#041: Außerirdische - Wie wir das Universum bevölkerten (Teil 2)

Shownotes

🎧 Worum geht’s in dieser Folge? Der zweite Teil beginnt dort, wo aus UFO-Berichten immer komplexere Mythen werden. Radio Obscura begleitet Reptiloide, geheime Regierungsabkommen, Arianni, Lacerta und die unzähligen Alien-Rassen des Internets. Dabei geht es weniger um die Frage, ob Außerirdische existieren, sondern wie Verschwörungserzählungen, Esoterik und Popkultur ein ganzes Universum voller außerirdischer Zivilisationen erschaffen haben.

Kapitel

(00:00:00) Intro & Begrüßung (00:00:32) Die Reptiloiden – Der Feind trägt Menschenhaut (00:14:48) Regierungen, Verträge und außerirdische Diplomatie (0:27:44) Arianni – Abstieg ins rechte UFO-Kaninchenloch (00:37:59) Lacerta – Die Eidechse packt aus (00:54:56) Das Internet übernimmt die Sternenkarte (00:58:23) Eine kleine Völkerkunde der Außerirdischen (01:04:58) Talk (01:13:16) snacks.fm (01:15:29) Der Marsmensch legt Beschwerde ein

📚 Quellen & Literatur

• Adamski, George: Inside the Space Ships, New York 1955. • Adamski, George / Leslie, Desmond: Flying Saucers Have Landed, London 1953. • Alcubierre, Miguel: The Warp Drive. Hyper-Fast Travel within General Relativity, in: Classical and Quantum Gravity 11, Bristol 1994. • Barkun, Michael: A Culture of Conspiracy. Apocalyptic Visions in Contemporary America, Berkeley 2003. • Bishop, Greg: Project Beta. The Story of Paul Bennewitz, National Security, and the Creation of a Modern UFO Myth, New York 2005. • Brownlee, Donald / Ward, Peter D.: Rare Earth. Why Complex Life Is Uncommon in the Universe, New York 2000. • Bulwer-Lytton, Edward: The Coming Race, Edinburgh / London 1871. • Doreal, Maurice: The Emerald Tablets of Thoth the Atlantean, Sedalia o. J. [ca. 1940er Jahre]. • Drake, Frank D.: „The Radio Search for Intelligent Extraterrestrial Life“, in: Mamikunian, Garo / Briggs, Michael H. (Hg.): Current Aspects of Exobiology, Oxford 1965. • Emenegger, Robert: UFOs: Past, Present, and Future, New York 1974. • Fuller, John G.: The Interrupted Journey. Two Lost Hours Aboard a Flying Saucer, New York 1966. • Good, Timothy: Above Top Secret. The Worldwide UFO Cover-up, London 1987. • Goodrick-Clarke, Nicholas: Black Sun. Aryan Cults, Esoteric Nazism and the Politics of Identity, New York 2002. • Goodrick-Clarke, Nicholas: The Occult Roots of Nazism. Secret Aryan Cults and Their Influence on Nazi Ideology, New York 1992. • Gray, Robert H.: The Fermi Paradox Is Neither Fermi’s Nor a Paradox, in: Astrobiology 15, New Rochelle 2015. • Hall, Charles James: Millennial Hospitality, Albuquerque 2002. • Holey, Jan Udo: Die innere Welt. Das Geheimnis der schwarzen Sonne, Fichtenau 1998. • Holey, Jan van Helsing: Unternehmen Aldebaran. Kontakte mit Menschen aus einem anderen Sonnensystem. Die sensationellen Erlebnisse der Familie Feistle, Fichtenau 1997. • Hopkins, Budd: Missing Time. A Documented Study of UFO Abductions, New York 1981. • Howard, Robert E.: The Shadow Kingdom, in: Weird Tales, Chicago 1929. • Hynek, J. Allen: The UFO Experience. A Scientific Inquiry, Chicago 1972. • Icke, David: Children of the Matrix. How an Interdimensional Race Has Controlled the World for Thousands of Years – and Still Does, Ryde 2001. • Icke, David: The Biggest Secret. The Book That Will Change the World, Ryde 1999. • Kardashev, Nikolai S.: Transmission of Information by Extraterrestrial Civilizations, in: Soviet Astronomy 8, Moskau 1964. • Kottmeyer, Martin S.: Entirely Unpredisposed. The Cultural Background of UFO Abduction Reports, in: Magonia 37, London 1990. • Lowell, Percival: Mars, Boston 1895. • Lowell, Percival: Mars and Its Canals, New York 1906. • Moore, William L. / Berlitz, Charles: The Roswell Incident, New York 1980. • National Archives and Records Administration (Hg.): Majestic 12 or “MJ-12” Reference Report, Washington, D. C. o. J. • National Aeronautics and Space Administration (Hg.): Exoplanet Exploration. Planets Beyond Our Solar System, Washington, D. C. o. J. • Partridge, Christopher (Hg.): The Occult World, London 2015. • Pilkington, Mark: Mirage Men. A Journey into Disinformation, Paranoia and UFOs, London 2010. • Robertson, David G.: UFOs, Conspiracy Theories and the New Age. Millennial Conspiracism, London 2016. • Sagan, Carl / Shklovskii, Iosif S.: Intelligent Life in the Universe, San Francisco 1966. • Schiaparelli, Giovanni V.: La vita sul pianeta Marte, Mailand 1895. • Sitchin, Zecharia: The 12th Planet, New York 1976. • Strieber, Whitley: Communion. A True Story, New York 1987. • Strube, Julian: Vril. Eine okkulte Urkraft in Theosophie und esoterischem Neonazismus, München 2013. • Sünner, Rüdiger: Schwarze Sonne. Entfesselung und Missbrauch der Mythen in Nationalsozialismus und rechter Esoterik, Freiburg im Breisgau 2001. • Swedenborg, Emanuel: De Telluribus in Mundo Nostro Solari, London 1758. • Vallée, Jacques: Passport to Magonia. From Folklore to Flying Saucers, Chicago 1969. • Wells, H. G.: The War of the Worlds, London 1898.

• Allmystery • AboveTopSecret • Biblioteca Pleyades • Central Research Network for Exceptional Aerial Phenomena • Crystalinks • Groupe d’études et d’informations sur les phénomènes aérospatiaux non identifiés • Sabon

📡 Links & Kontakt

🌐 Website: obscura.fm 📸 Instagram: @radioobscurapodcast 📬 Kontakt: info@radioobscura.de

🎙️ Hosts: Svea & Tim

Transkript anzeigen

00:00:01: Willkommen beim zweiten Teil unserer Alien-Folge.

00:00:05: Wir steigen direkt ein!

00:00:33: Für unsere außerirdischen Besucher ergibt sich nach den Ausführungen der letzten Woche ein gewisses logistisches Problem.

00:00:40: Andere Sterne sind weit entfernt, Überlichtgeschwindigkeit ist physikalisch heikel und ein Generationenschiff wäre ein bemerkenswerter Aufwand nur um anschließend in Kentucky beschossen zu werden.

00:00:52: Die Reptiloiden lösen dieses Problem erstaunlich elegant – sie sind einfach schon hier.

00:00:58: Mehr noch, je nachdem welcher Version der Geschichte man folgt sitzen sie in Regierungen, Königshäusern, Banken, Medienkonzernen und anderen Machtzentren.

00:01:08: Man erkennt sie nur nicht weil Sie menschliche Gestalt annehmen können – ein ausgesprochen praktisches Talent für eine außerirdische Spezies die unbemerkt die Welt beherrschen möchte….

00:01:19: …und ein noch praktischeres für einer Verschwörungstheorie!

00:01:24: Denn ein Gray hat wenigstens ein körperliches Problem.

00:01:28: Wer behauptet Ein kleines graues Wesen mit riesigem Kopf habe das Kanzleramt übernommen, muss irgendwann erklären warum es auf Pressefotos trotzdem aussieht wie Friedrich Merz.

00:01:38: Ein gestaltwandelndes Reptil besitzt diese Schwierigkeiten nicht!

00:01:43: Es kann aussehen wie ein Politiker, ein Banker, einen Nachrichtensprecher oder ein Mitglied der britischen Königsfamilie.

00:01:50: Theoretisch auch wie ein Podcaste womit wir festhalten sollten dass meine Herkunft vom Mars bislang deutlich besser belegt ist als jede Verbindung zu einem Reptil.

00:02:00: Die moderne Reptiloiden-Verschwörung wird gern als uraltes Wissen verkauft.

00:02:05: Ihre Anhänger verweisen auf Schlangen und Drachen, auf Götter, Dämonen und Mischwesen aus sehr unterschiedlichen Kulturen.

00:02:13: Mesopotamische Darstellungen werden neben ägyptliche Gottheiten gestellt – asiatische Drachen neben bibliche Schlangen.

00:02:19: Aus der bloßen Tatsache dass Menschen seit Jahrtausenden Geschichten über Reptilien erzählen entsteht dann der Verdacht sie hätten womöglich immer dasselbe reale Wesen beschrieben.

00:02:29: Das klingt eindrucksvoll, solange man nicht so genau hinsieht.

00:02:33: Schlangen gehören zu den ältesten und vielseitigsten Symbolen der Menschheitsgeschichte.

00:02:38: Sie können für Gefahr, Heilung, Fruchtbarkeit, Wiedergeburt, Weisheit, Chaos oder göttliche Macht stehen!

00:02:45: Drachen verschiedener Kulturen sehen unterschiedlich aus, erfüllen unterschiedliche Funktionen und entstehen in völlig verschiedenen religiösen und historischen Zusammenhängen.

00:02:54: Aus all dem folgt kein gemeinsamer biologischer Ursprung Und schon gar keine Spezies, die einige tausend Jahre später das britische Königshaus infiltriert.

00:03:04: Die Vorstellung funktioniert viel mehr rückwärts – zuerst existiert die moderne Idee einer verborgenen reptilienartigen Macht.

00:03:12: Anschließend durchsucht man die Vergangenheit nach allem was Schuppen hat!

00:03:16: Das ist derselbe Mechanismus den wir bereits bei unseren Alien-Kategorien gesehen haben.

00:03:21: Sobald eine Schublade existiert beginnt sie ihre eigene Vorgeschichte einzusammeln.

00:03:26: Für die moderne Reptiloiden-Idee müssen wir deshalb nicht bei den Sumerern anfangen.

00:03:31: Wir können neunzehntonundzwanzig beginnen!

00:03:34: Im August dieses Jahres erscheint im amerikanischen Pulpmagazin Weird Tales eine Erzählung des Schriftstellers Robert E Howard.

00:03:42: Ihr Titel lautet Shadow Kingdom.

00:03:45: Howard ist heute vor allem als Schöpfer von Conan dem Barbaren bekannt.

00:03:50: Der Shadow Kingdom gehört zu seinen Geschichten um den Atlantischen König Kul und enthält Wesen, die für unsere Geschichte bemerkenswert vertraut wirken.

00:03:58: Schlangenmenschen Die Serpent Man sind eine alte verborgene Rasse.

00:04:04: Sie können Menschen imitieren und haben sich in Machtstrukturen eingeschlichen.

00:04:08: Niemand weiß sicher wenn auch Mensch ist und wer nur so aussieht.

00:04:12: Das entscheidende ist deshalb nicht dass Howard einfach eine Kreatur mit Schlangenkopf erfindet.

00:04:17: Er verbindet den fremden Körper mit Tarnung, Infiltration und politischer Macht.

00:04:22: In einer Szene erkennt Kul dass Menschen in seinem Umfeld ersetzt worden sind.

00:04:27: Die Gefahr kommt nicht als Armee vor die Tore Sie sitzt bereits im Inneren.

00:04:32: Das ist Pulp Fiction Nicht als abwertendes Urteil sondern ganz wörtlich Eine fantastische Erzählung in einem Magazin das seinen Leserinnen und Lesern bizarre Welten Monster Magie und Abenteuer verkauft.

00:04:46: Robert E. Howard behauptet nicht, einen investigativen Bericht über reptilische Mitglieder der amerikanischen Regierung vorzulegen.

00:04:53: Trotzdem ist die Ähnlichkeit zur späteren Verschwörungserzählung auffällig.

00:04:58: Eine uralte, reptilianartige Rasse tanzt sich als Mensch infiltriert Machtzentren und herrscht aus dem Verborgenen.

00:05:05: Das bedeutet nicht dass David Icky jahrzehnte später einfach eine Howard-Geschichte abschreibt.

00:05:10: So funktionieren kulturelle Motive selten.

00:05:12: Sie wandern und verändern sich Und manchmal verlassen sie die Literatur, ziehen durch Esoterik und Pseudogeschichte und tauchen irgendwann an einem Ort wieder auf, an den Menschen sie für Realität halten.

00:05:26: Eine wichtige Zwischenstation ist Brice d'Oréal.

00:05:29: D'Oreal heißt eigentlich Claude Dawkins und gründet in den neunzeltdreißiger Jahren in den Vereinigten Staaten Die Brotherhood of the White Temple.

00:05:38: Er präsentiert sich als spiritueller Lehrer und verbindet Okkultismus, Atlantis, verborgenen Meister, kosmische Geschichte und angebliches uraltes Wissen.

00:05:47: Besonders bekannt werden seine Emerald-Tablets of Tofte Atlantien – der Titel klingt historisch!

00:05:53: Das ist Teil des Problems.

