumfahrtsmissionen für Wissenschaft und Technik begeistern.
01:00:05: Am Morgen des achtentzwanzigsten Januar neunzehntsechsundachzig wurden in den Vereinigten Staaten Fernseher im Klassenzimmer gerollt damit Schülerinnen und Schüler einer Lehrerin dabei zusehen konnten wie sie ins All fliegt.
01:00:16: Viele dieser Kinder sind heute selbst Lehrer, Ingenieure, Wissenschaftler oder längst im Ruhestand.
01:00:21: Dennoch können sich viele genau daran erinnern, wo sie saßen als die Challenger startete.
01:00:26: Crystal McAuliffe sollte Unterricht aus dem Orbit geben – dazu kam es nie!
01:00:30: Trotzdem hat ihre Missionen Millionen Menschen erreicht.
01:00:33: Vielleicht nicht auf die Weise wie die NASA geplant hatte… aber auf eine Weise, die fast vierzig Jahre später noch immer nachwirkt.
01:00:41: Das war Radio Obskura.
01:00:50: Wir hören uns bis dahin.
01:00:51: Bleibt
01:00:52: völlig losgelöst!
01:00:54: Bleibt bei euch,
01:00:55: bleibt im Dunkeln
01:00:56: und
01:00:56: Radio aus.
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