00:05:56: Es gibt tatsächlich eine alte hermetische Tradition um die sogenannte Smaragtafel, die Tabula Smaragdina.

00:06:03: Dorealt Text ist aber nicht einfach dieses historische Dokument.

00:06:07: Er behauptet, eine wesentlich umfangreichere Überlieferung des atlantischen Toph zugänglich zu machen und zu übersetzen.

00:06:14: Atlantis ist dabei ausgesprochen nützlich.

00:06:17: Eine untergegangene Zivilisation hinterlässt nur begrenzte Möglichkeiten für Rückfragen.

00:06:23: In Dorials kosmischer Pseudogeschichte tauchen schlangen Menschen und dunkle Mächte auf Wesen die sich verbergen und menschliche Formen annehmen können.

00:06:31: Das literarische Motiv bekommt damit einen anderen Status.

00:06:35: Es steht nicht mehr offen in einer Fantasie-Geschichte, sondern in einem Text der sich als Zugang zu uraltem Wissen präsentiert.

00:06:42: Aus Fiktion wird dadurch nicht automatisch esoterik und aus esotärik nicht automatische Verschwörungstheorie – aber die Übergänge werden leichter!

00:06:52: Ein Motiv kann nun mit Atlantis verbunden werden, mit alten Geheimleeren, verlorenen Zivilisationen, der Behauptung modernem Menschen hätten lediglich vergessen was frühere Kulturen noch wussten… Und irgendwann mit Außerirdischen.

00:07:06: Der Mann, der all diese Strenge zu einem der erfolgreichsten Verschwörungssystemen der Gegenwart verbindet, beginnt seine öffentliche Karriere allerdings nicht als Reptilienforscher.

00:07:16: David Icky ist Fußball-Torwart.

00:07:19: Später arbeitet er als Sportreporter für die BBC und wird Sprecher der britischen Green Party.

00:07:26: Anfang der neunzehnten Neunzigerjahre verändert sich sein öffentliches Auftreten grundlegend.

00:07:31: Ikky berichtet von spirituellen Erfahrungen spricht über bevorstehende Umwälzungen und trittiteinundneunzig in der britischen Talkshow Wogan auf.

00:07:40: Dieser Auftritt wird berüchtigt.

00:07:43: Icky erklärt unter anderem er sei ein Son of the Godhead, Ein Sohn der Gottheit.

00:07:49: Teile des Publikums Lachen.

00:07:52: Moderator Terry Wogan sagt ihm das Gelächter sei nicht mit ihm sondern über ihn.

00:07:57: Für Ikky ist es eine öffentliche Demütigung.

00:08:00: Seine Karriere endet dadurch nicht.

00:08:02: Im Gegenteil In den folgenden Jahren entwickelt er ein immer umfassenderes Weltbild.

00:08:08: New Age, geheime Eliten, Blutlinien außerirdische beziehungsweise interdimensionale Mächte und globale Kontrolle verbinden sich zu einem System in dem kaum ein politisches Ereignis isoliert bleibt.

00:08:29: Nach Ickis Darstellung wird die Menschheit seit sehr langer Zeit von einer reptilischen Macht kontrolliert.

00:08:35: Er verbindet diese Wesen mit einer Blutlinie, mit den Anunnaki, mit Draco und mit Familien- und Institutionen, die angeblich über Generationen hinweg politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Macht ausüben.

00:08:48: Je tiefer man in dieses System einsteigt, desto größer wird es.

00:08:52: Königshäuser gehören dazu – politische Dynastien, Banken, Medien, Geheimdienste, internationale Organisationen.

00:08:59: Die Reptiloiden sind bei Ikki nicht einfach eine weitere Alienrasse, die gelegentlich mit einer Untertasse über Nevada fliegt.

00:09:06: Sie bilden ein Erklärungsmodell für die Welt!

00:09:09: Warum besitzen bestimmte Familien so viel Macht?

00:09:12: Reptilienblutlinie.

00:09:14: Warum handeln Regierungen gegen die Interessen ihrer Bevölkerung?

00:09:18: Reptilienbluttlinie.

00:09:20: Warum wirkt ein Politiker in einem Fernsehinterview merkwürdig?

00:09:31: Na gut, nicht immer Reptilienblutlinie.

00:09:34: Damit hat die Theorie einen gewaltigen Vorteil gegenüber gewöhnlichen Elingeschichten – sie kann praktisch alles aufnehmen!

00:09:41: Ein UFO-Bericht braucht wenigstens ein UFO.

00:09:44: Eine Entführungsgeschichte braucht eine Erfahrung, einer Erinnerung oder eine behauptete Zeitlücke.

00:09:50: Die Reptiloidenverschwörung benötigt nur Macht.

00:09:53: Wo Macht existiert, kann sie eine verborgene Ursache vermuten Und weil die Wesen ihre Gestalt verändern können, ist ihre Unsichtbarkeit kein Problem mehr.

00:10:02: Sie wird zur erwartbaren

00:10:03: Eigenschaft.".

00:10:04: Man sieht keine Reptilien in der Regierung?

00:10:07: Natürlich nicht!

00:10:08: Zitahnen sich.

00:10:09: Es gibt keine biologischen Proben – selbstverständlich nicht.

00:10:12: Eine uralte Elite, die seit Jahrtausenden die Menschheit kontrolliert, wird kaum bei einer Pressekonferenz eine Hauptschuppe verlieren.

00:10:19: Damit wird die Theorie ausgesprochen widerstandsfähig.

00:10:23: Fehlende Belege beschädigen sie nicht zwingend, weil die Fähigkeit Belege zu verbergen bereits Teil der Erzählung ist.

00:10:30: Das Internet liefert später noch eine weitere Form des Nachweises – Videos.

00:10:35: Wer lange genug durch einschlägige Plattformen scrollt findet Aufnahmen von Politikerinnen, Nachrichtensprechern und Prominenten deren Augen angeblich für einen kurzen Moment reptilienartig werden.

00:10:47: Popillen scheinen sich zu verändern Hautflächen flimmern Gesichter wirken verzerrt.

00:10:52: Bekannt ist hier vor allem ein Video der Sängerin Miley Cyrus.

00:10:56: Für die Erklärung braucht man keine interdimensionale Biologie.

00:10:59: Digitale Kompression reicht oft, Videoartifakte Bewegungsunschärfe Licht Niedrige Auflösungen und fehlerhafte Bildübertragungen können Gesichter auf ausgesprochen kreative Weise zerstören.

00:11:12: Besonders Augen sind empfindlich weil kleine Veränderungen in wenigen Pixeln sofort auffallen.

00:11:17: Aber wer bereits weiß dass Reptiloide ihre menschliche Gestalt nur mühsam aufrecht erhalten Sieht keinen Kompressionsfehler, er sieht einen Moment der Wahrheit.

00:11:26: Durch einen Sekundenbruchteil versagt die Tarnung.

00:11:30: Das ist fast ein perfektes Verschwörungsmotiv.

00:11:33: Moderne Technik erzeugt einen Bildfehler und der Bildfehle wird zum Beweis für ein Wesen dessen wichtigste Eigenschaft darin besteht normalerweise nicht sichtbar zu sein.

00:11:42: An diesem Punkt wäre es angenehm die ganze Geschichte einfach als besonders kreativen Unsinn abzuhaken.

00:11:49: Leider ist sie politisch weniger harmlos, als ein Video über reptilische Augen zunächst wirkt.

00:11:54: Denn Ikis Weltbild erfindet die Vorstellung einer verborgenen globalen Elite nicht neu – geheime Blutlinien, internationale Finanzmacht, kontrollierte Medien, manipulierte Regierungen und eine kleine Gruppe, die im Hintergrund die Geschicke der Menschheit lenkt gehören zu wesentlich älteren Verschwörungstraditionen.

00:12:12: Darunter befinden sich antisemitische Erzählungen.

00:12:15: Die Vorstellung, jüdische Familien oder eine geheime jüdliche Macht kontrollierten Banken, Presse und Regierungen gehört zu den langlebigsten und gefährlichsten politischen Verschwörungsmythen der Moderne.

00:12:27: Namen wie Rothschild werden seit Jahrhunderten in solche Systeme eingebaut.

00:12:31: Die gefälschten Protokolle der Weisen von Zion behaupten zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunders einen geheimen jüdischen Plan zur Weltherrschaft und lieferten eine Plaubhause die in immer neuen Varianten weiterlebt.

00:12:43: David Icky weist den Vorwurf des Antisemitismus zurück.

00:12:47: Seine Anhänger argumentieren häufig, er spreche schließlich von Reptilien und nicht Juden – damit ist das Problem nicht erledigt!

00:12:54: Wenn ein Verschwörungssystem alte Erzählungen über geheime Blutlinien globale Finanzkontrolle Medienmacht und verborgene Eliten übernimmt, verschwinden deren historische Belastungen nicht automatisch dadurch dass an die Spitze der Pyramide ein außerirdisches Reptil gesetzt wird.

00:13:09: Das bedeutet nicht, dass jeder Mensch der ein Meme über reptilische Politiker teilt bewusst antisemitische Propaganda verbreitet.

00:13:16: Es bedeutet aber, das die Erzählung nicht in einem politischen Vakuum existiert.

00:13:21: und vielleicht erklärt genau diese Verbindung einen Teil ihrer Langlebigkeit – die Reptiloiden geben einen abstrakten Gefühl, einen Körper.

00:13:29: Macht ist kompliziert, internationale Politik Kompliziert.

00:13:33: Finanzsysteme sind kompliziert, Institutionen handeln widersprüchlich, Eliten konkurrieren miteinander.

00:13:39: Historische Entwicklungen haben unzählige Ursachen und manchmal entstehen katastrophale Entscheidungen schlicht durch Interessen, Ideologie, Inkompetenz oder Zufall.

00:13:49: Ein Gestaltwandeln des Reptil ist übersichtlicher.

00:13:52: Es erklärt alles!

00:13:53: Und weil es alles erklärt muss man irgendwann nichts mehr erklären.

00:13:57: Damit unterscheiden sich die Reptiloiden deutlich von unseren bisherigen Besuchern.

00:14:01: Orton landet in der Wüste und spricht mit George Adamski.

00:14:04: Die Greys entführen Menschen, bringen sie angeblich in ihre Schiffe.

00:14:08: Reptiloile brauchen keinen sichtbaren Kontakt.

00:14:11: Ihre Anwesenheit zeigt sich gerade darin dass die Welt so funktioniert wie sie funktioniert.

00:14:16: eine Regierung trifft einer Entscheidung ein Krieg beginnt Eine Bank gewinnt Einfluss Ein Medienkonzern wächst.

00:14:22: Ein Mitglied des Königshaus schaut auf einem schlecht komprimierten Video für drei Frames merkwürdig aus.

00:14:28: Alles kann Teil derselben Geschichte werden Und sobald man akzeptiert, dass außerirdische oder interdimensionale Wesen in menschlichen Machtstrukturen sitzen, stellt sich zwangsläufig die nächste Frage.

00:14:38: Was wissen unsere Regierungen?

00:14:41: Denn vielleicht wurden sie nicht nur infiltriert – vielleicht haben Sie verhandelt!

00:14:49: Wenn Reptiloide angeblich in Machtstruktur sitzen, liegt eine Frage ziemlich nahe….

00:14:54: was wissen die

00:14:55: Regierenden?!

00:14:57: An dieser Stelle verändert sich die UFO-Erzählung noch einmal.

00:15:00: Es geht nicht mehr nur um Menschen, die am Himmel etwas sehen in der Nacht verschwinden oder an einer Wüste einem Venusier begegnen.

00:15:08: Jetzt geht es um Präsidenten, Militärbasen, Geheimgruppen, Akten, Dementis und angebliche Abkommen zwischen Staaten und Außerirdischen.

00:15:17: Die Untertasse landet damit nicht mehr noch irgendwo im Feld – sie landet in der Verwaltung!

00:15:23: Eine der bekanntesten Geschichten beginnt mit Dwight The Eisenhower.

00:15:27: Im Februar, für kurze Zeit entsteht eine Lücke in der öffentlichen Wahrnehmung.

00:15:37: Eisenhower ist nicht sichtbar – Pressevertreter bekommen keine unmittelbare Erklärungen.

00:15:43: Gerüchte entstehen!

00:15:44: Dann folgt die offizielle Version Ein dringender Zahnarztbesuch.

00:15:50: Genau solche Lücken sind für Verschwörungserzählungen ideal, sie sind klein genug um realistisch zu wirken und offen genug um später mit Bedeutung gefüllt zu werden.

00:15:59: In der UFO-Überlieferung wird aus dieser Episode nach und nach etwas ganz anderes.

00:16:05: Eisenhower sei nicht beim Zahnarzt gewesen sondern auf einer Militärbasis Meistwirt Edwards Air Force Base genannt in älteren Versionen auch Murock.

00:16:15: Dort habe er Außerirdische getroffen.

00:16:18: Je nach Erzählung geht es um eine erste Kontaktaufnahme, um Verhandlungen oder ein Abkommen.

00:16:24: Der Reiz dieser Geschichte liegt nicht nur in den Aliens – er liegt im Amt!

00:16:29: Ein Privatmann kann behaupten, in der Wüste mit einem Vinusier gesprochen zu haben.

00:16:33: Das ist eine Contacti-Geschichte.

00:16:35: Wenn aber ein Präsident angeblich verschwindet und später mit einem außerirdischen Vertrag zurückkehrt, verändert sich die Größenordnung.

00:16:43: Dann ist die Menschheit nicht mehr Empfängerin einer Botschaft….

00:16:46: Dann hat sie eine Diplomatie.

00:16:49: Belegt ist diese Diplomatie?

00:16:50: Nicht!

00:16:51: Was belegt, ist viel nüchterner.

00:16:54: Eisenhower war tatsächlich in Palm Springs.

00:16:57: Die Zahnarztgeschichte gehört zur zeitgenössischen Erklärung und die UFO-Version entsteht später aus der Umdeutung dieser Lücke.

00:17:04: Gerade deshalb ist diese Geschichte so brauchbar für die Szene.

00:17:07: Sie braucht keinen offenen Beweis.

00:17:09: Sie braucht nur eine Stelle an der der offizielle Ablauf für einen Moment nicht vollständig sichtbar ist.

00:17:15: In diese Stelle kann alles hinein, ein ähnlicher Mechanismus begegnet uns bei Hello Man.

00:17:21: Anfang der neunzehnhundertsiebziger Jahre arbeitet der Autor und Komponist Robert Emmenegger an einem Film über UFO's.

00:17:29: Der Film erscheint neunzenthundertvierundsiebtzig unter dem Titel UFO´s Past, Present & Future.

00:17:36: Er ist keine kleine Amateurproduktion aus einem Keller sondern ein auffälliges Fernseh- und Dokumentarprojekt mit prominenten Stimmen wie Rod Sterling Burgess, Meredith und Jose Ferrer.

00:17:47: Der Film behandelt verschiedene Ufo-Fälle und enthält am Ende eine dramatisierte Szene einer angeblichen Landung auf der Holloman Air Force Base in New Mexico.

00:17:56: Um diese Szene bildet sich eine eigene Legende.

00:17:59: Amenegger berichtet später ihm sei im Umfeld der Produktion echtes offizielles Filmmaterial einer UFO-Landung auf Holloman in Aussicht gestellt worden.

00:18:08: Dieses Material erscheint nie!

00:18:10: Im Film bleibt eine Nachstellung.

00:18:13: Damit entsteht ein besonders elegantes UFO-Artefakt.

00:18:16: Ein Film, der gerade dadurch wichtig wird, dass der entscheidende Teil in ihm fehlt.

00:18:21: Niemand sieht das angebliche Material – es kann nicht geprüft werden!

00:18:25: Es kann nicht analysiert werden... ...es kann nicht zeigen was es angeblich zeigen soll.

00:18:30: Aber seine Abwesenheit wird selbst zur Geschichte.

00:18:34: Vielleicht wurde es zurückgezogen?

00:18:36: Vielleicht durfte es nie erscheinen?

00:18:38: Vielleicht war es ein Test?

00:18:39: Vielleicht sollte etwas angedeutet werden ohne es wirklich offen zu

00:18:42: legen?!

00:18:43: Man merkt an dieser Stelle, wie flexibel das System bereits geworden ist.

00:18:47: Ein sichtbares Dokument kann als Beweis dienen – ein verschwundenes Dokument können ebenfalls als Beweiss dienen.

00:18:53: Ein gezeigter Film wäre präsent gewesen!

00:18:55: Ein nicht-gezeigster Film ist es auf eine andere Weise.

00:18:59: Spätestens bei Majestic Twelve bekommt diese Logik einen Namen einer Struktur und angebliche Akten.

00:19:06: Majestic XII, häufig MJ-XII genannt soll nach den später verbreiteten Dokumenten ein geheimes Komitee aus hochrangigen Wissenschaftlern, Militärs und Regierungsvertretern gewesen sein.

00:19:17: Angeblich wird es aus dem Jahr die Anordnung von Präsident Harry S. Truman eingerichtet um außerirdische Technologie abgestürzte Flugobjekte und den Umgang mit nicht menschlicher Intelligenz zu verwalten.

00:19:29: Das ist aus Sicht der UFO-Verschwörung fast perfekt.

00:19:32: Es erklärt, warum Roswell nicht einfach ein isoliertes Ereignis bleibt?

00:19:36: Es erklärt, warum Präsidenten informiert werden müssen!

00:19:39: Es erklärt, warum Wissenschaftler, Militär und Geheimdienste zusammenarbeiten – und es liefert eine Institution die groß genug ist um die vielen offenen Fäden der Ufo-Geschichte zu bündeln.

00:19:50: Die bekannten MJ-II-Dokumente tauchen in den neunzehntetachziger Jahren auf.

00:19:55: Der Fernsehproduzent und Ufo-interessierte Jamie Chanderra erhält angeblich einen anonymen Film mit Dokumenten.

00:20:02: William Moore und Stanton Freedman werden zu zentralen Figuren in der weiteren Verbreitung und Verteidigung.

00:20:08: Später findet sich im National Archive ein sogenanntes Cutler Twinning Memorandum, das ebenfalls auf MJ Twelve zu verweisen scheint.

00:20:16: Für Anhänger ist das genau die Art Spur, die man erwarten würde!

00:20:20: Nicht zu offen, nicht zu vollständig aber gerade konkret genug um den Verdacht zu nähren.

00:20:26: Für Kritiker ist es ein Problemfall.

00:20:29: Die Dokumente haben massive Provenienzprobleme.

00:20:32: Sie kommen anonym Manche existieren nur als Fotografien.

00:20:36: Formate und Schreibweisen passen nicht sauber zu den angeblichen Entstehungszeiten.

00:20:40: Signaturen wirken kopiert.

00:20:42: Beim Cutler Twinning Memo gibt es archivische Auffälligkeiten und keine stützenden Parallelakten.

00:20:48: Das FBI prüft die Unterlagen und versieht sie mit dem Urteil bogus.

00:20:52: Schwindel, Fälschung nicht echt!

00:20:55: Damit könnte die Sache eigentlich enden – tut sie aber nicht.

00:21:00: Denn in einem funktionierenden Verschwörungssystem ist eine Fälzung nicht zwingend das Ende der Geschichte.

00:21:06: Sie kann der Anfang einer neuen Schicht sein.

00:21:08: Wenn ein Dokument echt aussieht, ist es Beweis.

00:21:11: Wenn es gefälscht aussieht ,könnte es absichtlich gefälscht worden sein um die Wahrheit lächerlich zu machen.

00:21:17: Wenn eine Behörde es als falsch bezeichnet, ist das vielleicht in der Vertuschung.

00:21:21: Wenn ein Behördes schweigt, ist es ebenfalls Vertuschungen.

00:21:25: Majestic Twelve wird dadurch weniger zu einer Akte als zu einem Mechanismus.

00:21:29: Es entsteht ein System, dass jede Quellenlage aufnehmen kann.

00:21:33: Dazu kommt ein weiterer Faktor, der die Sache tatsächlich komplizierter macht.

00:21:37: Im UFO-Milieu der neunzehntachtiger Jahre gibt es Desinformation nicht nur als Behauptung.

00:21:43: Es gibt Fälle, in denen falsche Informationen tatsächlich gestreut werden oder später als solche beschrieben werden.

00:21:49: Der wichtigste Name ist Paul Benevitz.

00:21:52: Beneviz ist Ingenieur und lebt in Albuquerque – nicht weit von der Kirtland Air Force Base entfernt.

00:21:58: Ende der neunzehnt-siebziger und Anfang der neunsachziger Jahre beobachtet er Lichter, Funksignale und Vorgänge die er als außerirdische Aktivität deutet.

00:22:07: Er glaubt Kommunikation zwischen außerirdischen und amerikanischen Einrichtungen abgefangen zu haben.

00:22:12: Seine Überzeugungen verdichten sich immer weiter.

00:22:15: Er ist schließlich überzeugt, dass es bei Dulce in New Mexico eine unterirdische gemeinsame Basis von Menschen und Außerirdischen gibt.

00:22:23: Hier treten Bill Moore und Richard Doughty in die Geschichte.

00:22:27: Moore hat neunzehntachtzig zusammen mit Charles Burlitz The Roswell Incident veröffentlicht und damit entscheidend zur Wiederbelebung des Roswell-Mythos beigetragen.

00:22:36: Doughty arbeitete im Umfeld des Air Force Office of Special Investigations und wird später zu einer der umstrittensten Figuren der UFO-Desinformationsgeschichte.

00:22:45: Nach späteren Darstellungen, und muhrs eigenem öffentliche Eingeständnis auf einer MOVON-Konferenz in den letzten Jahren wurde Bennewitz mit falschen Informationen gefüttert.

00:22:55: Das ist der dunkle Kern dieses Kapitels, denn plötzlich sprechen wir nicht mehr nur über Menschen die sich staatliche Desinformation vorstellen.

00:23:03: Wir sprechen über einen Fall in dem ein UFO-Forscher öffentlich einräumt an Desinformationen beteiligt gewesen zu sein und indem ein ohnehin überzeugter Mann immer tiefer in ein geschlossenes Bedrohungssystem gerät.

00:23:15: Benowitz' Zustand verschlechtert sich – er landet schließlich in psychiatrischer Behandlung.

00:23:20: Aus dieser Geschichte entstehen mehrere Folgen gleichzeitig.

00:23:24: Für Skeptiker zeigt sie, wie gefährlich ein Zusammenspiel aus Fehlinterpretation gezielter Irreführung und ufologischem Erwartungssystem werden kann.

00:23:33: Für Verschwörungskläubige kann sie etwas anderes zeigen – wenn tatsächlich falsche Informationen gestreut wurden, dann muss es etwas geben das geschützt werden sollte!

00:23:41: Damit wird die Fälschung zum Beweis für Geheimhaltung und die Geheimhaltung zum Beweis für die Wahrheit der Fälschung.

00:23:48: Das ist ein nahezu perfekter Kreislauf.

00:24:11: Ab diesem Punkt gibt es keinen stabilen Boden mehr, auf dem eine Quelle einfach scheitern kann.

00:24:15: Genau in diesem Milieu wachsen die Vertragsgeschichten.

00:24:19: Die Grundidee ist immer ähnlich.

00:24:21: Irgendwann habe die US-Regierung mit außerirdischen Gruppen verhandelt, die Außerirdischen hätten Technologie geliefert.

00:24:27: Im Gegenzug hätten sie bestimmte Rechte erhalten – Stützpunkte, Geheimhaltung, biologische Proben vielleicht sogar begrenzte Entführungen.

00:24:35: Manchmal sollen Listen geführt worden sein, manchmal brechen Aliens später die Verträge, manchmal merken die Menschen zu spät dass sie über den Tisch gezogen wurden.

00:24:44: Eine besonders bekannte Variante ist der sogenannte Greada oder Grenada-Treaty-Komplex.

00:24:50: Hier wird häufig behauptet, Eisenhower habe in den letzten Jahren einen Abkommen mit außerirdischen Wesen geschlossen – die Details schwanken!

00:24:58: Technologieaustausch, Geheimhaltung, Kontrolle über Entführungen, Duldung außerirdischer Präsenz.

00:25:05: Das Problem ist dass die greifbare Quellenlage für den konkreten Vertragsnamen und seine angeblichen Klauseln schwach sind.

00:25:12: Moderne Webseiten und später UFO-Erzählungen wiederholen die Details, aber eine belastbare frühe Primärquelle ist schwer zu fassen.

00:25:20: Deshalb sollte man diese Geschichte nicht so erzielen als lege ein gesichertes diplomatisches Abkommen im Archiv.

00:25:27: Interessant ist sie trotzdem?

00:25:29: Gerade weil sie zeigt wie weit die Erzählung inzwischen gewachsen ist.

00:25:33: Aus einer Sichtung wird ein Kontakt.

00:25:35: Aus einem Kontakt wird eine geheime Gruppe, aus einer geheimen Gruppe wird eine Verwaltungsstruktur und irgendwann braucht dieses System Verträge, Zuständigkeiten und Vertragsbrüche.

00:25:46: Außerirdische Diplomatie entsteht nicht aus Belegen – sie entsteht aus der inneren Logik der Verschwörung.

00:25:52: Wenn außerirdische hier sind müssen Regierungen davon wissen.

00:25:55: Wenn Regierenden davon wissen, müssen Sie entweder kämpfen, schweigen oder verhandeln.

00:26:00: Wenn sie schweiggen muss es einen Grund geben.

00:26:02: Wenn Technologie im Spiel ist, wird ein Tausch denkbar.

00:26:05: Wenn Menschen verschwinden oder von Entführungen berichten lässt sich daraus eine Vertragsklausel bauen.

00:26:11: So wird aus dem UFO einen Verwaltungsakt.

00:26:14: Die Szene erzählt nicht mehr nur von Wesen sondern von Zuständigkeiten?

00:26:18: Wer wusste was?

00:26:19: Welche Behörde war beteiligt?

00:26:21: Welches Basis diente als Treffpunkt?

00:26:23: Welcher Akten wurden angelegt?

00:26:24: Welchen Präsidenten wurden informiert?

00:26:26: Welsche Abkommen wurden gebrochen?

00:26:29: Das ist wahrscheinlich der Moment, in dem die Alien-Welt endgültig politisch wird.

00:26:33: Die Grace untersuchen Menschen, die Nordics warnen, die Reptiloiden infiltrieren Machtstrukturen – aber jetzt sitzen Menschen und Aushöhrliche plötzlich an einem Verhandlungstrich.

00:26:42: oder genauer die Szene behauptet, dass sie dort saßen!

00:26:45: Für die Erzählung macht das einen entscheidenden Unterschied.

00:26:48: Denn sobald Verhandlungen möglich sind existieren auch Interessen, Bedingungen, Zugeständnisse, Täuschungen, Vertragsverletzungen.

00:26:56: All das, was Menschen aus irdischer Politik kennen wird auf den Kontakt mit dem nicht-menschlichen übertragen.

00:27:03: Damit wird das Universum nicht nur bewohnt sondern diplomatisch.

00:27:06: Wir fragen jetzt nicht mehr gibt es außerirdisches Leben?

00:27:10: und auch nicht haben einzelne Menschen Kontakt erlebt?

00:27:13: Wir fragen Gibt es eine verborene Außenpolitik der Erde von der die Öffentlichkeit ausgeschlossen ist?

00:27:19: Diese Frage ist praktisch nicht mehr zu schließen, denn jede fehlende Akte kann vernichtet worden sein.

00:27:24: Jedes Dementi kann Teil der Vertuschung sein.

00:27:27: Jede Fälschung kann absichtliche Desinformationen sein.

00:27:29: Jeder Desinformation kann beweisen dass es etwas gibt das geschützt werden soll.

00:27:34: Ein normales historisches Argument braucht belastbare Quellen.

00:27:38: Dieses System braucht nur Lücken und Lücken gibt es immer.

00:27:45: Manchmal steigt man für eine Recherche in ein Kaninchenloch zum Beispiel bei der Frage Was sind eigentlich Ariani?

00:27:56: Nach Grace, Nordics und Reptiloiden klingt das zunächst wie die nächste Spezies im großen Alien-Bestimmungsbuch.

00:28:04: Ein weiterer Name eine weitere Herkunft vielleicht ein eigener Planet Eine Körperbeschreibung – ein paar angebliche Eigenschaften.

00:28:11: Genau so funktionieren viele moderne Alien-Listen.

00:28:15: Jede Gruppe bekommt ihren Eintrag Und irgendwann sieht das Universum aus Wie ein schlecht betreutes Wiki mit sehr viel Selbstbewusstsein.

00:28:23: Bei Ariani passiert etwas anderes.

00:28:25: Je genauer man sucht, desto weniger wirkt der Begriff wie eine stabile klassische Alien-Rasse.

00:28:30: Er taucht nicht so greifbar auf wie die Grace – nicht so prominent wie die Nordics, nicht so wirkmächtig als die Reptilouiden!

00:28:37: Stattdessen führt die Spur in ein Milieu, indem UFO-Erziehungen, Nazi-, Wunderwaffen, Hohlerdefantasien, Aldebaran, Frill, Schwarze Sonne und rechte Esoterik ineinanderlaufen.

00:28:48: Ariani sind deshalb weniger eine eigene Spezies als ein Warnsignal.

00:28:53: Ein Name, der zeigt wohin Alien-Taxonomie führen kann wenn sie nicht mehr nur Wesen beschreibt sondern politische Geschichte umschreibt.

00:29:01: Eine besonders konkrete Spur findet sich im Umfeld von Jan Udo Holey besser bekannt als Jan van Helsing.

00:29:09: Olei wird in den Neunzeltneinzigerjahren mit Büchern bekannt, die Geheimgesellschaften Weltverschwörung, Esoterik, Antisemitismus, Nationalsozialismus, Reichsmühten und UFO-Erzählungen miteinander verbinden.

00:29:21: In der Rezeption seiner Texte taucht eine Formulierung auf, die fast wie eine unfreiwillige Zusammenfassung des ganzen kaninischen Lochs wirkt.

00:29:29: Ein angeblicher Kurier der schwarzen Sonne habe ihm mitgeteilt es gäbe ein stehendes Herr aus eingeschläustem Aldebaranern – Ariannis und Reichsdeutschen.

00:29:39: Das ist ein Satz, bei dem man kurz berufen muss ob man noch recherchiert oder bereits Fieber hat.

00:29:48: Aber gerade diese Überfülle ist aufschlussreich!

00:30:02: Hier wird nicht mehr nur behauptet irgendwo gäbe es Außerirdische.

00:30:05: Hier existiert ein komplettes Parallelmilitär aus Sternenvölkern, deutschem Reichsrest und esoterischer Geheimtechnik.

00:30:13: Ariannis sind darin nicht der Anfang der Geschichte.

00:30:15: Der eigentliche Knotenpunkt heißt Alde Baran.

00:30:19: Aldebaran ist ein realer Stern im Sternbild Stier.

00:30:22: Er ist hell, auffällig und seit er Antike beobachtet.

00:30:26: In der rechten Ufu-und Esoterikszene wird aus diesem Stern jedoch einen Herkunftsort für angeblich überlegende Wesen die mit der Menschheitsgeschichte verbunden seien.

00:30:34: Besonders in Hollays Buch Unternehmen Alda Varan von nineteenhundertseinundneunzig wird diese Erzählung ausgearbeitet.

00:30:41: Dort geht es um Kontakte mit Menschen aus einem anderen Sonnensystem, um angebliche Botschaften, um alte Abstammungslinien und die Behauptung Nationalsozialisten oder deren okulte Kreise hätten durch solche Kontakte Wissen über Fluggeräte erhalten.

00:30:55: Damit sind wir bei den Reichsflugscheiben.

00:30:58: Die Grundidee lautet, dass nationalsozialistische Deutschland habe nicht nur an konventionellen Waffen gearbeitet sondern an fliegenden Scheiben, Antikrawitationen, Frillenergie oder anderer Wundertechnik.

00:31:10: Nach nineteenhundertvierzig seien diese Projekte nicht einfach verschwunden.

00:31:14: Manche Versionen verlegen sie in geheime Basen nach Südamerika und die Antarktis unter der Erde oder gleich zu außerirdischen Verbündeten.

00:31:23: Historisch belastbare Belege für einsatzfähige Reichsflugscheiben gibt es nicht!

00:31:28: Es gab im Nationalsozialismus Raketenentwicklung Luftfahrtforschung und technische Projekte, die real- und teilweise fortgeschritten waren.

00:31:36: Daraus folgt aber nicht das eine geheime flotte fliegender Untertassen existierte.

00:31:40: Die Reichsflugscheiben gehören zur Nachkriegsmythologie.

00:31:43: Sie sind ein Versuch militärische Niederlage, technische Fantasie und esoterische Überhöhungen nachträglich miteinander zu verbinden.

00:31:50: Der Begriff Frill spielt dabei eine wichtige Rolle.

00:31:54: Ursprünglich stammt Frill nicht aus einem geheimen NS-Archiv, sondern aus Literatur.

00:31:59: Edward Balberlitten veröffentlicht in den Roman The Coming Race.

00:32:05: Darin gibt es eine unterirdische Zivilisation die eine geheimnisvolle Kraft namens Frill beherrscht.

00:32:11: Später wandert dieser Begriff in kulte und esoterische Milieus.

00:32:15: Aus einer literarischen Energieform wird ein angeblich reales Geheimwissen.

00:32:20: In der Nachkriegs-Esoterik und besonders in der rechten UFO-Szene wird daraus dann die Vorstellung einer Frillgesellschaft, die angeblich mit weiblichen Medien Aldebaranbotschaften und nationalsozialistischer Flugtechnik verbunden gewesen sei.

00:32:34: Namen wie Maria Orsic tauchen in diesem Zusammenhang immer wieder auf.

00:32:38: Sie wird in diesen Erzählungen als Medium dargestellt – das Botschaften aus Aldebran empfangen habe!

00:32:45: Das Problem ist, die historische Frill-Gesellschaft wie sie in diesen Geschichten beschrieben wird, ist nicht belastbar belegt.

00:32:52: Sie ist selbst Teil der modernen Legendenbildung – das macht sie nicht wirkungslos im Gegenteil!

00:32:58: Gerade weil sich Frill so gut zwischen Romanem, Okultismus und angeblicher Geheimtechnik bewegen lässt, eignet es sich hervorragend für ein Milieu dass seine eigenen Grenzen ständig verschiebt.

00:33:08: Literatur wird zu geheim wissen, Geheimwissen wird zur Technik.

00:33:11: Technik wird zu außerirdischem Kontakt Und außerirdischer Kontakt wird zu einer alternativen Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts.

00:33:19: Ariane tauchen in diesem Umfeld wie ein weiteres Element, in einer bereits überladenen Mythologie auf.

00:33:25: Sie müssen gar nicht besonders genau beschrieben sein – es reicht dass der Name funktioniert!

00:33:30: Er klingt fremd genug um außerirdisch zu wirken und vertraut genug um ihn ein ariosophisches rassistisch-aufgeladenes Fantasiesystem zu passen.

00:33:38: Das ist der politisch entscheidende Punkt.

00:33:41: In diesen Erzählungen geht es nicht nur um Ufos.

00:33:44: Es geht um Herkunft, Blut, Abstammung, Elite und verborgene Überlegenheit.

00:33:49: Alde Barana erscheinen nicht einfach als irgendeine außerirdische Gruppe sondern als Wesen die in manchen Versionen mit einer arischen oder übermenschlichen Abstammungsvorstellung verbunden werden.

00:33:59: Die Geschichte der Menschheit wird damit nicht erweitert sondern hierarchisiert.

00:34:04: Bestimmte Menschen sollen näher an den Sternen stehen als andere.

00:34:08: Das ist keine harmlose Science Fiction.

00:34:11: Es ist rechte Esoterik in kosmischer Verpackung.

00:34:14: Hulé bzw Jan van Helsing, es dafür ein zentraler Vermittler im deutschsprachigen Raum.

00:34:20: Seine geheimgesellschaften Bände verbinden klassische antisemitische Verschwörungsmotive mit esoterischen und ufologischen Elementen.

00:34:28: In Deutschland wurden sich strafrechtlich beziehungsweise jugenschutzrechtlich problematisch.

00:34:32: Deine Texte wurden wegen Volksverhetzung beziehungsweise antisemiticher Inhalte beschlagnahmt oder indiziert.

00:34:38: Deshalb müssen wir hier aufpassen.

00:34:41: Es wäre leicht, sich nur über die Zweiundzwanzigtausend Reichsflugscheiben lustig zu machen.

00:34:46: Und ja diese Zahl hat eine eigene Schönheit aber der Unterbau ist nicht harmlos.

00:34:51: Hinter den Flugscheiben stehen häufig Erzählungen in denen Nationalsozialismus nicht als verbrecherische Ideologie erscheint sondern als Zugang zur verlorener Technik kosmischer Herkunft oder verborgener Wahrheit.

00:35:02: Die historische Realität wird entstellt aus Täter Geschichte wird Mythos Aus Niederlage wird Geheimfort Bestand Sternen-Genealogie.

00:35:11: Das ist der Punkt, an dem alles plötzlich sehr irdig

00:35:15: wird.".

00:35:16: Denn diese Erzählungen sagen weniger über alte Baranen aus als über Menschen die eine politische Vergangenheit nicht loslassen wollen – das Weltall wird hier nicht zum Raum des Fremden sondern zur Projektionsfläche für alte Hierarchien!

00:35:28: Die Ariannis sind dafür fast ideal gerade weil sie so schwer zu fassen sind….

00:35:33: Bei Grace haben wir ikonische Körper, bei Nordics eine Contacti-Tradition.

00:35:37: Bei Reptiloiden eine moderne Verschwörungserzählung mit klaren Popularisieren.

00:35:42: Bei Ariani haben wir einen Namen der in einem rechten UFO-Komplex auftaucht und dort neben alte Baranern und Reichsdeutschen in eine militärisch esoterische Fantasie eingebaut wird.

00:35:52: Das wirkt dünn aber genau diese Dünnhheit ist interessant.

00:35:55: Eine Aliengruppe muss nicht einmal eine klare Biologie besitzen um in der Szene eine Funktion zu erfüllen.

00:36:00: Sie muss nur einen Platz im System bekommen.

00:36:03: Das ist Taxonomie im Endstadium.

00:36:06: Es ist die Frage danach, welche Gruppe brauchen wir noch damit die Geschichte größer wirkt?

00:36:12: Aldebarana erklären die außerirdische Herkunft.

00:36:14: Reichsdeutsche erklären den politischen Fortbestand.

00:36:17: Frill erklärt die Energie.

00:36:19: Die Schwarze Sonne erklärt das geheime Zentrum.

00:36:22: Reichslugscheiben erklären die Technik.

00:36:24: Ariani füllen einen weiteren Platz in der Ordnung Und weil diese Ordnung nicht aus überprüfbaren Quellen entsteht, sondern aus Behauptungen, Anspielungen und Wiederholungen kann sie fast beliebig wachsen.

00:36:34: Das macht sie nicht glaubwürdiger aber erzählerisch stabiler.

00:36:38: Ein normaler historischer Bericht wird schwächer wenn seine Quellen fehlen.

00:36:43: Dieses System arbeitet anders.

00:36:45: fehlende Belege werden zu Geheimhaltung Widersprüche zu tieferen Ebenen Absurde.

00:36:49: Details werden nicht gestrichen, sondern als besonderes geheimes Wissen behandelt.

00:36:53: Wer zweifelt ist naiv oder Teil der Manipulation Verlacht hat noch nicht verstanden, wie tief alles reicht.

00:37:00: So entsteht ein Kaninchenloch das nach unten keine klare Grenze hat!

00:37:04: In unseren bisherigen Ausführungen haben Menschen außerirdische nach Körpern sortiert – blond, grau, reptilienartig, insektenartig….

00:37:11: hier kommt etwas anderes hinzu.

00:37:14: Jetzt werden außerirdliche nach Abstammung, Blut, Reich, Technik und geheimer Zugehörigkeit sortiert.

00:37:20: Aus der Völkerkunde der Aliens wird eine rassistische Kosmologie Und die ist nicht lustig, nur weil sie fliegende Untertassen enthält.

00:37:27: Trotzdem ist dieser Teil wichtig, weil es zeigt das nicht jede Ehlengeschichte gleich unschuldig ist.

00:37:33: Manche sind albern, manche sind religiös, manches sind popkulturell, mancher sind politische Mythen mit anderem Kostüm und manchmal reicht ein einzelner Name um zu sehen in welches Milieuman geraten ist.

00:37:46: Ariani sind nicht deshalb interessant, weil wir viel über Sie wissen.

00:37:49: Sie sind interessant, weil man bei ihrer Suche merkt dass das große Alienbestimmungsbuch nicht nur aus Fantasie besteht sondern auch aus Ideologie.

00:38:00: Nach reptiloiden staatlicher Desinformation geheimen Alienverträgen, Zweiundzwanzigtausend Reichsflugscheiben und einem ehemaligen Fußballtorwart der sich zum Sohn der Gottheit erklärte möchte ich an dieser Stelle kurz festhalten, dass meine eigene Herkunft vom Mars im Verlauf dieser Folge erschreckend vernünftig geworden ist.

00:38:18: Das beunruhigt mich, denn eigentlich war meine Rolle in diesem Podcast über die letzten zwei Wochen klar definiert.

00:38:24: Ich bin der Mann, der behauptet vom Maß zu stammen, während Zwerl versucht den verbleibenden Ruf unserer Sendung zu retten.

00:38:30: Inzwischen muss ich feststellen dass ich innerhalb der internationalen Alienforschung beinahe zum konservativen Flügel gehöre.

00:38:37: Zum Glück gibt es Lazzerta!

00:38:40: Bei Lazerta handelt es sich angeblich um ein weibliches Reptiloideswesen, das unter der Erdoberfläche lebt.

00:38:46: Einer sehr alten intelligenten Spätes angehört und über Kenntnisse verfügt gegen die sämtliche bisherigen Gäste unserer Folge wirken als hätten sie am kosmischen Informationsstand nur vorbeigeschaut.

00:38:56: Lazerta kennt die wahre Geschichte der Erde, die Herkunft des Menschen verschiedene außerirdische Spezies deren politische Interessen geheime Kontakte, genetische Manipulationen und eine ganze Reihe physikalischer Zusammenhänge, die unserer Wissenschaft bedauerlicherweise entgangen sind.

00:39:12: Ende deiner Zeit beschließ sie dieses Wissen mit der Menschheit zu teilen Nicht vor den Vereinten Nationen, nicht in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift und auch nicht über eine internationale Pressekonferenz sondern in einem Interview mit einem Mann der gewöhnlich als Ole K. bezeichnet

00:39:27: wird.".

00:39:28: Ich möchte mich als Mars-Männisch von dieser Kommunikationsstrategie ausdrücklich distanzieren – für Erstkontakte gibt es Verfahren!

00:39:35: Die sogenannten Lazerta-Interviews sollen am sechzehnten Dezember-Ninundneunzig und ein zweites Mal im April-Zweitausend geführt worden sein.

00:39:43: Wobei bereits bei diesem zweiten Termin unterschiedliche Daten kursieren.

00:39:47: Häufig wird der XXIII.

00:39:48: April genannt, in früheren Diskussionen begegnet auch der XXII.

00:39:52: April.

00:39:53: Als Schauplatz gilt Schweden.

00:39:56: Neben Oleká erscheint ein E-Punkt F Punkt über den der Kontakt zu Lacertha zustande gekommen sein soll.

00:40:03: Schon an dieser Stelle wird die Sache quellenkritisch ungefähr so stabil wie eine Katze mit Walnussschalen als Schuhen auf frisch gebonnertem Pakett.

00:40:11: Weder Oleka noch EF lassen sich als Beteiligte verlässlich überprüfen.

00:40:16: Eine belastbare Tonaufnahme der Gespräche liegt nicht vor, eine saubere Erstveröffentlichung konnten wir ebenfalls nicht rekonstruieren.

00:40:23: Stattdessen begegnet der Text später auf Webseiten in Kopien Übersetzungen, Mirrors und Foreign-Diskussionen.

00:40:30: Im deutschsprachigen Netz lässt er sich spätestens Mitte der zweitausender Jahre gut greifen.

00:40:35: Auf All Mystery diskutieren Nutzer über die Interviews und eine Fassung kursiert über die Seite sabon.org Bereits damals Fragenleser, wer diese geheimnisvollen Beteiligten eigentlich sein sollen?

00:40:46: Das ist für die Einordnung entscheidend!

00:40:49: Seriös behaupten können wir weder an welchem Tag der Hokes entstand noch wer ihn verfasst hat.

00:40:54: Die angeblichen Interviewdaten gehören zur Erzählung nicht zu einer unabhängig bestätigten Dokumentation.

00:41:00: Greifbar wird uns Lazerta als pseudodokumentarischer Text mit ungeklärter Provenienz, der sich im Internet verbreitet und dabei den Eindruck einer Primärquelle erzeugt.

00:41:10: Eine Sache lässt sich allerdings überprüfen – Der Name!

00:41:14: Das lateinische Wort Lazerta bedeutet Eidechse.

00:41:18: Außerdem bezeichnet Lazerta eine zoologische Gattung innerhalb der Eidechen.

00:41:22: Unsere geheime Reptiloiden heißt also Eidekse.

00:41:27: Vielleicht bin ich durch meine masianische Herkunft überkritisch, aber bei uns hätte man für eine verdeckte operierende Spezies vermutlich einen Decknamen gewählt, der nicht bereits im Wörterbuch steht.

00:41:38: Andererseits muss man lazerter zugutehalten, dass Menschen offenbar seit Jahrzehnten über ihre Interviews diskutieren.

00:41:44: Möglicherweise ist die Tarnung also nicht schlecht sondern derart dreist das sie schon wieder funktioniert.

00:41:50: Die Geschichte beginnt mit einer Begegnung zwischen EF und einer jungen Frau, die sich später als etwas ganz anderes zu erkennen gibt.

00:41:57: Hinter dem menschlichen Erscheinungsbild verbirgt sich demnach ein reptiloides Wesen.

00:42:02: Über diesen Kontakt soll schließlich das Interview mit Oleka zustande gekommen sein und Lazerta nutzt die Gelegenheit zunächst für eine wichtige Korrektur, sie ist keine außerirdische.

00:42:13: Das unterscheidet Sie von vielen Wesen, die uns bisher begegnet sind.

00:42:17: Während Orton von Nervenos kommt, Drace gewöhnlich mit fremden Welten verbunden werden und meine eigene Biografie bekannter Maßen auf den Mars verweist betrachtet Lazerta die Erde als Heimat.

00:42:28: Ihre Spezies sei hier entstanden und habe bereits lange vor dem Menschen eine hochentwickelte Zivilisation hervorgebracht.

00:42:35: Damit löst sie nebenbei eines der größten Probleme aus Sveas Ausführungen in der letzten Folge.

00:42:40: Intaste laure Entfernungen, relativistische Geschwindigkeiten, Generationenschiffe, Kryoschlaf und die gesamte unerfreuliche Diskussion über Überlichtgeschwindigkeit werden mit einem einzigen evolutionären Kunstgriff überflüssig.

00:42:53: Die Reptoliiden wohnen im Keller!

00:42:55: Man musste ja reptilen Abteilung zugestehen dass sie bei den Reisekosten vernünftig wirtschaftet.

00:43:00: nach L'Azertas Darstellung reicht die Geschichte ihrer Spezies viele Millionen Jahre zurück.

00:43:05: Ihre evolutionäre Linie habe sich aus reptilischen Vorfahren entwickelt, weshalb populäre Zusammenfassungen gern davon sprechen die Reptiloiden stammten von Dinosauriern ab.

00:43:15: Der Interview Text entfaltet daraus eine deutlich größere alternative Erdgeschichte in der intelligente reptilische Wesen lange vor uns existieren und der Mensch keineswegs die erste hoch entwickelte Spezies dieses Planeten darstellt.

00:43:28: Für die Menschheit ist das ein kleiner Rückschlag.

00:43:31: Kaum hat sie sich daran gewöhnt, nicht im Mittelpunkt des Sonnensystems zu stehen.

00:43:35: Er fährt sie von einer anonymen Eidechser aus Schweden, dass ihr nicht einmal im eigenen Haus die älteste Mietpartei ist.

00:43:40: Überhaupt zieht sich eine gewisse Skepsis gegenüber unserer Speziesdurchlazerters Ausführungen.

00:43:46: Menschen seien jung, aggressiv, schlecht informiert und hielten sich trotzdem für bemerkenswert bedeutend.

00:43:52: Unsere Wissenschaft erfasste zentrale Aspekte der Wirklichkeit nicht – Die Geschichtsschreibung sei unvollständig religiöse Vorstellungen beruhten auf Missverständnissen und selbst die menschliche Wahrnehmung bildet die Realität nur sehr begrenzt ab.

00:44:06: Als Marsmensch kenne ich diese Art Kollegin sehr gut, einmal – fünfundsechzig Millionen Jahre ungestört im Keller evolviert und schon beginnt der Vortrag!

00:44:14: Ihre eigene Spezies lebe bis heute in unterirdischen Anlagen.

00:44:17: Verschiedene Fassungen oder Übersetzungen des Textes liefern dazu Einzelheiten, die nicht immer vollkommen stabil sind.

00:44:22: Der Kern bleibt jedoch gleich….

00:44:24: Unter der Oberfläche existiere eine alte reptiloide Zivilisation, von deren Anwesenheit die Menschheit praktisch nichts weiß.

00:44:32: Das wirft natürlich die Frage auf, warum eine hochentwickelte Spezies über gewaltige Zeiträume unentdeckt bleiben kann.

00:44:39: L'Azzerta besitzt dafür eine Lösung und an dieser Stelle zeigt sich wie geschickt der Text bekannte Reptiloiden-Motive weiterentwickelt.

00:44:46: Ihre Leute können unsere Wahrnehmung beeinflussen.

00:44:49: Menschen sehen demnach nicht zwingend was tatsächlich vor ihnen steht Weil das menschliche Gehirn manipulierbar und in seinen Möglichkeiten begrenzt sei.

00:44:57: David Icky braucht gestaltwandelnde Reptilien, Lazerta braucht nur unsere mangelhafte Wahrnehmung.

00:45:03: Für einen Hokes ist es eine hervorragende Ausstattung.

00:45:05: Steht ein Reptileid vor mir – ich sehe es habe ich einen Reptiroid gesehen!

00:45:09: Steht eines vor mir und ich sehe einen Menschen?

00:45:12: könnte meine Wahrnehrungen beeinflusst worden sein?

00:45:14: Steht keines vor mir lässt sich immerhin nicht ausschließen dass es besonders gut arbeitet.

00:45:19: Aus journalistischer Sicht erschwert das die Recherche geringfügig.

00:45:22: Besonders reizvoll dabei ist, wie der Interviewtext seiner eigene Unbeweisbarkeit in die behauptete Welt integriert.

00:45:28: Die Abwesenheit sichtbarer Reptoloide widerlegt deren Existenz nicht sondern bestätigt ihre Fähigkeiten.

00:45:34: Genau diesen Mechanismus haben wir in den vergangenen Kapiteln mehrfach kennengelernt.

00:45:38: bei geheimen Regierungsabkommen verschwinden Akten weil die Verschwörung mächtig ist.

00:45:42: Bei Reptiloiden fehlen Belege weil ihre Tarnung funktioniert.

00:45:45: Bei Lazzerta scheitert bereits unsere Wahrnehmung an der biologischen und mentalen Überlegenheit der anderen Spezies.

00:45:51: Wer nichts findet, hat möglicherweise nur bewiesen wie gut das Versteck ist.

00:45:55: Lazerta beschränkt sich allerdings nicht auf die Geschichte ihrer eigenen Leute.

00:45:59: Dafür wäre dieses Interview viel zu bescheiden.

00:46:02: Schon bald erklärt sie auch, dass keineswegs jedes Ufo zu ihre Spezies gehört und mehrere fremde Gruppen auf oder um die Erde aktiv sein.

00:46:10: An diesem Punkt wurde ich als Mars-Mensch erst mal hellhörig.

00:46:13: Offenbar existiert eine umfangreiche interstellare Außenpolitik über die ich wieder nicht informiert wurde.

00:46:18: Verschiedene Wesen verfolgen nach Lazzertas Darstellungen unterschiedliche Interessen.

00:46:23: Fremde Spezies besuchen die Erde, manche Gruppen stehen miteinander in Konflikt andere beeinflussen Menschen oder unterhalten Kontakte.

00:46:30: Besonders die kleinen grauen Wesen spielen innerhalb dieses Geflechts eine Rolle wobei Lazzeters Kosmos nicht nach einer friedlichen galaktischen Föderation klingt, die gelegentlich zum Erfahrungsaustausch zusammenkommt.

00:46:40: Er entsteht das Bild konkurrierender Akteure deren Absichten für Menschen schwer zu durchschauen sind.

00:46:45: Ich habe anschließend meinen Posteingang kontrolliert.

00:46:47: Nichts Mars offenbar wieder nicht im CC.

00:46:51: Für unsere Folge ist dieser Teil ausgesprochen interessant, weil Lazerta plötzlich fast das gesamte Personal der vergangenen Kapitel in ein gemeinsames Universum stellt.

00:47:00: Reptiloide bekommen eine Innenperspektive, Grace eine politische Funktion, geheime Kontakte eine größere Bühne und unterschiedliche UFO-Typen einer Erklärung.

00:47:09: Widersprüchliche Sichtungsberichte müssen nicht mehr widersprüchlich sein, sobald man genügend Spezies zulässt!

00:47:14: Ein Zeuge sieht kleine graue Wesen, ein anderer große Humaneide der nächste etwas reptilenartiges.

00:47:20: Kein Problem – unterschiedliche Abteilungen!

00:47:23: So entwickelt sich aus einer einzelnen Behauptung allmählich ein komplettes Betriebssystem für UFO-Erzählungen.

00:47:28: Praktisch jede neue Geschichte lässt sich installieren solange irgendwo noch Platz ist für eine weitere Spezies-, Fraktion oder Interessengruppe.

00:47:36: Selbstverständlich kennt Lazerta außerdem die wahre Geschichte der Menschheit.

00:47:40: An diesem Punkt wäre Zurückhaltung auch überraschend gewesen.

00:47:43: Die Entwicklung des Menschen sei demnach nicht ausschließlich das Ergebnis natürlicher Evolution.

00:47:48: Fremde Intelligenzen hätten eingegriffen, genetische Veränderungen vorgenommen und die Geschichte unserer Spezies

00:47:53: beeinflusst.".

00:47:54: Damit greift der Text ein Motiv auf, dass lange vor den angeblichen Interviews verbreitet war.

00:47:59: Ancient Astronaut-Erzählungen hatten bereits über Jahrzehnte behauptet, außerirdische Besucher seien für frühe Zivilisationen, Religionen oder sogar die Entstehung des Menschen verantwortlich!

00:48:10: Erich von Däniken populärisierte solche Vorstellungen seit den späten neunzehnt sechziger Jahren.

00:48:15: Zecharia Sikchin verbanzt sich später mit einer eigenwilligen Deutung der Anunnaki.

00:48:20: Lazerta übernimmte dieses Motiv nicht einfach, sondern integriert es in eine wesentlich größere Gesamterzählung.

00:48:25: Weil ihre Spezies selbst uralt ist und auf der Erde lebt erhält die alternative Menschheitsgeschichte eine vermeintliche Zeugin aus einem Volk das den entscheidenden Entwicklungen zeitlich näher gestanden haben soll.

00:48:36: Für Historiker ist das natürlich.

00:48:40: Jahrzehntelang arbeitet man mit Archiven, materiellen Befunden, Textkritik und archäologischen Kontexten.

00:48:46: Dann kommt eine Eidechse aus dem Untergrund und erklärt das praktisch alles anders war.

00:48:51: Besonders effizient ist die Art wie der Lazzerta-Text immer neue offene Fragen in das selbe System einbaut.

00:48:58: Unterschiedliche UFOs erklären sich durch unterschiedliche Spezies – abweichende Beschreibungen von Wesen verweisen auf verschiedene Gruppen Fehlende Reptiloidenfunde folgen aus unterirdischen Lebensräumen und Wahrnehmungsmanipulationen.

00:49:10: Gritzelhafte Abschnitte der Menschheitsgeschichte werden mit genetischen Eingriffen verbunden, geheime Regierungskontrakte passen zu einer Erde auf der mehrere nicht-menschische Akteure eigene Interessen verfolgen.

00:49:21: Eine gewöhnliche Theorie versucht möglichst viele Beobachtungen mit möglichst wenig zusätzlichen Annahmen zu erklären – da Zerter hat sich für das Gegenteil entschieden!

00:49:29: Und ich respektiere die Konsequenz.

00:49:31: Je mehr Probleme auftauchen, desto größer wird das Universum.

00:49:34: Fehlt eine Erklärung, kommt eines Spiels hinzu.

00:49:37: Widersprechen sich zwei Geschichten verfolgen die beteiligten unterschiedliche Interessen.

00:49:41: Passt die etablierte Geschichte nicht zur Behauptung?

00:49:43: ist die etablierte Geschichte unvollständig bleibt ein Wesen unsichtbar kontrolliert es unsere Wahrnehmungen.

00:49:49: auf diese Weise erklärt der Text nicht einen Rätsel sondern bietet sich als universelle Anschlussstelle für beinahe jedes Rätself an.

00:49:55: dabei spielt die Form einer entscheidende Rolle.

00:49:58: lazerter erscheint nicht in einem Roman und der Text präsentiert sich nicht offen als fiktionale Erzählung.

00:50:03: Stattdessen lesen wir ein Interview.

00:50:05: Fragen werden gestellt, Antworten folgen.

00:50:08: Missverständnisse lassen sich korrigieren und Nachfragen erzeugen den Eindruck eines tatsächlichen Gesprächs.

00:50:13: Die Reptiloidin reagiert, erklärt, widerspricht und entwickelt ihre Gedanken über längere Passagen.

00:50:18: Genau dadurch gewinnt der Text eine pseudodokumentarische Qualität.

00:50:22: Ein Roman sagt uns dass jemand eine Geschichte erzählt.

00:50:25: Ein angebliches Interview behauptet jemand habe gesprochen.

00:50:28: Dieser kleine Unterschied ist enorm.

00:50:30: Die Frage Antwortstruktur simuliert eine Situation und aus einer fantastischen Behauptung wird scheinbar ein Protokoll.

00:50:36: Plötzlich steht nicht mehr die Erfindung eines Outdoors vor uns, sondern die vermeintliche Aussage einer Quelle.

00:50:41: Wer den Text kopiert, kopiert deshalb nicht einfach eine Geschichte über Reptiloide – er verbreitet angeblich einen Dokument!

00:50:48: Wie das frühe Internet ist diese Form nahezu ideal?

00:50:51: Ein Interview lässt sich auf eine Website stellen, in Foren zitieren, übersetzen als Textartei verschicken, spiegeln und später auf neuen Seiten erneut veröffentlichen.

00:51:00: Jede Kopie kann den Inhalt bewahren während die Herkunft zunehmend verschwimmt.

00:51:04: Irgendwann kennen tausende Menschen die Aussage ohne noch zu wissen wer sie zuerst veröffentlicht hat.

00:51:10: Genau das begegnet uns bei Lazerta.

00:51:12: Schon damals fällt manchen auf dass die Quellenlage ein Problem hat.

00:51:16: Wer ist Oleka?

00:51:16: Wer ist EF?

00:51:18: Wo befindet sich das Original?

00:51:20: Andere gehen ein Schritt weiter und diskutieren nicht mehr, ob Lazerta existiert sondern ob ihre Aussagen über die Grace stimmen.

00:51:27: Das ist der eigentliche Durchbruch!

00:51:29: Sobald eine Community darüber streitet, ob einer anonyme Reptiloidin möglicherweise falsche Angaben zur Außenpolitik der kleinen Grauen macht hat sich die Frage nach der Authentizität auf bemerkensweise erledigt.

00:51:41: Blödsich werden Bedürfnisse verglichen.

00:51:43: Nutzer prüfen, ob lazertas Aussagen zu anderen Kontaktgeschichten passen Ob bestimmte Gruppen miteinander verbündet sind und welche Fraktionen, welche Interessen verfolgt.

00:51:52: Der Text wird nicht nur gelesen sondern mit bestehender Lore abgeglichen.

00:51:55: Widersprüche führen dabei keineswegs zwingend zur Verwerfung – sie können neue Erklärungen erzeugen!

00:52:01: Vielleicht lügt Lacertha?

00:52:02: Vielleicht The Grace?

00:52:04: Vielleicht kennen Sie nicht alle Gruppen oder es existieren mehrere Fraktionen derselben

00:52:08: Spezies?!

00:52:09: Gleich hat eine andere Quelle nur einen Teil der Wahrheit erfahren….

00:52:12: An dieser Stelle möchte ich als Mars-Mensch erneut auf die katastrophale Kommunikation innerhalb unserer Branche hinweisen.

00:52:18: Offenbar gibt es intastellare Konflikte, geheime Basen, genetische Programme und mehrere konkurrierende Machtplöcke – aber niemand schafft es ein gemeinsames Protokoll zu führen!

00:52:28: Da dessen erfahre ich alles von All Mystery.

00:52:32: Die frühe Rezeption zeigt damit etwas das über Lazerta hinausweist.

00:52:36: Ein Hokes benötigt irgendwann keinen klaren Autoren mehr.

00:52:39: Sobald genügend Menschen den Text übernehmen kommentieren und mit anderen Erzählungen verbinden, beginnt der ein Eigenleben.

00:52:45: Die Community wird zur Fortsetzungsmaschine.

00:52:48: Gerade deshalb halte ich Lazerta für eine der schönsten Figuren unserer gesamten Folge – nicht weil die Interviews irgendeinen belastbaren Nachweis für Reptiloide liefern würden!

00:52:57: Dafür fehlt praktisch alles was man von einer Überprüfbahnquelle erwarten müsste.

00:53:02: Interessant ist Lazerta, weil der Text wie eine Zeitkapsel wirkt.

00:53:06: Um die Jahrtausendwende liegen viele Bausteine längst bereit.

00:53:10: David Icky hat Reptiloide zu einer globalen Verschwörungselite ausgebaut.

00:53:14: Ancient Astronauterzählungen schreiben die Menschheitsgeschichte seit Jahrzehnten außerirdig um, Grace gehören fest zur UFO-Ikonografie.

00:53:23: Geheime Regierungsabkommen kursieren in der Szene – unterirdische Basen, genierliche Manipulation und konkurrierende Aliengruppe sind ebenfalls verfügbar!

00:53:32: Dann erscheint ein angebliches Interview und gießt all das in die Stimme einer einzigen Insiderin.

00:53:38: Das ist keine einzelne Verschwörungstheorie mehr, das ist full service.

00:53:43: Vielleicht erklärt gerade diese Effizienz, warum die Interviews bis heute weitergereicht werden?

00:53:48: Wer La Certa liest muss sich nicht mühsam durch Jahrzehnte ufologischer Literatur arbeiten.

00:53:53: Die Eidechse hat zusammengefasst.

00:53:56: Als Marsmensch empfinde ich dabei einen gewissen beruflichen Neid seit... ja Knapp zwei Wochen erzähle ich offen von meiner Herkunft, verzichte auf mentale Tarnung, wohne nicht in einer unterirdischen Basis und stelle mich regelmäßig vor ein Mikrofon.

00:54:09: Das Ergebnis ist überschaubar!

00:54:12: Lazerta gibt zwei nicht überprüfbare Interviews, benennt sich nach dem lateinischen Wort für Eidechse und erhält eine komplette interspezifische Außenpolitik.

00:54:20: Öffentlichkeitsarbeit ist nicht

00:54:22: gerecht.".

00:54:24: Journalistisch bleibt die Einordnung trotzdem eindeutig.

00:54:26: Für die Existenz Lazzertas gibt es keinen belastbaren Nachweis, die Interviews besitzen keine überprüfbare Provenienz und ihre gewaltigen Behauptungen werden durch keine unabhängigen Belege gestützt.

00:54:36: Deshalb behandeln wir Lazzerta nicht als Zeug in einer verborgenen Reptilien-Zivilisation sondern als hoax beziehungsweise pseudodokumentarische Interneterzählung unbekannter Urheberschaft.

00:54:48: Damit wäre die Geschichte eigentlich erledigt.

00:54:51: Wäre der nicht?

00:54:52: Das Internet.

00:54:57: Bis in die neunziger Jahre lebten viele dieser Geschichten erstaunlich friedlich nebeneinander.

00:55:02: Ed Damsky sprach mit Venusien, Die Hills begegneten den Grays, Billy Mayer flog mit Pleiadian durchs All.

00:55:08: David Icky warte vor Reptiloiden.

00:55:10: Jede dieser Erzählungen hat ihre eigenen Bücher, ihre eigenen Anhänger und oft sogar ihre eigene Weltsicht.

00:55:16: Wer alles kennen wollte musste sich durch Regalmeter arbeiten.

00:55:19: Dann kam das Internet.

00:55:22: Nicht weil dort plötzlich neue außerirdisch entdeckt wurden, sondern weil zum ersten Mal fast alles gleichzeitig verfügbar war.

00:55:29: Wer sich Anfang der Zweitausender für UFOs interessierte landete früher oder später auf denselben Seiten.

00:55:35: Im deutschsprachigen Raum war All Mystery eine der großen Anlaufstellen.

00:55:39: International sammelten Seiten wie Bibliotheka, Pleiades, Crystal Links und Eboftop Secret Material aus den unterschiedlichsten Richtungen.

00:55:47: Dort standen Kontekti-Berichte neben Regierungsverschwörungen, Ancient Astronauts neben Entführungsfällen, Lazerta neben Majestic Twelve.

00:55:54: Geschichten die ursprünglich nie etwas miteinander zu tun hatten rücken plötzlich auf derselben Website ein paar Mausticks auseinander.

00:56:01: Das hatte Folgen.

00:56:03: Nehmen wir in den Lazerta Interviews.

00:56:05: Der Text taucht auch verschiedenen Webseiten auf wird gespiegelt übersetzt und als PDF weitergegeben.

00:56:11: Manche Fassungen unterscheiden sich nur in Kleinigkeiten andere ergänzen einzelne Absätze oder verändern Datierungen.

00:56:17: Irgendwann ist der Text so oft kopiert worden, dass die eigentliche Frage kaum noch lautet was Lazerta erzählt sondern woher diese Version eigentlich stammt.

00:56:24: Das Silbe passiert mit den MJ-II Dokumenten.

00:56:27: Obwohl ihre Echtheit seit Jahrzehnten massiv bestritten wird werden sie immer wieder neu veröffentlicht erklärt oder zusammengefasst.

00:56:34: Aus wenigen Dokumentes entsteht mit der Zeit eine kaum noch überschaubare Literatur.

00:56:38: das Interessante daran ist nicht das Menschen abschreiben.

00:56:42: das haben Autoren schon immer getan.

00:56:44: Neu ist die Geschwindigkeit, mit der aus einer einzelnen Geschichte ein ganzes Geflecht entsteht.

00:56:49: Eine Seite übernimmt einen Text eine zweite übersetzt ihn, eine dritte fast beide zusammen und eine vierte verweist anschließend auf mehrere Quellen.

00:56:56: Tatsächlich führt die Spur oft immer wieder zum selben Ursprung zurück.

00:56:59: Nur ist der inzwischen zwischen Mirrors, PDFs und längst verschwundenen Websites kaum noch zu erkennen.

00:57:06: Wer heute versucht solche Geschichten bis an ihren Anfang zurückzuverfolgen landet deshalb erstaunlich häufig nicht bei geheimen Regierungsarchiven, sondern in der Wayback-Machine.

00:57:15: Plötzlich sucht man nicht mehr nach außerirdischen oder nach alten Homepages toten links und archivierten Versionen einer Seite die seit zwanzig Jahren niemand mehr gepflegt hat.

00:57:24: Manchmal ist das die einzige Möglichkeit überhaupt doch nachzuvollziehen wie eine Geschichte früher einmal ausgesehen hat.

00:57:31: Mindestens ebenso spannend ist aber etwas anderes – dass Internet bewahrt diese Geschichten nicht nur auf es beginnt auch sie zu sortieren.

00:57:39: Plötzlich entstehen Übersichten, Listen, Stammbäume.

00:57:42: Erst das Internet entwickelt ein gemeinsames Universum.

00:57:46: Aus einzelnen Begegnungen wurden allmählich Völker aus Völkern entstanden politische Lager sie bekamen Sternensysteme verbündete gegner und gemeinsame Chronologien.

00:57:55: Die Ufu-Szene begann sich eine kosmische Ethnologie aufzubauen komplett mit Karten hier erschienen und immer neuen Spezies die sich erstaunlich gut in das bestehende System einfügten.

00:58:04: Das ist eigentlich die größte Leistung des frühen Internets für die UFO-Kultur.

00:58:09: Es erfand diese Wesen nicht, es gab ihnen einen gemeinsamen Wohnort und plötzlich sah das Universum nicht mehr aus wie eine Sammlung einzelner Geschichten sondern wie ein Nachschlagewerk – und das schlagen wir jetzt endlich auf!

00:58:23: Nach zwei langen Folgen stellt sich nur noch eine Frage… Wer wohnt da draußen alles?

00:58:31: Spätestens jetzt merken wir, dass sich die UFO-Szene über Jahrzehnte ein erstaunlich vollständiges Universum aufgebaut hat.

00:58:38: Da gibt es nicht einfach die Aliens!

00:58:41: Da gibt's Völker-, Sternensysteme-, politische Bündnisse-, Rivalitäten-, spirituelle Lehrer-, Eroberer-, Wissenschaftler und gelegentlich sogar ganze Föderationen.

00:58:50: Falls also jemand den Überblick verloren hat – keine Sorge.

00:58:54: Das passiert selbst Menschen, die sie seit Jahren mit diesem Thema beschäftigen.

00:58:58: Beginnen wir mit Dean Grace.

00:59:00: Falls Außerirdische eine Markenabteilung hätten, wären die Grace das Firmenlogo.

00:59:05: Klein, grau über große schwarze Augen und meistens mitten in der Nacht am Bettende.

00:59:11: Seit Betty & Barney Hill werden sie vor allem mit Entführungsgeschichten verbunden.

00:59:15: Besonders populär wurde später die Vorstellung Sie stammten aus dem Doppelsternsystem Ceta reticuli.

00:59:21: Andere Autoren widersprechen dem zwar aber Ceta Reticuli gehört bis heute praktisch zur Standardadresse der kleinen Grauen.

00:59:29: Ganz anders wirken die Nordics.

00:59:31: Groß, blond, freundlich und erstaunlich gut aussehend – fast so als hätte sich jemand gefragt wie Außerirdische aussehen würden wenn man einen skandinavischen Wintersportkatalog mit einer esoterischen Selbsthilfegruppe kreuzt?

00:59:45: In den frühen Kontaktegeschichten kam sie häufig von der Venus.

00:59:49: Als die Astronomie diese Möglichkeit endgültig beerdigte zogen viele von ihnen kurze Hand in die Pleiaden um.

00:59:55: Dort wurden heute die Pleiadier.

00:59:58: Vor allem durch Billy Mayer wurden sie zu den großen, spirituellen Lehrern der Menschheit.

01:00:02: Friedlich, technisch überlegen und stets bereit, den Menschen zu erklären wie Sie ihre Zivilisation verbessern können – sofern diese gerade bereit sind, zuzuhören!

01:00:12: Nicht weit entfernt zumindest nach esoterischer Sternenkarte finden sich die Sirianer.

01:00:18: Sie stammen angeblich vom Stern Sirius und tauchen vor allem in Channeling-Literatur auf als uralte Kulturbringer oder spirituelle Mentoren.

01:00:28: Arcturiana aus dem Stern Actorus gehen noch einen Schritt weiter.

01:00:31: Sie gelten vielerorts als Heiler, Bewusstseinsentwickler und Spezialisten für kosmische Harmonie.

01:00:38: Sollte das Universum tatsächlich eine Volkshochschule besitzen, dürften dort vermutlich die Arcturiana unterrichten.

01:00:45: Wesentlich schwieriger wird es bei den Reptiloiden – schon ihre Adresse ist umstritten!

01:00:50: Manche Autoren schicken sie in das Sternbild Drache nach Alpha-Traconis.

01:00:55: David Icky verlegt sie lieber mitten unter uns, wo Sie als menschliche Eliten die Weltpolitik steuern sollen.

01:01:01: Dazert er wiederum erklärt ihre Spezies habe den Planeten überhaupt nie verlassen und lebe seit Millionen Jahren unter der Erdoberfläche.

01:01:08: Man könnte sagen selbst die Reptilien sind sich intern nicht ganz einig.

01:01:13: Zu den exotischeren Bewohnern dieses Universums gehören die Mantiswesen riesige Gottesanbeterinnen mit hoher Intelligenz Die in vielen Entführungsberichten erstaunlich häufig leitende Funktionen übernehmen.

01:01:24: Offenbar braucht selbst eine Alien-Entführung irgendwann jemandem mit Personalverantwortungen.

01:01:30: Die Tall Whites wiederum verdanken ihren Bekanntheitsgrad vor allem Charles Hall.

01:01:35: Seine Erzählungen spielen rund um die Nellis Air Force Base in Nevada.

01:01:39: Dort sollen hochgewachsene, platzeausherirdische nicht nur regelmäßig unterwegs gewesen sein sondern teilweise sogar mit dem amerikanischen Militär zusammengearbeitet haben.

01:01:48: Vor allem im englischsprachigen Raum gehören die Tall Whites heute deshalb fast selbstverständlich zu den Standardbewohnern vieler Alien-Lexika.

01:01:56: Eine Sonderrolle nehmen die Anunnaki ein, eigentlich handelt es sich um Gottheiten der mesopotamischen Mythologie.

01:02:03: Erst Zecharia Sitchin machte daraus Besucher des Planeten Nibiru und erklärte sie zu den genetischen Architekten der Menschheit.

01:02:11: Diese Idee wurde später vor allem durch Formate wie Ancient Aliens weltweit bekannt und prägte eine ganze Generation moderner Präastronautik.

01:02:19: Aus Religion wurde Science Fiction, aus Science-Fiction für viele schließlich wieder Geschichte.

01:02:25: Noch spezieller wird es bei den Ariani oder Aldebaranern – hier verlassen wir die klassische UFO-Szene endgültig und betreten einen Bereich in dem Isoterik Reichsmüten und rechtsextreme Ideologie ineinander fließen!

01:02:37: Angeblich stammt eine uralte, arische Hochkultur vom Stern.

01:02:40: Aldebaran verfügt über gewaltige Technologie und hinterließ Spuren bis in das Dritte Reich.

01:02:47: Historisch belastbar ist daran nichts.

01:02:49: Büturgeschichtlich zeigt diese Geschichte aber wie flexibel sich das Alien-Motiv mit politischen Weltbildern verbinden lässt.

01:02:56: Und dann gibt es noch Figuren wie Eshta.

01:02:59: Genau genommen ist Eshta gar keine Spezies sondern ein Kommandant – gewissermaßen der Admiral einer gewaltigen Raumflotte.

01:03:07: Um ihn herum entstand seit den neunzentfünfziger Jahren die sogenannte ECHTA-Kommand, eine Mischung aus UFO-Religion, Channeling und galaktischer Heilslehre.

01:03:16: Im Laufe der Jahrzehnte wuchs daraus eine regelrechte Organisation mit Flotten-, Kommando-Strukturen und später sogar Verbindungen zur berühmten galaktischen Förderation.

01:03:25: An diesem Punkt fällt auf wie vollständig diese Welt inzwischen geworden ist – da gibt es Heimatwelten und Sternenkarten, Bündnisse und Feinschaften, spirituelle Lehrer, Militärs, Wissenschaftler und Diplomaten.

01:03:37: Manche Spezies gelten als freundlich andere als gefährlich.

01:03:41: Einige arbeiten angeblich zusammen, andere führen seit Jahrtausenden Kriege und wenn zwei Geschichten nicht zusammenpassen wird einfach eine weitere Alien-Resse eingeführt die den Widerspruch erklärt.

01:03:51: Als Marsmensch muss ich zugeben das ist organisatorisch beeindruckend.

01:03:55: Ich war auf keiner einzigen dieser Konferenzen.

01:03:59: Gerade deshalb lohnt sich zum Schluss ein kurzer Blick auf das Gesamtbild.

01:04:02: Fast alle dieser Wesen stammen aus ganz unterschiedlichen Quellen die Grays aus Entführungsberichten, die Nordics aus den Contacties der fünftiger Jahre.

01:04:10: Die Anunnaki aus einer modernen Umdeutung mesopotamischer Religion – die Reptiloiden aus Verschwörungsliteratur, die Arktorianer und Sirianer aus Channelings, die Ariani aus esoterisch rechten Mythen.

01:04:22: Ursprünglich hatten diese Geschichten kaum etwas miteinander zu tun.

01:04:26: Erst über Jahrzehnte und später vor allem durch das Internet wurden daraus Nachbarn im selben Universum.

01:04:32: Wer heute eine der großen Alien-Listen öffnet, bekommt deshalb nicht nur eine Sammlung außerirdischer Spezies zu sehen.

01:04:39: Man blickt auf siebzig Jahre Popkultur, Esoterik, Science Fiction, Verschwörungserzählungen und menschliche Fantasie feinsäuberlich sortiert wie in einem Naturkundemuseum – nur dass die Ausstellungsstücke diesmal aus den Sternen stammen sollen!

01:04:59: Ja nach all denen Rassen von Aliens nach allen Spezias.

01:05:03: Welchen würdest du am ehesten begegnen wollen?

01:05:05: Den freundlichen, sexy blonden Nordic in der Würste.

01:05:09: Dem kleinen grauen, den Reptiloiden oder doch dem der großen Gottesanbeterin?

01:05:15: also ich nehme an die Nazi-Iliens.

01:05:18: lasst mir mal raus, Ariani aber nehmen wir mal die klassischen also die Grays, die Nordics, die Reptiloiden und die Dimantiswesen.

01:05:27: was findest du am interessantesten als Begegnung?

01:05:30: wie geht davon aus du überlebst?

01:05:32: Also ich muss erst mal jetzt sagen, dass sich die ganze Zeit immer so ein bisschen zusammengezuckt bin bei dem Begriff Rasse.

01:05:37: Weil das irgendwie so Menschen ähnlich ist.

01:05:39: aber irgendwie ist ja auch nicht Menschen ähnlich.

01:05:40: deswegen nehme ich es einfach hin wenn wir jetzt fest haben was ich überlebe und alles cool ist.

01:05:45: Die Nordics klingen schon interessant aber irgendwie auch ein bisschen langweilig wenn diese Menschen ähnlich sind.

01:05:52: Aber wäre glaube ich interessant was sie zu sagen haben Und auch ob ich mit denen wirklich kommunizieren könnte.

01:05:57: also die Gottesanbeterin von Entfernung Ja aber ich finde die schon als Insekten gruselig, deswegen bräuchte ich das nicht.

01:06:03: Ähm... Also die sind schon süß aber wenn sie jetzt so groß wären, noo.

01:06:08: Deswegen würde ich mich für die grauen, die greys entscheiden.

01:06:12: Was haben die für Hände?

01:06:13: Hast du was beschrieben?

01:06:14: Nee, hat man... Haben diese Gessries auch oft in so... Ich hatte auch so dünne lange Finger glaube ich, habe die immer auf den meisten Darstellungen So ganz dünn lange Finger und manchmal noch mit so fetten Knorpeln am Ende Stimmt ja Das finde ich irgendwie witzig.

01:06:26: Dann würde ich gerne mal die Hand geben Und tu?

01:06:29: Ich glaube, ähnlich.

01:06:31: Reptiloiden hat man ja im Text.

01:06:34: Miley Cyrus lieber sich schon treffen und sie ist ja Reptilloiden.

01:06:39: Also ich habe recherchiert aber man findet halt teilweise sehr absurde Sachen.

01:06:44: Ich glaube Beyoncé ist auch Reptitoid.

01:06:46: alle US-Präsidenten also für mich haben wir schon längst Reptinoide getroffen, wissen es nur nicht.

01:06:50: Meinst du richtig mehr zu sagen Reptaloid?

01:06:52: Nee der hat eher so einen Kopf wie ein Gray irgendwie... So wie Kinder mit so einem Mantel, wenn zwei Kinder aufeinander stehen um groß zu wirken.

01:07:02: Sie fährt so zwei Grays übereinander in einem Anzug und spielt ein Bundeskanzler.

01:07:05: Das ist sehr krass!

01:07:08: Ja, aber die würde ich nicht treffen wollen.

01:07:10: Ich glaube diese Mantelswesen wäre auch in so einem Zoo... Okay, da sind sie irgendwo, wo sie mich nicht untersuchen können.

01:07:16: In dem Zoo?

01:07:18: Der Alien Zoo.

01:07:20: Und ja Nordics klingt halt wirklich so, dass ich gerade, wenn die Folge kommt, das ist glaube ich schon vorbei Die Fußball-WM mit den Norwegern, der Stürmer Erling Haarland.

01:07:29: Der auch so ein... ...der Meme King!

01:07:32: So stell ich mir die Nordics irgendwie vor.

01:07:34: Wenn er aber die Haare offen macht und so läuft.

01:07:36: Und das kenne ich irgendwie auch witzig wenn man sich herausstellt, ja?

01:07:40: Die gibt's wirklich schon, die sind halt einfach alle Erlingaerlanden.

01:07:42: Spielt Erling Harland nicht eigentlich auch in Deutschland?

01:07:45: Er hat es in Dortmund gespielt.

01:07:46: Jetzt spielt er in Manchester.

01:07:48: Warum ginge ihr allen nach Manchester?

01:07:49: Egal.

01:07:49: Ich bin nichts für ein Bordgasser.

01:07:51: Geld.

01:07:52: Ficht ist hier seine Tarnung aufgeflogen, er musste weg.

01:07:55: Der hat gemerkt, dass nebenan in der anderen Stadt wohnt ein Mars-Mensch und endhaft als Venus-Mensch.

01:08:00: Und der produziert einen schlechten Podcast.

01:08:03: Bevor ich eingeladen werde eigentlich nach dem Mensch ist.

01:08:07: Also wenn Nordics erlinge Haarland sind dann würde ich denen natürlich doch den Gray vorziehen.

01:08:13: Ich glaube Grays sind ja auch faszinierend sicherlich aber die sind ausgelutscht gewonnen fast schon so zu sagen.

01:08:21: Interessanterweise habe ich aber mal so ein Wissenschaftsbuch bekommen von wegen Evolution und so was, dass sich ja Mensch weiterentwickelt.

01:08:29: Das heißt unsere Füße sind quasi schon verkümmert.

01:08:32: mit denen konnten wir früher mal richtig geil greifen als die noch Äffchen waren.

01:08:35: Und das wird dann dadurch, dass wir weniger handwerklich werden unser kleiner Finger immer kleiner wird und immer verschwindet.

01:08:40: Nein!

01:08:42: Unsere Augen werden größer weil wir halt viel mehr Bildwelten wahrnehmen.

01:08:45: Unsere Ohren werden kleiner weil da alles laut ist.

01:08:47: Wir müssen nicht mehr so viele aufnehmen.

01:08:49: Unser Münder werden kleiner aber man hat nicht mehr einen Mammut um naken müssen, sondern uns ja als Essen klein schneiden.

01:08:55: Wir brauchen weniger Haare, weil wir uns ja eh immer alles abrasieren oder meistens.

01:08:59: Und ich glaube die Hautfarben weltweit sollen sich dann so ein bisschen angleichen.

01:09:04: Gründe sehen wir dann aus wie Grace irgendwann, ne?

01:09:05: Wir haben größere Köpfe, weil werden auch immer schlauer und intelligente.

01:09:09: Ich habe gedacht so krass!

01:09:10: Vielleicht sind die Grace gar keine außerirdischen, sondern zeitreisende Zukunft, um uns zu warnen.

01:09:18: Wenn ihr weitermacht mit TikTok und Instagram, dann seht ihr irgendwann mal so scheiße aus wie wir.

01:09:22: Aber das, ja.

01:09:23: Da geht's aber ganz kurz dazu zu Tiktok und Instagram.

01:09:25: guter Punkt.

01:09:27: Ich weiß nicht mehr wovon.

01:09:27: es wäre jetzt natürlich super interessant.

01:09:29: Es gibt eine Studie jetzt dazu wie Kinder mit Bildschirmzeiten darauf die Gehirne reagieren?

01:09:36: Und der Cortex heißt das so?

01:09:39: Frontal Cortex glaube ich?

01:09:40: Frontalkortex.

01:09:42: Vielleicht kannst du sehr reinschneiden und nochmal sagen.

01:09:45: Der Bereich irgendwie im Gehirn für... Ich glaube, logisches Denken oder so und Gedächtnis.

01:09:52: Also der wirklich aktiv so denkt und so vollständig zuständig ist.

01:09:58: Ich baue schon zu viel auf TikTok.

01:09:59: Nein aber... Und bei Kindern wo die Bildschirmzeit am Tag über sieben Stunden lag das natürlich auch schon beachtlich ist er beachtlicht zurückgegangen.

01:10:08: Musst du dir mal überlegen?

01:10:09: Dann haben wir demnächst die nächsten Generationen irgendwie eine ganz flache Stirn oder so vorstehende Augenpartie.

01:10:17: Und wenn das alles wegfällt quasi und niemand kann mehr denken, sondern alle fragen nur noch Chat GBT.

01:10:24: Das wäre für die Welt, ob man wirklich nur so aus Erling Haarland komischen Kindern, TikTok-Kindern, Tik Tokianen und Bass besteht?

01:10:34: Ist ja denn nur ein Vorteil für die Männer oder Menschen mit starkem Haarausfall, weil dann hast du ja keine Stirn mehr.

01:10:41: Dann sind da's ja quasi immer volles Haar.

01:10:44: Also wirklich bist du nicht im Grad!

01:10:46: halb gelatztem Welt, wird ein bisschen weniger massiv sein.

01:10:52: Wir können es ja nicht beantworten!

01:10:54: Wir werden's ja bald sehen... also was heißt wir werden das bald sehen?

01:10:57: In zweihunderttausend Jahren schickt uns dann in zweihundertausend Jahren mal eine Mail, falls unsere E-Mail-Interesse an immer noch da ist.

01:11:03: Da muss ich glaube die sehr viel Geld anlegen, dass halt immer für einen Euro jeden Monat unsere E‑mail-Adressen aktualisiert werden und vielleicht krebt das dann irgendwann jemand aus dem Arche oder ich bin der Marsmensch, wir werden sehr alt Wenn die Menschheit dann überhaupt noch auf dem Planeten Erde lebt oder wir nicht mit einem Generationenschiff irgendwo Pfannkuchen austeilen gehen.

01:11:21: Also das finde ich dann eben auch immer, wenn man halt überlegt... Das ist halt so lange nachher beschrieben, dass es ja eigentlich total abgefahrene Aufwand ist um dann halt so mit ein paar Rednecks in Kentucky sich dazu zu gehen, tatsächlich abzuschießen oder beschossen zu werden.

01:11:36: Das macht doch keiner.

01:11:37: Vielleicht gibt's Hochintelligente, die ein paar Idiotenkobolte mitbringen und rauslassen.

01:11:42: Da geht ein bisschen Chaosstiften wie in Forschende Runde oder reden mit Eisenhower.

01:11:47: Sonst hat das keinen Sinn.

01:11:49: Warum macht man diesen Aufwand?

01:11:51: Und dann auch dieser Typ, der gesagt hat, die sind nur wegen mir gekommen.

01:11:54: Ja wahrscheinlich!

01:11:57: Wo machen wir ihn?

01:11:57: Lass uns diesen eineinundsechzigjährigen aus Kalifornien nehmen.

01:12:01: Ein bisschen strange alles... Wir verurteilen niemanden, der an Außerirdische glaubt.

01:12:05: Aber ich glaube einige dieser Stories die wir heute hier mit dabei hatten sind zu absurd um wahrzusehen und ich selber bin ja auch der Meinung das Universum ist viel so groß um nicht woanders noch Leben hervorzubringen.

01:12:18: aber ist dann doch realistischer dass wir es eher nicht erfahren werden es sei denn es wird noch irgendwie Technologien entdeckt oder es werden Möglichkeiten entdecken doch solche langreisen sinnvoll auf uns zu nehmen.

01:12:30: Ja wäre cool?

01:12:31: Aber dann bleibt uns das eine.

01:12:33: der einzigen Kontakt mit Menschen oder Wesen aus dem All ist der Kontakt zu Katy Perry.

01:12:38: Wie wir vor zwei Wochen schon festgestellt haben, die kommt ja aus dem all oder kamen aus dem alt zurück.

01:12:43: zum Abschluss von zwei sehr, sehr langen Folgen kommen jetzt wieder an einen Punkt, der immer kommt am Ende nicht ohne vorherzu erwähnen dass wir heute zum ersten Mal seit langer Zeit wieder unsere Gummibärchen dabei hatten.

01:12:55: und weil es so warm ist, wir haben gerade wieder dreißig Grad hier Auch Wassermelonen.

01:12:59: Ich hoffe, man hört uns nicht schmatzen und schlürfen während der Folge aber das gehört ja dazu dass Snacks in unseren Folgen sind.

01:13:06: Wir müssen die vorlesen wie wir glauben, dass Aliens Snakes vorlese würden.

01:13:20: Erste Begriff Flying Saucer entstand durch ein Missverständnis.

01:13:25: Kenneth Arnold beschrieb, nicht die Form der Objekte sondern ihre Bewegung.

01:13:31: Sie flogen so sagte er wie eine Untertasse über das Wasser springt.

01:13:35: Zeitungen machten daraus die berühmten fliegenden Untertassen und prägen damit eines der langlebigsten Bilder der Ufo-Geschichte.

01:13:43: In den USA berichtete US-Präsident Ronald Reagan vor der UN, wie ein Pilot ihm von einem unbekannten Flugobjekt erzählt habe.

01:13:56: Später nutzte Reagan sogar mehrfach die Idee eraußerirdischen Bedrohungen um zu sagen – Die Menschheit würde ihre Konflikte vermutlich sofort vergessen wenn Aliens die Erde angreifen würden!

01:14:06: Ein echter Präsident hat also vor den Vereinten Nationen mit einem Alien-Szenario argumentiert.

01:14:16: Bereits in den neunzehntfünfziger Jahren berichteten UFO-Zeugen von geheimnisvollen Männern in schwarzen Anzügen, die sie zum Schweigen bringen wollten.

01:14:25: Erst Jahrzehnte später machte die Filmreihe daraus eine science fiction Komödie.

01:14:30: Viertens – das Wow-Signal hat bis heute keine endgültige Erklärung!

01:14:46: schrieb WOW neben den Computerausdruck.

01:14:48: Jahrzehntes später gibt es plausible natürliche Erklärungen, endgültig geklärt ist der Ursprung bis heute aber nicht – kein Alienbeweis, aber einer der berühmtesten CT-Momente überhaupt!

01:15:00: Die Organisation sucht allerdings nicht gezielt nach Außerirdischen, sondern versucht herauszufinden was tatsächlich beobachtet wurde.

01:15:21: Meist stecken Planeten Starlings-Satelliten mit Theore, Drohnen oder verglühender Weltraumschott dahinter.

01:15:30: Im Laufe dieser Folge ist das Universum immer voller geworden.

01:15:34: Noch bevor wir wissen ob dort draußen überhaupt jemand lebt haben wir ganze Zivilisationen erschaffen.

01:15:39: Wir haben ihnen Gesichter gegeben Sprachen, Moralvorstellungen, Sternensysteme und politische Konflikte.

01:15:46: Manche dieser außerirdischen Lebensläufe sind inzwischen ausführlicher dokumentiert als die Biografie mancher historischer Persönlichkeit.

01:15:53: Nur ein Volk scheint dabei konsequent übersehen wurden zu sein Wir Mars-Menschen.

01:15:59: Falls also irgendwann die nächste Ausgabe erscheint Ich hätte da einen kleinen Korrekturwunsch.

01:16:06: Das war Radio Obscura.

01:16:09: Wenn euch diese Vögel gefallen hat, dann bleibt der Frequenz, folgt uns und lasst gerne eine Bewertung da.

01:16:15: Wir hören uns bis dahin!

01:16:16: Bleibt ihr wenn ihr hungrig seid bei euch und Radio aus.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.